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Volume Nr. 24, 26. März 1926 Polizeiverordnung vom 22. Januar 1926 ... betrifft: Verkehr mit Mineralölen und Mineralölmischungen (Mineralöl-Verkehrs-Ordnung)

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1926 (Public Domain)

Sofern der Schuhstreifen nicht auf dem eigenen Gelände 
dec Unternehmers liegt, mnß dieser nachweisen, daß die Bebau- 
ung des außerhalb seines Geländes liegenden Teiles des Schuß- 
streifens für die Dauer des Bestehens des Lagerhofes durch 
rechtsgülfige Verträge oder in anderer Weise ausgeschlossen ist. 
Dies kann 3. B. der Fall sein, wenn der Schußstreifen ganz oder 
zum Teil auf Flüsse, Seen, Kanäle, Gleisanlagen oder Straßen 
sich erstredt. 
Scußstreifen dürfen keine Bauten von nicht feuerbestän- 
diger Bauart enthalten. Brandmauern von Gebäuden, aud 
freistehende Wände aus -unverbrennlichem Baustoff oder Erd- 
wälle oder Böschungen können den Schutstreifen ganz oder zum 
Teil ersetzen. 
(3) Der zur Lagerung der Mineralöle benutzte Teil des 
Lagerhofs muß entweder tiefer als das umliegende Gelände an- 
gelegt oder mit einem frästigen Erdwall mit befestigter Ober- 
fläche von mindestens 0,5 m Kronenbreite oder einer massiven, 
gut veranferten und gut gegründeten, gegen Flüssigkeitsdrus 
standfesten Nauer umgeben sein Der durc< die Tieferlegung 
der Lagersohle oder durc< die Umwallung gebildete Raum muß 
bei Lagerung in Fässern 75 v H. der größten zu lagernden 
Menge von Mineralölen, bei Aufstellung von 1 oder 2 Tanks 
75 v. H, bei 3 Tanks 70 v. H., bei 4 Tanks 60 v. H., bei 5 
oder mehr Tanks 50 v. H. des Fassungsvermögens aufzuneh- 
men imstande sein Sind auf einem Lagerhof neben den eigent- 
ligen Lagertanfs noc< Abfüll-, Misc<h- oder Klärtanks von we- 
sentlich geringerem. Fassungsvermögen (weniger als je 1000 Li- 
ter) vorhanden, so bleiben diese bei der Feststellung der Anzahl 
der Tanks. unberücfsichtigt. 
Das Fassungsvermögen einer zur Aufnahme von Mine- 
ralölen bestimmten Vertiefung darf für Mineralöle der Gefahr- 
klasse 1 nicht größer als etwa 20000 cbm, für sol<e der Klasse 
11 nicht-größer als etwa 40000 cbm sein. Werden Mineralöle 
der Gefahrklassen ! und 11 zusammen gelagert, so ist die Ge- 
samtmenge als solche der Gefahrklasse 1 in Ausaßtz zu bringen. 
(4) Werden innerhalb des umwallten oder vertieft ange- 
legten Teils der Anlage-Mineralöle in Schuppen gelagert, so 
müssen diese in allen Teilen, auch in der Bedachung, unver- 
brennlich, .die Fenster aus Drahtglas hergestellt sein. Für aus- 
giebige Lüftung ist zu sorgen. 
Die zur Lagerung der Mineralöle dienenden Erdgruüben, 
Schuppen oder Tanks dürfen nur dann unmittelbar in oder 
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