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Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1924 (Public Domain)

sofern kein Fremdenbuch geführt wird, unter Voxr- 
lage zweier Anmeldungen nach Muster ec (8 15), von 
denen mindestens eine vom Reisenden oder Frenden 
persönlich ausgefüllt werden muß. 
Die polizeiliche Abmeldung der aufgenommenen Fremden 
und Reisenden ist nicht erforderlich. Der Tag der Abreise 
und der Ort, wohin die Abreise erfolgt, sind jedoch im 
Fremdenbuch bzw. auf der Ausfertigung der Anmeldung 
die in der Kartenblättersammlung bei dem Gastwirt usw. 
verbleibt (vergl. 8 16 Abs. 2) zu vermerken. 
III. Meldung von Krankenhäusern und Anstalten, 
S 18. 
Die Leiter privater Krankenhäuser, Sanatorien, 
Kliniken, Entbindungs-, Jrren-, Heil- und Bewahranstalten 
jowie deren beauftragte Vertreter sind verpflichtet, den Zu- 
und Abgang jeder in die Anstalt aufgenommenen Person 
auf je einem Stü unter vollständiger, richtiger und deut- 
licher Ausfüllung aller Spalten spätestens am dritten Tage 
nach. dem Zu- oder Abgang auf dem zuständigen Polizei- 
revier zu melden. 
Ein weiteres Stück der Meldung rann zwe>s Erlangung 
'des Nachweises über die erfolgte Meldung zur Abstempelung 
vorgelegt werden. 
Der Meldepfliht unterworfen sinv alle zu- und ab- 
gehenden Personen und deren Begleiter ohne Unterschied, 
ob sie von außerhalb cder aus Berlin konmen, ob sie ihre 
Wohnung beibehalten oder niht. Auch die von Behörden 
zur Beobachtung überwiesenen Personen sind zu melden. 
Die Meldungen sind auf Muster a und b zu erstatten 
8 19: 
Die Anstalten sind verpflichtet, neben den Meldungen 
ein Buc< nac< Muster e zu führen, welches auf Verlangen 
dem Beamten "der Polizei jederzeit vorzulegen ist. Ein 
gleiches Buch haben die öffentlichen Krankenhäuser usw. zu 
führen; für die Führung sind die Anstaltsleiter verant- 
wortlich. 
IV. Strafbestimmungen. 
8 20. 
„Sofern nicht nach den allgemeinen Strafgesezen höhere 
Strafen verwirkt werden, unterliegen Zuwiderhandlungen 
gegen die vorstehende Verordnung einer Geldstrafe bis zu 
150 Goldmark, an deren Stelle im Unvermögens8falle eine
	        
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