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Volume Nr. 31, 24.02.1922

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1922 (Public Domain)

b) nach dem Auslande eines Zeugnisses des zu- 
ständigen beamteten Arztes (Gerichts- oder Kreis- 
medizinalrate8) oder seines Stellvertreters und bei 
Personen, die in Heeresversorgungsanstalten ver- 
storben sind, der Chefärzte derselben sowie der 
leitenden Aerzte derselben, welche nicht den Titel 
„Chefarzt“ führen, im übrigen aber die Leitung 
der betr. Anstalt in gleicher Weise wie die Chefärzte 
ausüben. Inhalt der Bescheinigung wie unter a 
angegeben. Zuständig ist in diesen Fällen der- 
jenige Gericht3- oder Kreismedizinalrat, in dessen 
Bezirk die Leiche sich zur Zeit der Anforderung der 
Bescheinigung befindet und, im Falle dieser ver- 
hindert oder rechtzeitig nicht auffindbar ist, einer 
der näcstwohnenden Gerichts- oder Kreis- 
medizinalräte. 
Das erforderlihe Zeugnis hat der Antrag- 
steller auf feine Kosten zu beschaffen. Die Be- 
scheinigung selbst ist stempelfrei. 
VI. Der Leichenpaß wird nur erteilt nac< erfolgter 
vorschriftsmäßiger Einsargung, deren Kontrolle dur<h einen 
Beamten des Polizeireviers zu erfolgen hat. Die Ein- 
sargung ist erst nach Ablauf von dreimal 24 Stunden nach 
erfolgtem Tode zu gestatten, falls nicht ein in Deutschland 
approbierter Arzt eine frühere Einsargung als zulässig 
erklärt hat. 
Eine Leiche, welche mittels Fuhrwerks auf dem Land- 
wege befördext werden soll, muß in einem Sarge ein- 
ges<lossen sein, der so gedichtet ist, daß jedes Durchsikern von 
Flüssigkeit verhindert wird. Der Sarg muß außerdem in 
einem dichten Kasten eingesebt sein. Im Uebrigen sind die 
Bestimmungen der Bekanntmachung, betr. Einsargung und 
Beerdigung von Leichen vom 8. Februar 1908 -- Gen. 17, I]. 
a. M. 08 -- O. II. Gr. A. - zu beachten. 
* Zur Befördexung mit der Eisenbahn wird eine Leiche 
nur dann zugelassen, wenn sie in einem hinlänglich wider- 
standsfähigen, verlöteten Metallbehälter luftdicht einge- 
schlossen und dieser in einem hölzernen Behälter so fest ein- 
gefügt ist, daß jede Verschiebung des Sarges innerhalb der 
Umhüllung verhindert wird. Metallbehälter, die am Kopf- 
ende der Leiche mit einer eingekitteten Glasscheibe versehen 
sind, werden zur Beförderung nicht zugelassen. Ein Holz- 
sarg, der an der inneren Wand mit Zinkblech, etwa mittels 
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