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Volume Nr. 71, 23. September 1924 Polizeiliche Tätigkeit und Berichterstattung bei Bränden

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1924 (Public Domain)

ist sie zweifelhaft, so ist die Frage „gemutmaßt“ und ist die 
Ursache nicht festzustellen, so ist „umermittelt“ zu unter- 
streichen. 
Bei Brandstiftungen, die eingehend zu behandeln sind, ist 
anzugeben, ob sie durc< den Besitzer oder Angehörige von 
ihm oder sonstige Personen mit oder ohne Einverständnis 
des Besikers verursacht wurden. 
Die Schäßung des Schadens hat mit besonderer Sorgfalt 
zu geschehen. Es ist der wirklich entstandene Schaden, nicht 
aber die Versicherungssumme, und bei Bränden, wo mtr ein 
Teil des Eigentums beschädigt wurde, auch nur dieser Teil 
einzusezen. Beim Ausfüllen der Frage 7a ist der versicherte 
und unversicherte Schaden getrennt anzugeben, ebenso ist der 
unversicherte Gebäudeschaden kenntlich zu machen. 
. Die Frage 7 ist dahim zu verstehen, daß die nur wirklich 
vom Brande betroffenen Haushaltungen einzutragen find. 
Die Zählkarten dürfen nicht gebrochen, zusammengefaltet 
oder beschnitten werden. 
Die Ziffern 64 und 7c des Brandzählkartenformulars 
sind, wenn angängig, ebenfalls von den Revieren auszu- 
füllen. Zst die Entschädigungssumme bet Absendung der 
Zählkarte noc<h nicht bekannt, jo hat die Abteilung IV die 
erforderliche Feststellung nachzuholen. 
Die Zählbarten sind. vom Reviervorstand oder dessen Ver- 
treter zu unterzeichnen und der Dienststempel de3 Reviers 
links von der Unterschrift beizudrücen. 
Zu den erforderlichen Jeststellungen ist, falls sie sich wegen 
ver anderwärt3 gelegenen Wohnung des Hauseigentümers 
1(w. nicht erschöpfend im eigenen Revier treffen lassen, die 
Hilffe de3 zuständigen Reviers in Anspruch zu nehmen. Eben- 
so sind die von der Abteilung IV etwa noch zur vollständigen 
Ausfüllung der Zählkarten gestellten Erjuchen sorgfältig und 
erschöpfend zu erledigen. 
9. Brandanzeigen. 
a) andie Kriminalpolizei. 
Nach der allgemeinen Verfügung des Justizministers und 
des Ministex3 des Innern: vom 30. März 1912, betreffend 
die geschäftliche Behandlung von Brandsachen, haben die 
Polizeibehörden die von ihne Über Brände aufgenommenen 
Verbandlungen unverzüglich der Staatganwaltschaft zu Über- 
senden, UNd zwar:
	        
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