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Volume Nr. 47, 18. Juni 1926 Verfügung vom 28. Mai 1926 ... betrifft: Anweisung über das beim Ausbruch oder beim Verdacht von Tierseuchen zu beachtende Verfahren

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1926 (Public Domain)

klärt wordentist, sind die Shußmaßnäahmen gemäß VBor- 
druf Nr. 2128 oder 2128 U zu treffen, und die in 
Betracht kommenden Pferde auf Seite 3 und 4 des Vor- 
druds genau zu bezeichnen. Die Reviere und der Beie- 
rinärrat haben ferner sobald als mögli Ermittlungen 
darüber anzustellen, wie lange die verdächtigen Erschei- 
nungen schon bestanden haben, ob und an wen seit dem 
vermutlichen Bestehen des Rotzes oder der verdächtigen 
Erscheinungen Pferde aus dem Bestande verkauft oder 
sonst weggegeben worden sind, weiter, ob die kranken 
oder der Seuche verdächtigen Pferde mit anderen Pferden 
Berührung gehabt und namentlicd) Fütterungs- oder 
Tränkeinrichtungen gemeinsam benutzt haben, ob und wo 
sie erworben und in wessen Besitz sie früher gewesen sind. 
Der Besißer eines roßkranfen oder -verdächtigen 
Pferdes ist darauf hinzuweisen, daß der Roß auf Men- 
schen übertragbar ist, und daß ein unvorsichtiges Umge- 
hen mit roßfranfen oder der Seuche verdächtigen Tieren 
gefährlich ist. Der Wärter solcher Tiere ist von jeder 
Dienstleistung bei anderen Pferden auszuschließen und 
darf nicht in :dem Seuchenstalle schlafen. Personen, die 
Verlezungen an den Händen oder anderen unbede>ien 
Körperteilen haben, dürfen zur Wartung roßkranker oder 
der Seuche verdächtiger Pferde nicht verwendet werden. 
4 Die roßfranfen oder -verdächtigen Pferde, deren 
Tötung angeordnet worden ist, werden nach ihrer UAb- 
schätzung nicht sofort getötet, sondern zur Tierärztlichen 
Hochschule, wo sie vor ihrer Tötung zu Untkerrichtszwec>en 
Berwendung finden, gebracht. Die Auszahlung der End- 
schädigungssumme (Abschnitt C) für das Pferd erleidet 
dadurd) keine Verzögerung. 
Die Reviere werden in sol<en Fällen von den 
Veterinärräten benachrichtigt werden. Sie haben darauf 
den städfischen Transportwagen zu bestellen und der 
Hauptsammelstelle gleichzeitig mitzuteilen, daß es sich um 
ein roßfrankes oder roßverdächtiges Pferd handelt, das 
auf polizeiliche Anordnung zu köten ist. Der Transport 
des Pferdes ist von einem Revierbeamten zu begleiten, 
der das Tier einem Beamten der medizinischen Klinik der 
Tierärzlichen Hochschule, Philippstraße 13, übergibt und 
sich von diesem eine Empfangsbescheinigung ausstellen 
fl
	        
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