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Volume Nr. 33, 28. April 1925 Verfügung vom 17. März 1925 ... betrifft: Anweisung für die Polizeireviere in Paß- und Sichtvermerksangelegenheiten

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1925 (Public Domain)

im Revierbereich aufhält. Der Bericht des Reviers 
muß ausführlich sein und sich neben Personalan- 
gaben auf folgende Punkte erstre>en ? 
Hat der Ausländer Aufforderung zum Ver- 
lassen Deutschlands erhalten ? Ist er aus Preußen 
ausgewiesen ? Ist er im Besiß einer Aufenthalts- 
genehmigung ? Hat er Strafzeichen ? Läßt er 
Familienangehörige in Berlin zurück ? 
Zur Erlangung des Fragebogens zum 
Sichtvermerk ist das persönliche Erscheinen des 
Antragstellers im Revier erforderlich. Einwand- 
freien Ausländern, die im Besitz einer Aufenthalts- 
erlaubnis sind, kann das persönliche Erscheinen 
nachgelassen werden 
Falls der Hauptpaßstelle noch kein Licht- 
bild aus neuester Zeit vorliegt ist ein solches be- 
glaubigt dem Antrage beizufügen. Ehefrauen 
und Kinder unter 16 Jahren können auf den 
Fragebogen des Ehemanns aufgetragen werden. 
Zur Erlangung eines Sichtvermerks in 
Familienpässen genügt das Erscheinen eines 
Ehegatten oder Elternteils. Der Fragebogen ist 
dem Antragsteller in verschlossenem Briefumschlag 
mitzugeben. 
Personalaus- . Nidhtdeutschen Personen, die glaubhaft 
weise (Paß- machen, daß ihnen die Beschaffung eines Passes 
ersatz) nicht möglich oder aus besonderen Gründen nicht 
zuzumuten ist, können als Paßersaß Personalaus- 
weise ausgestellt werden. Als Antrag ist Bor- 
druck 157 zu verwenden. Dem Antrage sind zwei 
vom Revier beglaubigte Lichtbilder beizufügen. 
Zur Verlängerung oder Erneuerung des Paßer- 
satzes genügt ein Lichtbild. JZür jedes Familien- 
mitglied bedarf es eines Einzelantrages- 
Persönliches Erscheinen des Antragstellers 
zur unterschriftlichen Bollziehung des Vordru>s 
157 auf dem Revier und des Personalausweises 
in der Hauptpaßstelle ist unerläßlich. Bei Antrag- 
stellung ist die Borlegung der Aufenthaltserlaub- 
nis zu verlangen. Ist solche nicht vorhanden, so 
ist der Antragsteller anzuweisen, sofort schriftlich 
einen weiteren Antrag auf Erteilung der Aufent- 
haltserlaubnis an das Fremdenamt 3U richten.
	        
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