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Volume Nr. 76, 28. September 1926 Erlaß des Ministers für Handel und Gewerbe vom 12. Mai 1920 ... betrifft: Vorschriften für den Gewerbebetrieb der Personen die fremde Rechtsangelegenheiten und bei Behörden wahrzunehmende Geschäfte besorgen oder die über Vermögensverhältnisse Auskunft erteilen

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1926 (Public Domain)

werbetreibenden zu ersehen sind. Sie sind fortlaufend 
mif Seiten- oder Blaktzahlen zu versehen. 
Auf dem Umsc<hlage der Handakien sind Name, 
Stand und Wohnung des Auftraggebers, der wesentliche 
Inhalt des Auftrags, der Wertgegenstand und die Ikum- 
mer des Geschäftsbuc<s anzugeben. 
In das Geschäftsbuch sind auch alle von dem Ge- 
werbetreibenden auf Grund des Geschäftsauffrags für 
den Auftraggeber oder sür einen Drikiel in Empfang ge- 
nommenen Gelder, Wertpapiere (Aktien, Gesellschaft5an- 
teile. Zinsscheine, Sche>s, Lose usw.), Wechsel-, Hypothe- 
ken-, Shald- und sonstige Urkunden, sowie andere Wert- 
gegenstände einzutragen. 
Die Einiragungen sind unmittelbar bei Empfang 
und bei Wiederausgabe zu bewirten. Gelder sind nach 
ihrem Gesamtbetrag anzugeben. Die Wertpapiere, Urkunden 
und sonstigen Wertgegenstände sind einzeln unfer Angabe 
des Geldwerts auf zuführen und so zu bezeichnen, daß 
sie won anderen gleichen Gegenständen unterschieden 
werden können. 
Die empfangenen Gelder, Wertpapiere, Wechsel-, 
Hypotheten-, Schuld- und anderen Urkunden sind in 
einem besonderen Behältnis aufzubewahren. Gibt der 
Gewerbetreibende dieselben einem Dritten in Berwah- 
rung, so ist dies unter Darlegung des Sachverhalts und 
unter Bezeichnung des Berwahrers in Spalie „Bemer- 
krngen“ zu vermerken. Der Gewerbetreibende hat hier- 
von den Auftraggeber sofort zu benachrichtigen. 
Für die ordnungsmäßige Führung des Geschäfts- 
buchs so wie der Handakten ist der Gewerbetreibende 
auch dann persönlich verantwortlich, wenn er sie einem 
Dritten übertragen hat. 
Geschäftsbüc<her, die nicht mehr benußt werden. 
sollen, sind unter Angäbe des Datums abzuschließen, der 
Ortspolizeibehörde zur Bestätigung des Abschlusses vorzu- 
legen und. zehn Jahre aufzubewahren. Nach dem Ab- 
schluß dürfen weitere Eintragungen in die Geschäfts- 
bücher nicht mehr gemacht werden. 
Jedes Scriftstüd, das der Gewerdetreibende in 
Berfolg eines Geschäftsauftrags :an Behörden oder Pri- 
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