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Volume Nr. 14, 19. Februar 1926 Verfügung vom 4. Februar 1926 ... betrifft: Anweisung für die Beaufsichtigung des Kraftfahrzeugverkehrs

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1926 (Public Domain)

Die Klangfarbe und Klangstärke der Warnungszeichen 
muß so beschaffen sein, daß im Gefahrenbereich 'befindliche Per- 
sonen gewarnt, im weiteren Umkreis befindliche Personen aber 
nicht belästigt werden. Die Benulßzung der Signalinstrumente 
zur Abgabe von anderen als Warnungszeichen, insbesondere 
von Rufzeichen innerhalb geschlosjener Ortsteile ist verboten. 
Damit können die Reviere nunmehr unmittelbar gegen 
das fortgesezte Huppen von Kraftfahrzeugen einschreiten, die sich 
lediglich freie Bahn verschaffen wollen oder von Fahrzeugen aus- 
gehen, die in Straßen halten und ihre Ankunft Hausbewohnern 
fund tun 
1V. Kennzeichen: 
Jedes unter die Verordnung fallende Kraftfahrzeug muß 
mit zwei polizeilichen Kennzeichen versehen sein. 
Auch die Kleinkrafträder müssen vom 1. März 1926 ab 
wieder ein polizeiliches Kennzeichen führen (fiche auch Ziffer XI1l 
unter Kleinkrafträder). 
Befreit von der Führung des Kennzeichens sind die 
Kraftfahrzeuge der Feuerwehr und der öffentlichen Straßenreini- 
gung jowie Zugmaschinen obne Güterladeraum bis 3,5 t'Eigen- 
gewicht bei einer Höchstges<windigkeit von 15 Klm. in der 
Stunde. 
Jedes Kennzeichen muß mit dem Dienststempel der Poli- 
zeibehörde versehen sein. Der Halter eines Kraftfahrzeuges ist 
verpflichtet, den Stempel, falls er unkenntlich wird, erneuern zu 
lassen. Befreit von dem Stempel auf dem Kennzeichen " sind 
lediglich diejenigen Kraftfahrzeuge, die sich zur Abstempelung 
auf dem Wege zur Polizeibehörde befinden. In diesem Falle 
muß der Führer einen Ausweis bei sic) führen. 
Das hintere Kennzeichen ist bei Dunkelheit und starkem 
Nebel so zu beleuchten, daß es deutlich erkennbar ist Die Be- 
leuchtungsvorrichtung des hinteren Kennzeichens kann so einge- 
richtet sein, daß das Licht auch vom Führersij aus ausge- 
schaltet werden darf In diesem Falle- müssen 'aber gleichzeitig 
sämtliche Laternen erlöschen 
Bei Prüfungsfahrten der Sachverständigen“ mit neuen 
Wagen und bei Probe-, Ein-, Vorführungs- und Überführungs- 
fahrten der Fabriken oder Händler müß das Fahrzeug mit einem 
sogenannien roten Probefahrtkennzeichen (8 35) in der. bisher 
gellenden Form versehen sein. Der Führer muß im Besiß 
einer Zulassungsbescheinigung sein, deren Farbe weiß ist. Auf
	        
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