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Volume Nr. 47, 18. Juni 1926 Verfügung vom 28. Mai 1926 ... betrifft: Anweisung über das beim Ausbruch oder beim Verdacht von Tierseuchen zu beachtende Verfahren

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1926 (Public Domain)

C. Entschädigung von Berlusten bei Tierseuchen. 
(Biehseuchenentschädigungssaßung für die Stadtgemeinde Berlin 
vom 12. April 1912 -- Gem. Bl. S. 248 -- in der Fassung 
der Nachträge vom 18. 9. 1922 -- Gem. Bl. 5. 509 -- und 
vom 24. 1. 1924 - - Gem. Bl. S. 119 -- Ord. I11, Gr. B --) 
Für Verluste, die durch Biehseuchen hervorgerufen wer- 
den, wird unter bestimmten Bedingungen eine Entschädigung 
gewährt, die in leßter Linie vom Magistrat festgesesf und an 
den Sc<hadenhaber ausgezahlf wird. Die Bearbeitung der Ent- 
schädigungssachen ist Aufgabe der Polizeiämter, an die die Re- 
viere bei ihnen in dieser Hinsicht gestellte Anträge zu Weisen 
haben. 
Enfschädigt werden bei Rinden, Pferden, Eseln, Maultie- 
ren und Mauleseln Verluste, die durch Milzbrand, Rauschbrand, 
Wild- und Rinderseuche, Tollwut, Roß, Lungenseuche, Maul- 
und Klauenseuche und Tuberkulose verursacht sind. Schafe und 
Jiegen, die an Milzbrand verendet sind, und über 3 Monate 
alte Rinder sowie Schweine, die an Maul- und Klauenseuche 
gefallen oder deshalb notgeschlachtef sind, werden ebenfalls enf- 
sc<ädigt. Bei Verlusten durc< die anstedende Blutarmut bei 
Pferden wird eine Beihilfe gewährt 
D. Desinfettionsanweisung. 
Die Reinigung und Dezinfektion nach Maß- 
gabe dieser Anweisung erfolgen unfer Beobach- 
fung etwaiger Anordnungen des beamteten Tier- 
arztes und unter polizeilicher Überwachung. 
I. Bei Milzbrand, Rauschbrand, Wild- und Rinder- 
seuche. 
2) Personen, die mit den blufigen Ausscheidungen 
milzbrand-, rauschbrand-, wild- und rinderseuchefranfer 
oder der Seuche verdächtiger Tiere in Berührung gefom- 
men sind oder bei der Vornahme blutiger Operationen 
an solchen Tieren oder bei der Wegschaffung oder Öff- 
nung von Kadavern milzbrand-, rauschbrand-, wild- und 
rinderseuchekranfer oder der Seuche verdächtiger Tiere 
Hilfe geleistet haben oder bei der Tökung oder Schlach- 
fung oder Wartung solcher Tiere beschäftigt waren, ha- 
ben möglichst sofort die Hände und andere efwa be- 
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