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Volume Nr. 57, 22. Juli 1924 Hoch- und Untergrundbahnen in der Stadtgemeinde Berlin

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1924 (Public Domain)

Personen, die die Ordnung des Bahnverkehrs stören, den 
Anstand verletzen, durc< eine ekelerregende Krankheit, durch 
unreinliches Aeußeres' oder aus anderen Gründen die Fahrgäste 
belästigen könnten, sowie trunfene Personen können von dem 
Aufenthalt auf den Bahnhöfen und von ver Mit- oder Weiter- 
fahrt ausgeschlossen und zum sofortigen Verlassen des. .Bahn- 
gebietes angebalten werden. 
5.09. 
Das Rauchen ist in allen Abteilen verboten, welche nicht 
ausdrücklich als Raucherabteile bezeichnet sind. Auch dürfen die 
zum Rauchen nicht freigegebenen Abteile mit brennenden 
Zigarren, Zigaretten oder Tabakspfeifen nicht betreten werden 
536. 
Hunde bis zu 40 cm Schulterhöhe werden zur Beförderung 
zugelassen ; sie müssen kurz an der Leine geführt oder getragen 
und während der Fahrt auf dem Schoße gehalten werden. 
Von größeren Hunden sind zur Mitnahme nur Polizei- 
Führer- und Jagdhunde in Begleitung von Polizeibeamten, 
Blinden und Jägern zugelassen, und zwar nur in der II. Klasse 
Alle Hunde müssen mit einem beißsicheren Maulkorb ver: 
sehen sein, dürfen nicht auf den Sitpläßen untergebracht 
werden und sind von der Beförderung oder Weiterfahrt aus- 
zus<hließen, wenn Personen durch sie belästigt werden. 
87: 
Gepäcstü>e ' dürfen. nur mitgenommen werden, soweit 
sie nicht dur; Umfang, Beschaffenheit, üblen Geruch. ode1 
Unsauberkeit die Fahrgäste belästigen oder schädigen können. 
Scharfe und spitze Gegenstände (z. B. auch bervorstehende 
Hutnadeln) müssen durch Einhüllen unschädlich gemacht werden. 
Ausgeshlossen von der Mitnahme sind alle Gegenstände, 
dur< welche die Fahrgäste gefährdet werden können, ins: 
besondere feuergefährliche und leiht entzündbare Stoffe, 
Schießpulver, geladene Schußwaffen und dergl. Nur Jägern 
und im öffentlichen Dienst stehenden Beamten ist die Mitnahme 
von Handmunition gestattet. Der Lauf. eines mitgeführten 
Gewehres muß nach oben gerichtet sein. 
Die Bediensteten sind berechtigt, sich von der zulässigen 
Beschaffenheit der mitgenommenen Gegenstände zu überzeugen. 
- Gepädstüde dürfen nicht auf den Sißen untergebracht oder 
jo in den Gängen oder an den Türen der Wagen niedergelegt 
werden, daß sie den freien Durchgang behindern.
	        
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