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Volume Nr. 47, 18. Juni 1926 Verfügung vom 28. Mai 1926 ... betrifft: Anweisung über das beim Ausbruch oder beim Verdacht von Tierseuchen zu beachtende Verfahren

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1926 (Public Domain)

alle geringwertigen Gegenstände,“ "die mit Kok oder Blut 
verunreinigt sind, mit den Kadavern zu vergraben. oder 
zu verbrennen. Durch Bergraben oder Verbrennen sind 
auch die 'beanstandeten Teile geschlachteter Jeuchenkranfer 
oder der Seuche verdächfiger Tiere und sonstige Schlacht- 
abfälle unschädlich zu machen. Abfälle, deren Beschaffen- 
heit die Verbrennung nicht gestattet, müssen gesammelt, 
mit der-gleichen Menge. Kalkmich gut durchmischt und 
hierauf vergraben werden. Auslaushöfe sind: möglichst 
nach ; Entfernung der. oberflählihen Bodenschicht, 
Schwimm--und Badevorrichtungen auf. den. Auslaufhöfen 
nach. Enffernung des Wassers mit dier Kalkmilch zu be- 
gießen. Das Wasser in Schwimm- und: Bädevorrichtun- 
gen ist 24 Stunden 'vor dem Ablassen wie Jauche mit 
Kalk. oder dier Kalkmilch zu verseßen. | 
Giößere Mengen von Dünger: fönnen gepadt, Federn dür- 
fenin lu fttro>fenem Zustand mit polizeilicher Genehmigung 
aus dem Seuchengehöft ausgeführt werden, wenn sie in 
dichten Säden gepadt sind 
XIL. Bei Zuberfuioje, 
Sobald Rinder; bei denen das Borhandensein der Tuber- 
kulose festgestellt oder in hohem Grade wahrscheinlich ist, von 
ihrem Standpunkt enffernt sind, „muß die Reinigung und Des- 
infektion vorgenommen werden. Die Reinigung und Desinfek- 
lion erstreckt sic. auf den. Standplaß, auf Ausrüstungs-, Ge- 
brauchs- und sonstigen Gegenstände, die durch „Ausscheidungen 
der Tiere verunreinigt sind. insbesodere-die Krippen, Futtertische! 
Raufen, Wasserrinnen in den Futterlischen, „die zu den Ständen 
gehörigen Wandabteilungen und Standscheiden, den Fußboden 
einschließlich Stallgasse, die Puß- und Melkgeräte. Die Desin- 
seftion erfolgt. durch: Tünchung- mif dünner Kalk-= öder Chlor- 
falfmilch. Eisenteile sind mit verdünntem Kresolwasser und 
Karbolsäurelösung zu bepinseln. Das gleiche Verfahren „kann 
bei Hoßz- und, Steinfeilen sowie 'bei glassierten 2 Tonkacheln an 
Stelle der Tünchung mit Kalt- der Chlorfalkmilch angewandt 
werden. Melkeimer „und“ Milchgefäße sind zu desinfizieren. HE 
Die Desinfektion erfolgt"dür<. Einlegen“ "der Gefäße in 
fochend' heißes Wasser „oder kochend heiße Sodalösung öder dünne 
Kalkmilch, für. die Dauer von mindestees "2 Minuten. derart, daß 
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