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Volume Nr. 118, 3. Oktober 1922 Verordnung über den Verkehr mit Milch seitens der Kuhhalter in Berlin

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1922 (Public Domain)

Ausführungsbestimmungen 
zu der Verordnung des Magistrats über den Verkehr mit Milch 
seitens der Kuhhalter in Berlin. 
Zu 8 2 
1. Anmeldebeschluß für die Annahme der Karten seitens der Kuhhalter ist der 24. eines 
jeden Monats. Die Anmeldeabschnitte müssen bis zum 26. jeden Monats im Besitz des 
Magistrats =- Milchwirts<haftsbetrieb -- (Alt Moabit 103) sein. (Über die Art der Ein- 
sendung vergleiche die Bestimmungen zu 8 5.) Melden sich bei einem Kuhhalter Karten- 
kunden überhaupt nicht, so hat er eine entsprechende Anzeige zu erstatten. Nachanmeldungen 
müssen jederzeit, also auch nach vem 26. jeden Monats, angenommen werden. 
9. Die tägliche Milchverkaufszeit für Kartenmilh muß mindestens je eine Stunde 
des Morgens und des Abends betragen. Sie muß in der Zeit von 7-9 Uhr mergens und 
von 5-7 Uhr abends liegen. Die Verkaufszeit ist von dem Kuhbalter selbst zu bestimmen, 
ße muß jedoch täglich zur gleichen Zeit liegen und ist durc) Aushang im Verkaufsraum dem 
Publikum sichtbar bekanntzugeben. Vordrucke zum Aushang (die gegebenenfalls handschriftlich 
zu ändern sind) werden vom Magistrat =- Milchwirtschaftsbetrieb =, Abteilung Abmelk 
wirtschaften, auf Antrag zur Verfügung gestellt. 
Zu 8 3. 
Die Genehmigung zur Abgabe von Mil< an Wiederverkäufer ist vom Kuhhalter 
schriftli< einzuholen. 
Zu 8 4. 
Die Preise werden im Gemeindeblatt veröffentlicht und, soweit tunli<, auch an den 
Anschlagsäulen, im lokalen Teil der Presse und in der Verbandszeitschrift „Die städtische 
Molkerei“ bekanntgegeben. 
Zu 8 5. 
1. Das Milchblatt enthält neben der Angabe des Betriebes und der Schlußversicherung 
folgende Spalten, die von dem Kuhhalter wahrheitsgemäß für den 1., 11. und 21. jeden 
Monats auszufüllen sind: Monatsbezeichnung, Stichtag, jeweilige Kuhzahl, Tagesgemelke, 
Eigenbedarf für die Wirtschaft des Kuhhalters, Menge der an Kartenkunden abgegebenen 
nnd der auf Bezugöschein an Ausgleichsstellen usw. gelieferten Milch, offene Spalten für 
besondere Zwecke (z. B. Abgabe an Wiederverkäufer). Das Milchblatt wird vom Milch- 
wirtsc<haftsbetrieb kostenlos geliefert. 
9. Das Milchblatt ist zusammen mit den Anmeldekartenabs<nitten oder der Fehl- 
anzeige (vergl. die Ausführungsbestimmungen zu 8 2) spätestens bis zum 26. eines jeden Monats 
dem Magistrat =- Mil<wirtschaftsbetrieb =, Abteilung Abmelkwirtschaften, einzureichen. 
3. Die Einsendung der Milchblätter hat, wie vie der Anmeldekartenabshnitte, in der 
Weise zu erfolgen, daß sie entweder bei den zuständigen Ausgleichöstellen oder bei der zuständigen 
Brotkommission abgegeben werden. Soweit in einem Ortsteil weder eine Ausgleichsstelle 
no< eine Brotkommission besteht, sind die „ilchblätter (und Kartenabschnitte bezw. Fehl- 
anzeige) bei der zuständigen Ortsamtöstelle oder bei dem zuständigen Bezirksamt zur Weiter- 
gabe an den Magistrat = Milchwirtschaftsbetrieb =- einzuliefern. 
Sofern ein Kuhhalter von keinex dieser Einlieferungsmöglichkeit Gebrauch macht, 
hat die Uebermittlung an den Magistrat = Milchwirts<aftsbetrieb =, Abteilung Abmelk- 
wirtschaften, lastenfrei zu erfolgen. 
| 4. Die städtischen Kontrollbeamten und Probenehmer, welche mit einem Answeis ver- 
jehen sind, sind berechtigt, jederzeit die Stallungen, ven Milc<haufbewahrungsraum und den 
Verkaufsraum zu betreten; für ungehinderten Zutritt ist, besonders des Morgens, unbedingt 
Sorge zu tragen. Xür den Fall seiner Abwesenheit hat der Kuhhalter einen Vertreter zu bestellen.
	        
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