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Volume Nr. 33, 14. April 1924 Polizeiverordnung vom 11. März 1924 ... betrifft: Das Naturschutzgebiet Pfaueninsel

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1924 (Public Domain)

Gruppe I (Feld-, Forst-, Jagd- und Fischereipolizei sowie Naturschuß) 
Polizeiverordnung vom 11. März 1928. 
-- Allg. 18. I] 8. 24. =- 
Betrifft: Das Naturschußgebiet Pfaueninsel. 
Auf Grund der 88 5 und 6 des Geseßes vom 11. März 1850 über die 
Polizeiverwaltung (G. S. S. 265), der 88 143 und 144 des Gesetzes vom 
30. Juli 1883 über die allgemeine Landesperwaltung (G. S. S. 195), des 
8 34 des Feld- und Forstpolizeigesezes vom 1. April 1880 in der Fassung 
des Gesetzes vom 8. Zuli 1920 (G. S. S. 437), der Ausführungbanweisung 
vom 30. Dezember 1920 zu diesem Gesetz (Deutscher Neichs- und Preußischer 
Staatsanzeiger Nr. 1 vom 3. Januar 1921) und des Erlasses der Minister für 
Wissens<haft, Kunst und Volksbildung und für Landwirtschaft, Domänen und 
Forsten vom 28. Februar 1924, betreffend das Naturschußgebiet Pfaueninsel, 
tählatt für den Negierungsbezirk Potsdam und die Stadt Berlin S. 111, 
Verordnung über Vermögenöstrafen und Bußen vom 6. Februar 1924 
(R. G. Bl. S. 44) sowie des Gesetzes über die Bildung einer neuen Stadt- 
gemeinde Berlin vom 27. April 1920 (G. S. S. 123) wird mit Zustimmung 
"' Magistrats von Berlin für das Naturschutgebiet Pfaueninsel folgende 
Polizeiverordnung erlassen: 81 
Innerhalb des Naturschußgebiets ist das Roden von Bäumen und das 
Ausgraben, Ausreißen, Abreißen oder Abschneiden von Sträuchern unt 
Pflanzen, besonders auch dasßPflücken von Blumen sowie Blüten oder Laub- 
zweigen der Bäume und Sträucher verboten. Auf die Nutzung von Bäumen, 
Sträuchern und Pflanzen durc< die Nutungöberechtigten findet dieses Verbot 
feine Anwendung. 82 
Es ist untersagt, innerhalb des Naturschußgebiets frei lebenden Tieren 
nachzustellen, sie mutwillig zu beunruhigen, zu ihrem Fang geeignete Vor- 
richtungen anzubringen, sie zu fangen oder zu töten. Auch ist verboten, Gier, 
Nester und sonstige Brutstätten von Vögeln fortzunehmen oder sie zu be- 
schädigen. Insbesondere ist untersagt, Insekten in ihren verschiedenen Ent- 
widlungszuständen zu töten oder sie einzutragen. Auf die notwendigen Maß- 
nahmen der Verfügungsberechtigten gegen Kulturschädlinge sowie auf die 
Abwebr blutfaugender oder sonst lästiger Insekten bezieht sich dieses Verbot nicht, 
873. 
Das Befahren der Ufergewässer innerhalb des Silfgürtels, das Baden, 
Angeln und Fischen sowie das Anlegen außerhalb der Fäbranlegestelle isl
	        
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