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Volume Nr. 99, 18. Dezember 1926 Vorschriften des MfHuG. vom 10. Juli 1902 über den Umfang der Befugnisse und Verpflichtungen sowie über den Geschäftsbetrieb der Versteigerer

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1926 (Public Domain)

sener Erfolg nicht zu erwarten ist; an einem geeigneten anderen 
Orte: Die Bekannkmachung der Bersfeigerung muß enthalten : 
a) die allgemeine Bezeichnung der zu verfieigernden Sachen; 
b) Ort und Zeit der Versteigerung ; 
c) die Ungabe, daß es si um einen Pfandverkauf 
handelt; 
d) den Namen und den Wohnort des Versteigerers. 
Die Namen des Pfandgläubigers und des Verpfänders 
sind wegzulassen. 
46. Hat der Pfandgläubiger die erforderlihe Andro- 
hung unterlafsen (Ziff. 43 Satz 1, Zeile 1), so ist sie durch den 
Versteigerer zu bewirken. | 
Bon dem Versteigerüngstermin sind, wenn es tunlich ist, 
der Eigentümer des Pfandes und die von dem Pfandgläubiger 
eiwa bezeichneten driffen Personen, denen Rechte am Pfande 
zustehen, durc< den Pfandgläubiger oder den Versteigerer beson- 
ders zu benachrichtigen ; die Benachrichtigung des Eigentümers 
kann mif der Androhung des Pfandverkaufs verbunden werden. 
47. Vor dem Beginne der Bersteigerung sind die zu ver- 
steigernden Sachen bereit zu stellen. Die Borschrift der Ziff. 36 
Abs. 2 findet Unwendung. 
48. Die Versieigerungsbedingungen müssen 
dem 8 1238 des Bürgerlichen Geseßbuche entsprechen ; verlangt 
der Pfandgläubiger die Versteigerung ünter anderen Bedingun- 
gen, so soll er darauf hingewiesen werden, daß er den daraus 
für den Eigentümer des Pfandes entstehenden Schaden zu ver- 
treten hat. 
49. Dem Auftraggeber und . dem Eigenfümer des 
Pfandes ist das Mitbieten zu gestatken. Das Gebot des -Eigen- 
tümers, desgleichen, wenn das Pfand für eine fremde Schuld 
haftef, das 'Gebof des Schüldners, ist, sofern ni<t der Auftrag- 
geber ein anderes bestimmk, zurückzuweisen, wenn nicht der ge- 
bofene. Betrag sogleich bar erlegt wird. Gold und Silbersac<hen 
dürfen nicht unter. dem Gold- oder Silberwerte zugeschlagen 
werden. 
- Wenn die Versteigerungsbedingungen nicht ein Anderes 
ergeben, oder der anwesende Aufkraggeber niht ein Anderes 
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