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Volume Nr. 15, 23. Februar 1926 Verfügung vom 2. Februar 1926 ... betrifft: Regelung des Meldewesens für Durchgangs-, Wohn- Mütterheime

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1926 (Public Domain)

Dauergast feststeht, mit Vordru> a und b an- bezw. abzu- 
melden. 
b) Unternehmen, die überwiegend den Charakter als „Wohn- 
heime“ im Sinne einer dauernden Wohnungsgewäh- 
rung haben, die also vorwiegend ledigen Personen (3. B. 
Arbeiterinnen, Lehrlingen usw.)- sei es gegen Miete, sei es 
unentgeltlich, Wohnungsgelegenheit als deren ständige und 
normale Unterkunft gewähren. Hier hat ein für allemal 
An- und Abmeldung nach Bordrus a und b auf Gründ 
der 8 1 ff. zu erfolgen, auc< wenn ausnahmsweise eine 
Person nur vorübergehenden Aufenthalt in dem Heime 
nimmt. 
-) Unternehmen, die den Charafter als Müfferßeime haben 
und bestimmt sind, Frauen, die vor der Geburt siehen oder 
geboren haben, mit ihren Kindern vorübergehende Unterkunst 
zu gewähren. Mit den Leitern dieser Heime ist folgendes 
Verfahren zu vereinbaren : Die Heime führen ein Kran- 
fkenbuh4 nach Mußfier e der Meldepolizeiverordnung 
vom 26. Juli 1924 und kragen sämtliche werdendenden 
Mütter, Wöchnerinnen und Kinder in der Reihenfolge ihres 
Zuzugs ein. In Spalte 6 des Krankenbuchs isi gleichzeitig 
anzugeben, ob die Zuziehende an ihrem letzten Wohnort 
gemeldei ist, verneinenvenfalls wo sie sont eiwa zuletzt ge- 
meldet war. Das LÄranfenbuch ist nach jeder Eintragung 
unverzüglich dem Polizeirevier vorzulegen. Dieses prüft 
selbständig, ob es sich um eine Perjon handelt, die bereits 
jm Bereich des Orkspolizeibezirkts Berlin gemeldet ist. Ist 
dies der Fall, so vermerkt es im Krankenbuchy „Hier nicht 
meldepflichtig“. Alle übrigen Perjonen, die im sKrankenbuch 
verzeichnet sind, d. h. also solc<e, die nicht in Borlin gemel- 
det sind, die von außerhalb kommen oder wohnungslos 
waren, sind ordnungsmäßig mit 3 Bordrücken nunier Borla- 
ge der Abmeldebscheinigung der letßzien Wohnung, soweit 
jolche beigebracht werden kann, nach Muster a an- und 
beim Verlassen des Heims nach Muster v abzumelden. 
Es sieht nichts im Wege, wenn die Heime zu c) solchen 
Insassinnen, die nach vorstehenden Vorschristen nict melde- 
pflichtig sind, eine Bescheinigung mitgeben, daß und während 
welcher Zeit sic) die Betreffende im Heim aufgehalten habe 
und zufolge vorliegender Verfügung während dieser Zeit 
nicht meldepflichtig gewesen sei. 
Die Reviervorsteher werden ersucht, die einzelnen in
	        
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