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Volume Nr. 3, 9. Januar 1925 Polizeiverordnung vom 12. Dezember 1924 ... betr. Verhütung von Tierquälereien beim Transport von Vieh und Geflügel

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1925 (Public Domain)

Ube Bir Zilg- - 40 
Der BHÖNTERDENE Tun: 
Eoifondur dunn m 11.5.0600 
Avbfkeilung 1. (O. 111) VEL «TZE Ver Schükpe" 
Gruppe 3 (Veterinärpolizei). Eino: 
Polizeiverordnung 
vom 12. Dezember 1924 I. 3. b. 156/24 
betr. Verhütung von Tierquälereien beim Trans- 
port von Vieh und Geflügel. 
Auf Grund der 88 5, 6 und 11 des Gesetzes über die 
Polizeiverwaltung vom 11. März 1850 (G. S. S. 265), der 88 
143 und 144 des Gesetzes über die allgemeine Landesverwal- 
tung vom 30. Juli 1883 (G. Ss. S. 195), des Gesetzes über die 
Bildung einer neuen Stadtgemeinde Berlin vom 27. April 1920 
(G. 5. 5. 123) und der Verordnung über Vermögensstrafen und 
Bußen vom 6. Februar 1924 (R. G. Bl. 5. 44) wird mit Zu- 
stimmung des Magistrats der Stadt Berlin folgendes angeordnet. 
8 1. Die mittelst Eisenbahn oder Fuhrwerks beförderten sowie 
die auf den Markt verbrachten oder dort befindlichen Kälber 
Schafe, Schweine und Ziegen dürfen nicht geknebelt oder ge- 
fesselt werden. 
S 2. Die zur Beförderung von genanntem Vieh und auch von 
Rindern benußten Wagen müssen so geräumig sein, daß 
die Tiere, ohne gepreßt oder geschnürt zu werden, neben- 
einander stehen oder liegen können. 
“ «- Geflügel jeder Art darf nur in Käfigen oder anderen luf- 
tigen Behältern die hinreichend geräumig sind, befördert 
werden. 
Der Transport in Säen ist unkersagt, ebenso das 
Zusammenbinden einzelner Tiere sowie das Tragen der- 
selben an den Füßen. 
Bei der Beförderung des Schlachtviehs durc< Tragen, Trei- 
ben oder Fahren ist jede rohe Behandlung der Tiere, ins- 
besondere das Heizen von maulkorblosen Hunden auf die- 
selben, heftiges Zerren an Leitkseilen, Prügeln mit Knütteln, 
Stoßen mit Fäusten und Füßen untersagt. Das Treiben 
der Rinder bei herabhängenden Seilen oder Striden ist
	        
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