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Volume Nr. 65, 18. August 1925 Verfügung vom 16. Juli 1925 ... betrifft: Leichenpässe

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1925 (Public Domain)

polizeilicherseits mündlich aufzugeben, die 
Leiche der an einer der genannten Krank- 
heiten verstorbenen Person ohne vorheriges 
Waschen und Umkleiden in Tücher einzu- 
hüllen, die mit einer desinfizierenden Flüs- 
sigkeit (21/2%/5 Kresolseifenlösung, oder 39/5 
Karbolsäurelösung, oder '/15%/5 Zublimat- 
lösung) getränkt sind. Über die erfolgte 
vorschriftsmäßige Einsargung hat der mit 
der Einsargung Beauftragte in solchem 
Falle eine schriftliche eidesstattliche Versiche- 
rung dem Polizeirevier zu übergeben. 
zur Beförde- Eine Leiche, welche auf dem „Land- 
rung auf dem oder Wasserwege“ befördert werden soll, 
„Land- oder muß in einem Sarge eingeschlossen sein, 
Wasserweg“. der so gedichtet ist. daß jedes Durchsikern 
von Flüssigkeit verhindert wird. Der Sarg 
muß außerdem in einen dichten Kasten ein- 
geseßt sein. Im übrigen sind die Bestim- 
mungen der Bekanntmachung und der Po- 
lizeiverordnung betr. Einsargung und Be- 
erdigung von Leichen vom 8. Februar 
1908 -- Gen. 17. Il. a. M. 08. -- O. 111 
Gr A. - zu beachten: 
-) zur Beförde- Zur Beförderung mit der Eisenbahn 
rung mif der wird eine Leihe nur dann zugelassen, 
Eisenbahn. wenn sie in einem hinlänglich widerstands- 
fähigen, verlöteten Metallbehälter luftdicht 
eingeschlossen und dieser in einem hölzer- 
nen Behälter so fest eingefügt ist, daß jede 
Verschiebung des Zarges innerhalb der Um- 
hüllung verhindert wird. Metallbehälter, 
die am Kopfende der Leiche mit einer ein- 
gefitteten Glasscheibe versehen sind, werden 
zur Beförderung nicht zugelassen. Ein 
Holzsarg, der an der inneren Wand mit 
Zinkblech, etwa mittels Eisenstiften lediglich 
ausgekleidef ist, kann als ausreichend nicht 
angesehen werden. Der Boden des Sar- 
5es muß mit einer mindestens 5 cem 
hohen Schicht von Sägemehl, Holzkohlen-
	        
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