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Volume Nr. 143, 23. November 1922 Verordnung über Abgabe von Mehl durch den Magistrat an Bäcker und Händler

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1922 (Public Domain)

stehen, daxf von ihnen feinen Gebrauch machen und hat sie der zu- 
ständigen Brotkonmission unverzüglich abzuliefern. Der Haushalts- 
vorstand ist verpflichtet, den von ihm nicht unterhaltenen Haushalts- 
mitgliedern auf Verlangen ihre Brotkarten auszuhändigen. 
Zum Empfang der Brotkarten ist nuc berechtigt, wer in Berlin poli- 
zeilich gemeldet ist und nicht von anderer Stelle Brotkarten bezieht. 
84. 
Jede Brotkarte enthält Abschnitte, die über ein bestimmtes Gewicht 
Gebäc> oder Mehl lauten; der Gewichtswert kann durch den Magistrat 
oder das Ernährungzamt der Stadt Berlin abweichend. vom. Aufdruck 
festgesebt werden. Soweit Abschnitte über unbestimmte Mengen lauten, 
erfolgt die Bestimmung des 'Gewichtswerts dur< das Ernährungsamt. 
85. 
Bei der Entnahme von Brot oder Mehl hat der Inhaber die Brot- 
karten vorzulegen. Der Veräußerer hat die Abschnitte, die der ver- 
äußerten Gewichtsmenge entsprechen, abzutrennen. und an sich zu 
nehmen. 
Brot darf nur wach Gewicht und nur in Gewichtsmengen abgegeben 
werden, die durch 50 teilbar sind. 
Mehl darf nur gegen Abtrennung der Mehlabschnitte der Brotkarte 
abgegeben werden. 276 
Die Abgabe von Brot an Verbraucher gegen. Barzahlung darf in 
der Gewihtsmenge von 50 g und im Vielfachen von 509 g nicht ver- 
weigert werden. Die Austeilung von Vorzugsscheinen und die Annahme 
von Vorausbestellungen ist unzulässig. 
87. 
Brot darf nur in den jeweils vom Magistrat festgesehten Gewichts- 
mengen hergestellt werden. Großbrot ist mit einem K zu bezeichnen. | 
Gebä> darf nur abgegeben und entnommen werden, wenn es den 
Vorschriften des Absatz 1 entspricht. Dies gilt auch für die Abgabe an 
Wiederverkäufer. . 
Kleingebäd darf nux auf die besonders bestimmten Abschnitte der 
Brokkarte oder auf Schifferbrotmarken abgegeben und entnommen 
werden. 
38. 
Die Zuteilung der Brotkarten erfolgt durch Vermittlung der Haus- 
besiber oder ihrer Stellvertreter, welche verpflichtet sind, -in Befolgung 
ver hierfür - besonders erlassenen Vorschiften die auf das Haus ent- 
fallenden Brotkarten entgegenzunehmen und den Haushaltsvorständen 
innerhalb de8 Hauses zu übergeben. Hausbesiker oder ihre Stellvertreter, 
welche mehr Karten erhalten haben, als auf ihr Haus entfallen, haben 
sie der zuständigen Brotkommission unverzüglich zurückzugeben. dub 
89 
Verändert sich die Zahl der zu einem Haushalt gehörigen Personen, 
jo hat dies der Haushaltsvorstand unverzüglich der zuständigen Brot- 
kommission anzuzeigen.
	        
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