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Volume Nr. 60, 31. Juli 1925 Verfügung vom 16. Juli 1925 ... betrifft: Meldewesen

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1925 (Public Domain)

13)-Zu 8 49; 
Die öffentlichen Krankenanstalten haben nur ein 
Krankenbuch zu führen. Eine An- und Abmeldung 
der Krankengist nicht erforderlich. 
Den öffentlichen Krankenanstalten sind hinsichtlich 
der Befreiung von der Meldepfliht die gemein- 
nüßigen privafen Krankenanstalten gleich zu erach- 
ten. Anstalten der leßteren Art sind solche, deren 
Betrieb nicht auf Erwerb gerichtet ist. In Zweifels- 
fällen haben die Polizeireviere an das Polizeiamtk zu 
berichten, das nötigenfalls zu der Tagebuchnummer 
1015 P. 2. 24 meine Entscheidung herbeizuführen 
hat. 
'4) Alle eingehenden An- und Abmeldungen sind hin- 
sichtlich ihrer vollständigen, richtigen und deutlich les- 
baren Ausfüllung aller Spalten einer genauen Prü- 
fung zu unterziehen, gegebenenfalls sind die Meldun- 
gen zu berichtigen oder zu ergänzen. 
“ In der Spalte „Stand oder Gewerbe“ soll die 
Bezeichnung „Schweizer“ nac) Möglichkeit vermieden 
und durch die Berufsbezeichnung „Kuhmeister“, „Kuh- 
wärter“, „Melker“ oder „Stallgehilfe“ erseßf werden. 
Bei Kaufleuten ist darauf hinzuwirken, daß sie sich 
als selbständige Kaufleute oder als Angestellte be- 
zeichnen. 
Beim Zuzuge von Untermietern sind die Namen 
der Vermieter mit Blaustift zu unterstreichen. - 
Auf alle an das. EMA, einzusendenden Unmeldun- 
gen alleinstehender Minderjähriger sind, soweit mög- 
lich, die Personalien und der Wohnort oder Sterbe- 
- orf der Eltern aufzutragen. Bei Waisenkindern, die 
von den städtischen Bezirksjugendämtern in Pflege 
gegeben worden sind, sind die enksprechenden Fest- 
stellungen auf Grund der von den Jugendämtern 
ausgestellten und im Besiß der Pflegeeltern befind- 
lichen Legitimationskarten zu treffen. Sollen die Pfle- 
geeltern die Herkunft eines Kindes nicht erfahren, so 
werden die Personalien der Eltern usw. den Po- 
lizeirevieren von den Jugendämtern durc die Pfle- 
geelfern in einem verschlossenen Briefumschlag über- 
sandt. Bon den Pflegeeltern in dieser Hinsicht gefor- 
derte Ausfkünfte sind zu verweigern.
	        
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