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Full text: Bericht über die Verwaltung und den Stand der Gemeindeangelegenheiten der Stadt Charlottenburg (Public Domain) Issue1908 (Public Domain)

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Regel nur möglich, wenn die Mütter ihre Kinder in eigener Pflege behalten. Sobald das 
Kind in fremde Pflege kommt, verliert die Mutter mit der Sorge in vielen Fällen auch das 
Interesse für ihr Kind. Es muß daher noch viel mehr darauf hingewirkt werden, den 
Müttern noch andere Möglichkeiten zu schaffen, ihre Kinder bei sich zu behalten, vor allem 
aber das Bewußtsein in ihnen zu stärken, daß sie die Pflicht haben, für ihre Kinder zu sorgen. 
Ein noch engeres Zusammenarbeiten aller in der Waisenpflege tätigen Organe, denen ja 
die Obhut über die unter Generalvormundschaft stehenden Kinder anvertraut ist, in dieser 
Richtung wäre sehr wünschenswert. 
Im allgemeinen war es auch in diesem Jahre durch ein ständiges Zusammenarbeiten 
mit den Säuglingsfürsorgestellen und den Organen der Waisenpflege möglich, über den 
Gesundheitszustand der Mündel und ihre Entwicklung orientiert zu sein. 
Über den Stand der unehelichen Väter und Mütter vgl. a. a. O. S. 1642. 
Von den unehelichen Vätern erkannten an 277 und verpflichteten sich zu zahlen. 
In 50 Fällen konnten Zahlungen nicht erlangt werden. Von den unehelichen Vätern, die 
nicht anerkannten, sondern die Vaterschaft und Zahlungsverpflichtung bestritten, mußten 
186 verklagt werden. 
An Prozessen wurden seit April 1008 im ganzen 186 eingeleitet. In Vor 
mundschafts- und Prozeßsachen wurden vom Generalvormund persönlich 1244 Termine 
vor Gericht wahrgenommen. 
An Zahlungen gingen im Berichtsjahr, meist in kleinen Beträgen, einschließlich 
der Teilzahlungen auf obige Abfindungen, im ganzen 42 804,80 M ein. Davon wurden 
14 307,03 M an die Mütter und Pflegemütter und 4 010,49 Ji an das städtische Einziehungs 
amt für Kinder, die sich in städtischer Pflege befanden, abgeführt. 342 M wurden an die 
Kämmereikasse Berlin für ein vom Waisenhaus Berlin untergebrachtes Mündel gezahlt. 
Zahlungen der Mütter für ihre in städtischer Pflege befindlichen Kinder gehen direkt an das 
Einziehungsamt und sind daher in dieser Summe nicht enthalten; ebenso werden die 
Erstattungen auswärtiger Armenverbände für dort ortsangehörigc Kinder nicht kontrolliert. 
Trotz des wachsenden Umfanges der Tätigkeit war es möglich, für die Mündel 
sowohl hinsichtlich ihres leiblichen Wohles wie bezüglich ihrer Rechtsansprüche in aus 
giebiger Weise Sorge zu tragen. Erfreulich war es, das Gedeihen der Kinder, von denen 
die meisten im Laufe des Jahres von den Müttern und Pflegemüttern dem Generalvormund 
persönlich vorgestellt wurden, zu beobachten. Die gestifteten Photographien sind eine 
bleibende Erinnerung daran. 
Fürsorgeerziehung Minderjähriger. 
Übersicht über die Fälle, in denen das Fürsorgeerziehungs- 
Verfahren von uns eingeleitet worden ist. 
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