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Volume Nr. 55, 8. Juli 1924 Mitwirkung von Kindern bei Filmaufnahmen

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1924 (Public Domain)

An der Außenseite der Türen der für die Kinder be- 
timmten Räume 'ist folgende Aufschrift deutli< anzu- 
bringen: „Kinderzimmer! Zutritt polizeilich verbdten!“ 
Die Garderoben der Kinder müssen nach Geschlechtern 
getrennt sein. 
-In dem Aufenthaltsraum muß ein Tisch und für jedes 
Find mindestens ein Stuhl vorhanden sein. 
Bei Aufnahmen unter freiem Himmel sind entsprechende 
Vorkehrungen zu treffen, um die Kinder von den Er- 
wachsenen getrennt zu halten. 
Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß die Kinder 
in den für sie bestimmten Räumen angemessen "verpflegt 
werden. 
Der Unternehmer hat für dauernde Beaufsichtigung der 
Kinder durch eine geeignete Persönlichkeit Sorge zu tragen. 
„Werden zehn oder mehr Kinder beschäftigt, so ist die 
Beaufsichtigung während der Arbeitöbereitschaft und 
während der Pausen einer behördlich anerkannten Jugend- 
vflegeperson zu übertragen. 
8 6. 
Bei Aufnahmen, bei denen Kinder mitwirken, dürfen 
nur mit Mattglas verglaste" Lampen oder Quedsilberdampf- 
lampen Verwendung finden. Die Beoleuchtungsdauer darf 
zehn Minuten nicht überschreiten. 
87. 
Den zur Beaufsichtigung zuständigen Beamten der 
Polizei: und der Gewerbeaufsicht ist jederzeit Zutritt zu 
jämtlichen Anlagen des Unternehmens zu gewähren. 
8 8. 
Wer diesen Vorschriften zuwiderhandelt oder wer die 
bei Erteilung der Erlaubnis gestellien Bedingungen außer 
acht läßt, wird mit einer Geldstrafe bis zu 150 Goldmark 
und im Unvermögensfalle mit Haft bis zu 14 Tagen 
bestraft. 
Berlin, den 30. Juni 1924. 
Der Polizeipräsident. 
Richter.
	        
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