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Volume Nr. 94, 19. Dezember 1924 Polizeiverordnung betreffend Zimmertaxen in Räumen, die der gewerblichen Fremdenbeherbung dienen

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1924 (Public Domain)

(Ordner 1V Bd. 1.) 
Gruppe A 2 (Gewerbepolizei.) 
Polizeiverordnung, 
betreffend Zimmertaxen in Räumen, die der ge- 
werblichen Fremdenbeherbergung dienen. 
Auf Grund der 88 5 und 6 des Gesetzes über die Poli- 
zeiverwaltung vom 11. März 1850 (G. 5. 5 265), der 88 143 
und 144 des Gesees über die allgemeine Landesverwaltung 
vom 30. Juli 1883 (G. 5. S. 195), des 8 33 des Gesetzes über 
die Bildung einer neuen Stadtgemeinde Berlin vom 27. April 
1920 (G. 5 5. 123), des 8 75 der Gewerbeordnung in der 
Fassung vom 26. Juli 1900 (R. G. Bl. 5. 871 und der Ber- 
ordnung der Reichsregierung vom 6. Februar 1924 (R. G. Bl. 
l. 5. 44/47) wird für den Ortspolizeibezirk Berlin mit Zustim- 
mung des Magistrats folgendes verordnet ; 
S1. 
Wer gewerbsmäßig Fremde beherbergt, hat in jedem 
Fremdenzimmer den Zimmerpreis einschließlich der Kosten für 
Bedienung, Heizung und Beleuchtung an sichtbarer Stelle und 
in deutlich lesbarer Schrift anzuschlagen. Der Aushang muß 
mit dem Datum versehen und von dem Betriebsinhaber mit 
seinem Namen unterzeichnet sein. 
- Andie Stelle des Zimmeraushanges kann auch eine 
Schlüsselfarte treten. Diese muß alle für den Zimmeraushang 
vorgeschenen Angaben enthalten und dem Fremden spätestens 
heim Betreten des ihm zugewiesenen Zimmers ausgehändigt 
werden. 
SE | 
Außer dem Zimmeraushang ist ein- Generalverzeichnis 
sämtlicher vorhandenen Fremdenzimmer unter Angabe der Zim- 
merpreise einschließlich der Kosten für Bedienung, Heizung und 
Beleuchtung zu führen, das den Beawten der Polizei auf Ver- 
langen vorzulegen ist. Das Generalverzeihnis muß mit den 
Zimmeraushängen bezw. Schlüsselkarten stets übereinstimmen.
	        
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