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Volume Nr. 60, 31. Juli 1925 Verfügung vom 16. Juli 1925 ... betrifft: Meldewesen

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1925 (Public Domain)

2.) bei Vorlegung einer Abmeldung der Ort, nac) dem 
die Abmeldung erfolgt ist, mit dem neuen Aufent- 
haltsort nicht übereinstimmt, 
3.) in der Abmeldung ein Ort, wohin die Abmeldung 
erfolgt ist, überhaupt nicht angegeben ist (3. B. auf 
Reisen, Wanderschaft, Schiffahrt usw.) 
Die Benachrichtigung ist stets an die Meldebehörde 
des leßten Wohnortes oder dauernden Aufenthalts- 
ortes zu richten, nicht etwa an die eines lezten vorüber- 
gehenden Aufenthalt5ortes, damit die Meldebehörde des 
letzten Wohn- oder dauernden Aufenthaltsortes stets zu- 
treffend unterrichtet bleibt. 
Die Benachrichtigung hat auf dem Postkartenvor- 
dru> Nr. 1426, aus dem eine besondere Spalte für die 
hier gemeldete Staatsangehörigkeit des Zuziehenden hand- 
schriftlich vorzusehen und auszufüllen ist, zu erfolgen. 
Auf die richtige Ausfüllung der Spalten sowie auf 
das Durchstreichen des Nichtzukreffenden ist größte Sorg- 
falt zu verwenden. 
Als dauernd ist der Aufenthalt des Zuziehenden 
anzusehen, wenn feststeht, daß er sich über einen längeren 
Zeitraum als 3 Monate erstre>en soll. In allen anderen 
Fällen ist der Aufenthalt als ein vorübergehender anzusehen 
und in der Benachrichtigung als solcher zu bezeichnen. 
Beim Zuzuge von Familien sind die Namen der 
Ehefrau und der Kinder nur dann neben den Namen 
des Familienoberhauptes mit aufzunehmen, wenn der 
Zuzug aus einem größeren Ort erfolgt oder Familienan- 
gehörige einen eigenen Beruf ausüben. 
7 Gehen von auswärts derartige Benachrichtigungen 
bei den Polizeirevieren ein, so ist, falls die betreffende 
Person hier noch gemeldet ist und es sich um einen dau- 
ernden auswärtigen Aufenthalt handelt, hinsichtlich der 
Personenblätter das Erforderlihe zu veranlassen. Ein 
vorübergehender auswärtiger Aufenthalt ist auf dem 
Personenblatt 1 nür kurz zu vermerken, eine Abmeldung 
in solhen Fällen jedo< nicht zu veranlassen (vgl. auch 
E. 114). 
Die bei den Polizeirevieren eingehenden Benach- 
richtigungen dieser Art sind in jedem Fall, erforderlichen- 
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