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Volume Nr. 102, 29. Dezember 1926 Polizeiverordnung vom 9. Dezember 1926 ... betrifft: Den Betrieb und den Verkehr in den Flughäfen Berlin-Tempelhof und BErlin-Staaken

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1926 (Public Domain)

S8 28 
5 Zs 
3 SU 
I 
Nach der Landung ist das Luftfahrzeug nach der neutra- 
len Zone zu rollen, wo es von den Beauftragten des Polizei- 
präsidenten (Flugverkehrsleitung) und des Luftfahrtunternehmens 
in Empfang zu nehmen und weiter zu leiten ist. Die Beauf- 
tragten des Polizeipräsidenten (Flugverkehrsleitung) haben auch 
für sachgemäßes Abrollen der Luftfahrzeuge zu sorgen. 
& 72, 
In der Flughafenzone ist, sofern nicht zwingende Gründe 
dagegen sprechen, allgemein in der Linkskurve zu fliegen. 
Jach dem Abflug und vor der Landung hat jedes Luft- 
fahrzeug eine volle Plaßrunde zu fiegen. 
Es ist verboten, im Fluge sich den Bauwerken des Luft- 
hafens unter 20 m Entfernung 3u nähern. 
* Ee 
Im Bereic) des Flughafens Berlin-Tempelhof sind 
Kunstflüge nur für besondere Luftfahrtveranstaltungen (vgl. 
8 11 des Luftverkehrsgesetßes vom 1. 8. 1922 RGBl. 1. S. 
681) gestattet. 
Im Bereich des Flughafens Berlin-Staaken dürfen Kunst- 
flüge während des Schulbetriebes nicht, im übrigen aber nur in 
einer Höhe von mehr als 200 m, über Gebäuden insbesondere 
über der Luftschiffhalle, nur in einer Höhe von mehr als 500 m 
ausgeführt werden. Das Kurven über der Westfront der Luft- 
schiffhalle ist, fals nicht eine besondere Notlage gegeben ist, 
verboten. 
IV. Straf- und Schlußbestimmungen«. 
8 31. 
Wer den Vorschriften dieser Polizeiverordnung zuwider- 
handelt, wird mit Geldstrafe bis zu 150 RM., im Falle des 
Unvermögens mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft.
	        
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