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Volume Nr. 99, 18. Dezember 1926 Vorschriften des MfHuG. vom 10. Juli 1902 über den Umfang der Befugnisse und Verpflichtungen sowie über den Geschäftsbetrieb der Versteigerer

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1926 (Public Domain)

um unter den Teilnehmern sodann zu gemeinsamen Vorteile ver- 
äußert zu werden, so hat er die an fol<en Verabredungen Be- 
teiligten, nötigenfalls mit pclizeilicher Hife, zu entfernen. Er 
kann die Versteigerung auc abbrechen. 
14. Die Versteigerungen dürfen in Wirtshäusern 
nur dann stattfinden, wenn ein anderer geeigneter Raum nicht 
vorhanden ist. Der Versteigerer hat darauf zu halten, daß 
während der Versteigerung geistige Getränke nicht unentgeltlich 
verabreicht werden und daß ein Mißbrauch geistiger Getränke 
nicht staktfindet. Betrunkene Personen dürfen zum Bieten nicht 
zugelassen werden. 
15. Das in Ziff. 6, 10 bis 14 hinfichtlic) der Verstei- 
gerungen Bestimmte gilt auch von den öffentlichen Verpachtun- 
gen an den Meistbietenden (111.) 
'16. Der Versteigerer darf die K 4 ufgelder nur mit 
ausdrücklicher Ermächtigung des Auftraggebers sk un den. Er 
darf auf die Kaufgelder dew Auftraggeber keine Bo rs<üsse 
gewähren, die Kaufgelderforderung nicht durc) Abtretung an 
sich bringen, auch keine Gewähr für den Eingang der Kauf- 
gelder übernehmen und sic) überhaupt nicht an den Geschäften 
beteiligen. 
Diese Bestimmung findet auf die Versteigerung von ge- 
brauchten Sachen, NachlaßsaHen und land- und forstwirtschaft- 
lichen Erzeugnissen feine Anwendung. 
17. Die Polizeibehörden und ihre Organe können von 
dem Geschäftsbetriebe der Bersfeigerer Kenntnis nehmen, 3u 
diesem Zwede die für den Gewerbebetrieb bestimmfen Räume 
jederzeit betreten und. dort die Geschäftsbücher, das Sammel- 
heft und die Niederschrift über die Versteigerung einsehen. Sie 
können auch verlangen, daß diese Bücher und Schriftstüde im 
Dienstraume der Polizeibehörde vorgelegt werden nnd daß ihnen 
über den Geschäftsbetrieb wahrheitsgeireue Auskunft erteilt 
wird. 
IL Sreiwillige Berfieigerung beweglicher Sachen 
' für Rechnung des Auftraggebers. 
A. Ullgemeine Porshrifien. 
18. Versteigerungen darf der Veisteigerer nur auf Grund 
eines s<riftlichen Auftrags Übernehmen. 
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