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Full text: Bericht über die Verwaltung und den Stand der Gemeindeangelegenheiten der Stadt Charlottenburg (Public Domain) Issue1908 (Public Domain)

Untersuchungen des Auswurfs, sowie aus Seh- und Hörvermögen, oder auf Sprachgebrechen dürfen 
im Interesse des Unterrichts auch ohne Einwilligung der Eltern vorgenommen werden. 
Hat die Untersuchung ergeben, dag bei einem Schüler ärztliche Behandlung erforderlich ist, so sind die 
Eltern hierüber von dem Schulärzte durch Vermittlung des Direktors zu benachrichtigen. 
Uber jeden untersuchten Schüler, der einer ständigen ärztlichen Überwachung bedürftig erscheint, ist 
von dem Schularzt ein Gesundheitsschein auszufüllen. 
Die Weiterführung des Scheines ist Sache des Schularztes. 
8 3. 
In jeder Schule hält der Schularzt monatlich, im Bedarssfalle auch häufiger, eine Sprechstunde ab, 
deren Zeit der Direktor vorher mit ihm verabredet. 
Ist der Schularzt am verabredeten Tage verhindert, so hat er dies dem Direktor vorher mitzuteilen und 
eine andere Vereinbarung zu treffen. 
Die Sprechstunde dient zur Untersuchung der einer genaueren Obhut bedürftigen Schüler im ärztlichen 
Sprechzimmer. 
Entdeckte Mängel sind nicht in Gegenwart der Schüler zur Sprache zu bringen. 
Die Eltern kranker oder behandlungsbedürstiger Schüler erhalten eine schriftliche Mitteilung, die von 
dem Schularzt auszufertigen und durch den Direktor zu übersenden ist. Die amtliche Behandlung solcher Kinder 
durch den Schularzt ist ausgeschlossen. 
§ 4 - 
Auf Veranlassung des Direktors ist der Schularzt verpflichtet, sich über Dispensations- und Urlaubs 
gesuche gutachtlich zu äußern. 
8 5. 
Um ein möglichst einheitliches Vorgehen der Schulärzte herbeizuführen, haben sie an den gemeinsamen 
Besprechungen unter dem Vorsitz eines dazu deputierten Mitgliedes der Schuldeputation teilzunehmen. Diese 
Besprechungen finden in der Regel einmal vierteljährlich statt. 
8 6. 
Ein Recht zu selbständigen Anweisungen an die Lehrer sowie an die Schul- und Turndiener steht dem 
Schulärzte nicht zu. Sollten seine Gutachten nach seiner Meinung nicht genügend berücksichtigt werden, so hat 
er an den Magistrat zu berichten. 
§7. 
Ende April jeden Jahres haben die Schulärzte einen Bericht über ihre Tätigkeit einzureichen, in dem 
besonders enthalten ist: 
1. eine tabellarische Zusammenstellung der Untersuchungsergebnisse, 
2. Zahl der Sprechstunden, 
3. Anzahl und Art der Erkrankungsfälle, die in den Sprechstunden sestgestellt sind, 
4. Anzahl der den Eltern gesandten schriftlichen Mitteilungen und ©rfolg derselben, 
5. Anzahl der unter ärztlicher Beobachtung stehenden Schüler. 
8 8. 
Bei einer Behinderung, die länger als eine Woche dauert, hat der Schularzt der Deputation für die 
höheren Lehranstalten rechtzeitig Mitteilung zu machen und einen Vertreter zu benennen. 
Charlottenburg, den 17. Dezember 1908. 
Der Magistrat. 
i. V. 
Mailing. 
VII B 1 1816/08. 
Genehmigung des Königlichen Provinzial-Schulkollegiums zu Berlin vom 16. Januar 1909 — B. IV Nr. 21 —. 
21. Alphabetisches Verzeichnis der in den Berichten für die Jahre 1897 bis 1998 im 
Anhang veröffentlichten Gemeindebeschlüsse, Verträge, Statuten ufw. 
(Die Zahlen bezeichnen den Jahrgang des Berichts und die Seite.) 
Arbeiter, städtische. 
Bestimmungen, betreffend die Lohnverhältnisse der städtischen Arbeiter. 1899 S. 181, 1900 S. 188. 
Ausführungsbestimmungen dazu. 1900 S. 190. 
Grundsätze betreffend die Bewilligung von Ruhelohn und Hinterbliebenen-Versorgung für die städtischen 
Arbeiter und Angestellten. 1900 S. 192, 1908 S. 220. 
Bestimmungen für die Errichtung und Tätigkeit eines Arbeiterausschusses für die Arbeiter der Gasanstalten 
in Charlottenburg. 1902 S. 240. 
Bestimmungen über die Errichtung von Arbeiterausschüssen. 1908 S. 221. 
Normallohnplan für die städtischen Arbeiter in ständigem Arbeitsverhältnis. 1908 S. 215. 
Lohnplan für die Betriebsarbeiter der Wasserwerke. 1908 S. 217. 
Lohntabelle für die Gasanstaltsarbeiter. 1908 S. 216. 
Lohnplan sür das Maschinenpersonal der Kanalisationsverwaltung. 1908 S. 217. 
Lohnplan sür das Maschinenhauspersonal im städtischen Krankenhaus Westend. 1908 S. 217. 
Lohnplan für das im Betriebe der städt. elektr. Straßenbeleuchtung beschäftigte Personal. 1908 S. 217. 
Beamte und Angestellte. 
Ortsstatut betreffend die Zahl der Mitglieder des Magistrats. 1903 S. 272, 1907 S. 207. 
Normalbesoldungsetat für die Magistratsmitglieder. 1905 S. 360, 1908 S. 208. 
Ortsstatut betreffend die Anstellung der Beamten bei der Stadtgemeinde. 1899 S. 168. 
Norinaletal für die städtischen Beamten und Angestellten vom 1. April 1900 ab nebst Ausführungsbe 
stimmungen. 1899 S. 169. Vom 1. April 1905 ab: 1905 S. 360. Vom 1. April 1908 ab: 
1908 S. 208 und S. 212. 
Ortsstatut betreffend die Gewährung von Ruhegehalt. 1899 E. 174, 1907 S. 209. 
Ortsstatut betreffend die Gewährung von Witwen- und Waisengeld. 1899 S. 178, 1907 S. 212. 
Bestimmungen betreffend Zuschüsse zum Ruhegehalt und Ruhegeld sowie zum Witwen- und Waisen 
geld. 1908 S. 218. 
Bestimmungen über die Befähigung für den Bureau- und Kassendienst in der städtischen Verwaltung. 
1901 S. 211, 1905 S. 367. 
Bestimmungen über Ehrenbezeugungen bei Todesfällen. 1907 S. 207. 
Bestimmungen über die Gewährung von Erholungsurlaub. 1907 S. 208. 
Tagegelder für das nicht ständig beschäftigte Bureau-, Unter- und Wartepersonal. 1908 S. 218. 
Grundsätze sür die Gewäbrung von Familienzulagen. 1908 S. 218. 
Fürsorge bei Betriebsunfällen. 1908 S. 219.
	        
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