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Volume Nr. 39, 19. Mai 1925 Bestimmungen über die Anstellung und die Pflichten der Bezirksschornsteinfeger in Berlin vom 5. Mai 1925

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1925 (Public Domain)

IV. Pflichken der Bezirksschornskeinfeger, Kehrbuch. 
8.21. 
Der Bezirksschornsteinfeger muß, sofern nicht der Polizei- 
präsident eine Ausnahme gestattet, im Kehrbezirk wohnen. Der 
Polizeipräsident kann ihm die Anschaffung eines Fernsprechers 
vorschreiben. Jeden Wechsel der Wohnung hat er sofort dem 
Polizeipräsidenten anzuzeigen. 
8 22. 
Bei mehr als ac<ttägiger Abwesenheit aus dem Kehrbe- 
zirk muß sich der Bezirksschornsteinfeger bei dem Polizeiamtk ab- 
und wieder“anmelden. Er ist in jedem Falle verpflichtet, in ge- 
eigneter Weise dafür zu sorgen, daß Wünsche des Publikums 
auch während seiner Abwesenheit unverzüglich seinem Vertreter 
übermittelt werden. 
8 23. 
Der Bezirksschornsteinfeger ist verpflichtet, die polizeilich 
vorgeschriebenen Schornsteinreinigungen persönlich auszuführen 
oder sie unter seiner fortlaufenden Überwachung - dur< Gesellen 
und Lehrlinge ausführen zu lassen. Er hak sich mit dem Poli- 
zeiamt und, wenn der Kehrbezirk sic über mehr als einen Po- 
lizeiamtsbereich erstre>t, mit den verschiedenen Polizeiämtern sei- 
nes Kehrbezirks in geeigneter Fühlung zu halten. 
Auf Erfordern der zuständigen Behörde ist er ferner ver- 
pflichtet, der Feuerschau beizuwohnen, bei Schadensbränden in 
seinem Kehrbezirk Hilfe zu leisten und die Feuerungs- und 
Schornsteinanlagen in Neu- und Umbauten zu prüfen. Auch zur 
Begutachtung bestehender Anlagen dieser Art kann der Bezirks- 
sc<ornskeinfeger herangezogen werden. 
8 24. 
Der Kehrlohn für das Fegen und Ausbrennen der Schorn- 
steine darf nur vom Hauseigentümer oder Hausverwalter einge- 
fordert werden. 
Eine spezifizierte Rechnung ist von dem Bezirksschorn- 
steinfeger den Hauszeigenkümern bei der erstmaligen Einziehung 
der Gebühren in jedem Kalenderjahr vorzulegen, in der Folge- 
zeit nur dann, wenn eine Änderung der Taxe oder eine bauliche 
Beränderung im Gebäude es erfordern 
Rückständige Kehrlöhne werden, nachdem sie von dem 
Polizeiamt festgestellt sind, wie Gemeindeabgaben beigetrieben 
'Berordnung vom 15. November 1899, betreffend das Verwal- 
fungszwangsverfahren wegen Beitreibung von Geldbeträgen).
	        
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