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Volume Nr. 99, 18. Dezember 1926 Vorschriften des MfHuG. vom 10. Juli 1902 über den Umfang der Befugnisse und Verpflichtungen sowie über den Geschäftsbetrieb der Versteigerer

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1926 (Public Domain)

Für“ ordnungsmäßige Führung -des Geschäftsbuchs ist der 
Versteigerer .auch dann persönlich. -perantworklich, - wenn er sie 
einem Dritten übertragen hat. “ Alle. Eintragungen müssen in 
deutscher Sprache und in deutschen oder lateinischen Schriftzeichen 
bewirkt werden. Es 
- > "Geschäftsbücher, die nicht mehr benußt werden sollen, 
sind“ unter Angabe des Datums abzuschließen, der Ortspolizei- 
behörde zur Bestätigung des Abschlusses vorzulegen und sodann 
zehn Jähre aufzubewahren. Nach dem Abschlüsse dürfen Ein- 
ftragungen“ nicht mehr gemacht werden. 
Dasselbe gilt, wenn der Geschäftsbetrieb eingestellt wird. 
-9:“ “Die Ortspolizeibehörde kann Versteigerern, welche 
Häundelsbü <h er oder Geschäftsbücher na d; fa ufmänni- 
scher Ark führen, die Führung des Geschäftsbuchs A erlassen, 
sofern aus den Büchern die im Muster A vorgeschriebenen An- 
gaben ersichtlich find. Die nach kaufmännischer Art geführten 
Bücher: müssen dauerhaft gebunden und mit fortlaufenden Sei- 
tenzahlen versehen sein ; im Übrigen finden auf sie die Bor- 
schriften unter Ziff. 7 Abs. 2, Ziff. 8 Abs. 2 bis 4 Unwendung. 
„3-40. Der Versteigerer hat über jeden Auftrag ein 5 am- 
melheft anzulegen und darin alle auf den Auftrag sic) be- 
ziehenden Schriftstüde, einschließlich der Niederschrift über die 
Versteigerung, nac< dem Datum des Einganges geordnet zu 
vereinigen: Das Sammelheft ist mit fortlaufenden Seiten- oder 
Blattzahlen zu versehen und- äußerlich mit der entsprechenden 
laufenden Nummer des Geschäftsbuchs, mit dem ITtamen und 
Wohnort des Auftraggebers, mit einer kurzen Bezeichnung der 
zur Versteigerung "bestimmten Gegenstände und der Angabe des 
Tages der Versteigerung zu versehen. Während der Versteige- 1:3 
rung muß das Sammeiheft zur Stelle sein. 
32“ Die Sammelhefte- sind zehn Jahre lang na< dem Ab- 
schlusse des Kalenderjahres, in welchem die Versteigerung statt- 
gefunden hat,“ vollständig "aufzubewahren. 
"114. - Die Versteigerung ist in ortsüblicher Weise (durc< 
Ausruf, Anschlag, Einrücken in die Zeitung) unter Berücfsichti- 
gung ihrer größeren oder geringeren Wichtigkeit bekannt. zu 
machen. . Die Bekanntmachung ist in dem Sammelhefte zu. ver- 
merken; war sie in öffentliche Blätter eingerüdt, so ist ein 
Abdru> in das Sammelheff einzufügen-
	        
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