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Volume Nr. 24, 26. März 1926 Polizeiverordnung vom 22. Januar 1926 ... betrifft: Verkehr mit Mineralölen und Mineralölmischungen (Mineralöl-Verkehrs-Ordnung)

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1926 (Public Domain)

wenn diese mit einem brennbaren oder gar explosiblen Mine- 
ralöldampf-Luftgemisch gefüllt sind, kann sicher verhindert wer- 
den durc< mehrfache Davy-Netze oder durc< mit Kies oder mit 
Raschig-Ringen oder mit Metalldraht- oder Metallrohrbündeln 
von bestimmter Größe gefüllte Töpfe. 
Zündung durc< Blitßeinschlag kann unter Umständen da- 
durch zustandekommen, daß der Bli =- beim Fehlen genügend 
hoher Auffangstangen =- auf die Tankde>e schlägt ..und dort 
etwa befindliche, brennbare oder explosible Benzindampf-Luftge- 
mische, welc<e dur< Austritt von Benzindämpfen aus undichten 
Mannlochverschlüssen oder aus beim Peilen oder sonst offen ge- 
bliebenen Mannlöchern entstanden sind, zündet, und daß die 
Zündung dur offene oder undichte Mannlöcher sich auf das In- 
nere des Tanks überträgt Dieser Zündung kann durc< an- 
gemessene Blißschußeinrichtungen entgegengetreten werden. 
Über die Möglichkeit einer Zündung durch elektrische Er- 
regung gingen bis vor kurzem die Meinungen no< auseinan- 
der. An zwei verschiedenen, im Betriebe befindlichen Anlagen 
mit Strömungsgeschwindigkeiten bis zu 4 m/sec. ausgeführte 
Versuche, bei denen eine elektris<e Aufladung des Benzins, auch 
wenn sie hinter der Pumpe noch nachweisbar war, -:im Tank 
niemals festgestellt wurde, haben die erforderlihe Aufklärung 
gebracht ; bei ordnungsmäßiger Erdung der Rohrleitungen und 
der Tanks ist in diesen eine elektrishe Zündung nic<t zu be- 
fürchten. 
. (4) Für die Berhinderung von Explosionen kann noch 
die Möglichkeit von Bedeufung sein,- nämlich bei genügend hoher 
Temperatur -=- die bei unterirdischer Lagerung im allgemeinen 
nicht unter + 1 bis 107 GC sinkt -- und bei angemessener Be- 
handlung der in die Tanks bei deren Entleerung eingesaugter 
Luft mit Benzin oder Benzol das Gemisch von Luftk- und Ben- 
zindampf immer oberhalb der verhältnismäßig niedrigen oberen 
Explosionsgrenze zu halten. Bon einigen Seiten wird behauptet, 
ein zuverlässiges Verfahren zur sicheren Lagerung auf dieser 
Grundlage bereits zu besißen. Hierfür scheint indessen noch kein 
siherer Beweis erbracht zu sein, am wenigsten bei Benzol, das 
nicht so leicht verdampft wie Benzin und ein weiteres Explo- 
sionsgebiet (2,5 bis 7%) als Benzin (2,4 bis 4,9%) besikt. 
Übrigens erweitert sich bei explosionsfähigen Gasgemischen das 
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