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Volume Nr. 59, 30. Juli 1926 Verfügung vom 24. Juni 1926 ... betrifft: Gewerbeaufsicht

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1926 (Public Domain)

dd) Bearbeitung von Faserstoffen, Tier- 
haaren, Abfällen oder Lumpen. 
(Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 
8. Dezember 1909 =- RGBl, 5. 969). 
In Räumen, in denen-Lumpen ge- 
öffnet, getrennt, gerissen, -entstäubt, ange- 
fettet, gemengt, sortiert oder gepadt wer- 
den, darf Arbeitern unter 16 Jahren wäh- 
rend des Betriebes 'eine Beschäftigung nicht 
gestattet werden. (Beim Vorhandensein 
geeigneter mechanisch wirkender Staubsauge- 
vorrichtungen sind Ausnahmen durch die 
Abtlg 11- möglich.) Das gleiche Verbot 
gilt bei Anlagen mit 10 und mehr Arbei- 
tern für Räume, in denen durch elemen- 
tkare Kraft benußte Maschinen zum Öffnen, 
Lockern, Zerkleinern, Entstäuben, Anfetten 
oder Mengen von rohen oder -abgenüßten 
Faserstoffen, von Tierhaaren und Abfällen 
nicht etwa bloß vorübergehend zur Ber- 
wendung kommen. Die Karden Krempel) 
für Wolle und Baumwolle fallen unter 
diese Bestimmungen nicht. Beim Euntstäu- 
ben und Lockern. von Tierhaaren erstre>t 
sich.“ das Verbof auch auf die Hand- 
arbeit. 
* In Räumen" vorstehender Art, in 
denen Arbeiter unter 16 Jahren beschäftigt 
werden, muß eine Abschrist oder ein Ab- 
druc> der Bestimmungen der Bekanntma- 
hung vom' 8. Dezember 1999 an einer in 
die Augen fallenden Stelle aushängen. 
Schüßpodenimpfung von Arbeitnehmern.) 
Die wiederholt gemachte Beobachtung, "daß Lumpen, 
+) Uuter dem Begüff „Arbeitnehmer“ sind“ „Arbeiter 
und AUngesftelite“ zu verstehen. 
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