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Volume Nr. 39, 19. Mai 1925 Bestimmungen über die Anstellung und die Pflichten der Bezirksschornsteinfeger in Berlin vom 5. Mai 1925

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1925 (Public Domain)

e) das Gesund heifszeugnis eines Kreismedizinälräts; 
für Bewerber, die im Kriegsdienst oder durch 
einen Betriebsunfall so beschädigt sind, daß sie 
die Kehrarbeiten nicht mehr verrichten können, ge- 
nügt die amtsärztliche Bescheinigung, daß sie im- 
stande sind, die Verrichtungen der Gesellen und 
Lehrlinge zu überwachen. Solche. Bewerber dür- 
fen aber nur in demjenigen Regierungsbezirk in 
die Bewerberliste aufgenommen werden, in dem 
sie die Meisterprüfung abgelegt haben. 
1) ein Führungszeugnis der Ortspolizeibehörden der 
Aufenthaltsorte der (lezten fünf Jahre. 
der Nachweis, daß der Bewerber innerhalb der leßten 
drei Jahre mindestens ein Jahr lang in Berlin ent- 
weder selbständig oder als Geselle im Schornsfeinfeger- 
handwerk tätig gewesen ist. 
In dem “Gesuch ist anzugeben, ob sich der Antragsteller 
um bestimmte Kehrbezirke oder um jeden freiwerdenden Kehr- 
bezirk in Berlin bewirbt. 
Vor der Eintragung in die Bewerberliste sind die Innung 
und der Gesellenausschuß zu hören. 
82. 
Die Bestimmungen des 8 1 Ahs. 2 und 4 gelten auch für 
angestellte Bezirksschornsteinfeger, die sich um anderere Kehrbe- 
zirke in Berlin bewerben wollen. Eine solche Bewerbung ist 
erst fünf Jahre nac< der Anstellung zulässig, sofern nicht der 
Polizeipräsident im Einzelfall aus Billigkeitsgründen eine frühere 
Bewerbung gestattet. Die Bewerbung ist zurückzuweisen, wenn 
Tatsachen vorliegen, welche ergeben, daß der Bezirksschornstein- 
feger seinen bisherigen Kehrbezirk nicht ordnungsmäßig verwal- 
tet hat. 
Bezirksschornsteinfeger, deren Anstellung auf. Grund des 
8 39 dieser Bestimmungen widerrufen ist, dürfen erst nach Ab- 
lauf von drei Jahren wieder in die Bewerberliste aufgenommen 
werden. Dies gilt jedoch nicht, wenn die Austellung wegen ver- 
änderter Kehrbezirkseinteilung widerrufen ist, oder wenn der 
Widerruf nicht auf einem Verschulden des Betroffenen beruht. 
| 8:3. 
Die zugelassenen Bewerbungen werden in die Bewerber- 
liste eingetragen. Den eingetragenen Bewerbern ist die Einsicht- 
nahme in die Liste gestattet. Dem Innungsvorstand. und dem 
Gesellenausschuß ist auf Erfordern eine Abschrift der Bewerber- 
liste zu erteilen.
	        
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