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Volume Nr. 135, 3. November 1922 Abänderung der Heilgehilfenordnung vom 11. April 1903 in der Fassung der Abänderungsverordnung vom 15. September 1922

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1922 (Public Domain)

Bekanntmachung. 
Abänderung der Heilgehilfenordnung vom 11. April 1903 
in der Fassung der Abänderungsverordnung vom 
15. September 1922. 
Die Gebührensäte der Heilgehilfenordnung für den Ort5- 
polizeibezirk Berlin werden hierdurch mit Wirkung vom 
15. September 1922 ab wie folgt erhöht: 
L. Allgemeine Verrichtungen. 
Die in den nachstehenden Nummern bezeichneten 
Leistungen unterliegen folgenden Gebührensäthen: | 
1. Für jeden vom Arzte angeordneten oder vom 
Kranken gewünschien Besuch, sofern nicht eine 
der Bestimmungen unter 11, 2, 1-20, einen 
höheren Saß angibt, je nach Zeitdauer . - - 20--60 
jedoch nicht mehr für die Stunde am Tage jals 30---50 
und in der Nacht . . - 60--100 
2. Für jede Beratung in der Wohnung des Heil- 
gehilfen die Hälfte dieser Säte. 
„ Für Fahrgeld stehen dem Heilgehilfen nur in 
nachweisbar eiligen Fällen und wenn keine 
billigere Fahrgelegenheit erreichbar ist, die 
tatsählic) aufgewendeten Auslagen für 
Droschke zu, für Eisenbahnfahrt die Ber- 
gütung der Fahrkosten 3. Klasse. 
Im übrigen können bei Bemessung der Fovde= 
rung für allgemeine over spezielle Verrich- 
tungen, falls nicht nach Punkt 3 besondere Ge- 
bühren erhoben werden, für Straßenbahn- 
und ähnliche Fahrten in Zuschlag gebracht 
werden die tatsächlich entstandenen Ausgaben. 
3. Sind mehrere zu einer Familie und in der- 
selben Wohnung befindliche Kranke gleichzeitig 
zu behandeln, so ermäßigt sich der Gebühren- 
faß für die zweite und jede folgende Person 
auf die Hälfte der Sätze zu 1 und 2. ; 
3. Bei längerex Inanspruchnahme der Heil- 
gehilfen, wie zur Krankenpflege am Tage pro 
Stunde . . . . 30-40 
des Nachts pro Stunde . 45-75 
Als Nachtzeit gelten die Stunden von 8 Uhr 
abend8 bis 8 Uhr früh.
	        
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