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Volume Nr. 48, 19. Juni 1925 Verfügung vom 27. Mai 1925 ... betrifft: Privatmärkte

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1925 (Public Domain)

4. An den Sonn- und Festtagen isk (abgesehen von den 
beiden leßten Sonntagen vor Weihnachten, für welche alljähr- 
lich besondere Bestimmungen ergehen) der Handel verboten. 
. 5. Die für den gewerblihen und Handelsverkehr mit 
Nahrungs- und Genuzmitteln ergangene Polizeiverordnung vom 
12. 2. 19'3 findet sinngemäß auf Privatmärkte Anwendung. 
(Kein Mitbringen von Hunden)- ? 
11. In ordnungs-, sicherheits- und gesundheitspolizeilicher 
Beziehung sind an Privatmärkte, = sowohl an neuzuerrichtende 
wie an bereits bestehende =, grundsäßlich folgende Ansprüche 
als Mindestforderungen zu stellen : 
1) Der Marktplaß ist in vollem Umfange 3u pflastern. 
Für die Pflasterung können Kopfsteine, in Zement gelegte Ziegel- 
steine, deren Fugen sorgfältig mit Zement ausgegossen - werden 
müssen, Mosaif- oder Zementplatten verwendet werden. 
2) Zur Sicherung der Spülung des Platzes sind eine 
ausreichende Zahl von Hydranten anzubringen und. die erforder- 
liche Abwässerbeseitigung anzulegen oder andere geeignete Ein- 
richtungen zu treffen. 
3) Unmittelbar nach Beendigung eines jeden Marktes ist 
der Plaßz gründlich zu reinigen und zu spülen. Müll muß so- 
gleich nach der Reinigung des Plaßes abgefahren werden. 
4) Es ist eine ausreichende Zahl mit Wasserspülung und 
Waschvorrichtung versehener Bedürfnisanstalten (Aborte und 
Pissoirs) mit getrennten Einrichtungen für Männer und Frauen 
anzulegen. Ist in einzelnen Ortsteilen eine Kanalisation nicht 
vorhanden, so ist nach Anhörung und dem Vorschlage des Kreis5- 
medizinalrates zur Aufnahme der Fäkalien eine weitere Einrich- 
tung zu treffen, die den sanitätspolizeilichen Borschriftrn in jeder 
Hinsicht entspricht. Bon der Anlage besonderer Bedürfnisan- 
stalten kann ausnahmsweise abgesehen werden, wenn sich in 
unmittelbarer Nähe des in Betracht kommenden Marftplaßes für 
die Marktstandinhaber jederzeit zugängige und ausreichende 
Aborte und Pissoirs befinden. 
- 5) Bei Dunkelheit sind die Marktpläe während des 
Marttfbetriebes zu beleuchten. M -. 
Die Beleuchtung muß auch die Möglichkeit gewähren, 
das Abwiegen der Ware genau zu beobachten und die Beschaf- 
fenheit der Ware gut zu erfennen. . 
- Die Erleuchtung der. Buden, Schragen und anderen Ver- 
kaufsvorrichtungen darf nicht durc< freibrennende Lichter oder 
Lampen, sondern nur durch Laternen oder Lampen mit. Zylin- 
dern geschehen. Die Flammen müssen, vertikal gemessen, min-
	        
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