Path:
Volume Nr. 78, 2. Oktober 1925 Verfügung vom 16. September 1925 ... betrifft: Invalidenversicherung

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1925 (Public Domain)

Bescheinigung des Bezirksvorstehers. Für die in 
Reichs- oder Staatsbetrieben Beschäftigten kann die 
Bescheinigung über die Krankheikszeit durch die vor- 
gesetzte Dienstbehörde ausgestellt werden. 
Die Reviere haben stets vor Eintragung der Krank- 
heitszeiten selbständig zu prüfen, ob diese anrech- 
nungsfähig sind. Hierbei ist im Einzelnen Folgendes 
zu beachten : 
1. Kranfkheikszeiten, die durc< Bescheinigungen der 
Krankenkassenvorstände, der Bezirksvorskeher usw., 
nachgewiesen werden (vergl. zu ec) sind nur . dann 
zu berücksichtigen, wenn die Bescheinigungen mit 
Datum, Stempel und Unterschrift versehen sind. 
Es sind nur solche Kranfheitszeiten einzutragen, 
die mindestens eine volle Beitragswo<e (Montag 
bis einsc<l. Sonnfag) gedauert haben. 
- Krankheiten, welche die Erkrankten sich vorsäßlich 
oder bei Begehung eines durch strafgerichtliches 
Urteil festgestellten Verbrechens oder durch schuld- 
hafte Beteiligung- bei Schlägereien zugezogen 
haben, sind nicht zu berüdsichtigen. 
Krankheitkszeiten von Personen, die sich, nachdem 
die Versicherungspflicht fortgefallen ist, freiwillig 
weitkerversichern, oder die vor Beginn der Krank- 
heit eine die Versicherungspfliht begründete Be- 
schäftigung überhaupt nicht oder nur vorüberge- 
hend -gehabt haben, sind nicht einzufragen. 
Ergibt sich, daß der Erkrankte dur; die Krank- 
heit nicht verhindert gewesen ist, seine die Ver- 
sicherungspfliht begründende Beschäftigung fort- 
zuseken (er hat also gearbeitet), oder sind für die 
Dauer der Krankheit wegen- Fortsezung des die 
Bersicherungspflicht begründenden Arbeits- 0 der 
Dienstverhältnisses Beitragsmarken entrichtet worden, 
so“ ist* die Eintragung abzulehnen. 
Wenn die Krankheit ununterbrochen über ein Jahr 
dauert, wird die weitere Dayer nicht eingetragen. 
Die an eine Krankheit si< anschließende, mit 
Arbeitsunfähigkeit verbundene Genesungszeit wird 
der Kranheik gleich geachtet. Dasselbe gilt für 
die Dauer von 8 Wochen bei einer Arbeitsunfähig- 
keit, die dur< Schwangerschaft oder ein regel- 
mäßig verlaufenes Wochenbett veranlaßt worden ist. 
14
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.