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Volume Nr. 24, 26. März 1926 Polizeiverordnung vom 22. Januar 1926 ... betrifft: Verkehr mit Mineralölen und Mineralölmischungen (Mineralöl-Verkehrs-Ordnung)

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1926 (Public Domain)

Mineralöldämpfe auch in einen oder mehrere Sammelbehälter 
führen, von wo aus der Austrikt ins Freie erfolgt. 
h) Die Entstehung von Über- und Unterdru>e, die die 
Betriebssicherheit der Anlagen gefährden können, muß durd) be- 
sondere Ventile oder durch Glyzerinverschlüsse sicher verhindert 
jein. 
i) Bei Erteilung der Lagerungserlaubnis kann gefordert 
werden, daß nach bestimmt festzusezenden Zeiten für die Gestat- 
tung des Weiterbetriebes der Nachweis erbracht wird, daß die 
Anlage noch die erforderliche Sicherheit bietet ; der Sachverstän- 
dige für diese Untersuchungen muß vom Gewerberaf aner- 
kannt haben. 
(2) Unterirdische Tanks. 
a) Der Tank muß allseitig 1 m, die Oberkante, des 
Doms mindestens 30 cm mit Erde überdet sein. Nebeneinan- 
der liegende Tanks müssen einen. Abstand von 40 cm vonein- 
ander haben. 
b) Der etwa vorhandene Einsteigeschacht ist mittels eines 
übergreifenden Dedels abzudecen. Dieser muß so stark sein, 
daß er den Einwirkungen des darüber hinweggehenden Verkehrs 
und eines dort etwa entstandenen Feuers sicher widersteht. 
c) Zum Sc<uße gegen Unrosten ist der Tank vor dem 
Eingraben mit einer wasserundurchlässigen, das Eisen nict an- 
greifenden Umhüllung = 3- B- aus mehrfachen Lagen von 
Steinfohlenteer (Gudron) und Jutegewebe = zu umgeben. Da 
diese Umhüllung den Tank gegen das Erdreich elektrisch isoliert, 
so ist eine sichere Erdung besonders herzustellen. 
d) Wegen der Fündamentierung und Herstellung der 
Tanks vgl. 0 (1) a). - 
Die - Dichtheit der unterirdischen Tanks und der mit: den 
Tanks verbundenen Zapfanlage ist durch Sachverständige, die 
vom Gewerberat anerkannt, sind, zu prüfen und zu bescheinigen. 
Die Druprobe der Tanks ist mit einem Überdru> von 2 At- 
mosphären auszuführen. Nach Fertigstellung der gesamten An- 
lage ist deren Dichtheit und ordnungsmäßige Bes-haffenheit durch 
einen vom Gewerberat anerkannten Sachverständigen festzustellen 
und zu bescheinigen. Der hierfür anzuwendende Probedruck muß 
den höchsten Betriebsdru> der Anlage um 1/, Atmosphäre überstei- 
gen, mindestens aber 1 Atmosphäre betragen. 
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