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Full text: Bericht über die Verwaltung und den Stand der Gemeindeangelegenheiten der Stadt Charlottenburg (Public Domain) Issue1907 (Public Domain)

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Fahrtmessungen mit den ausgerüsteten und vollbesetzten Automobilen 
der Südwache wurden mehrmals ausgeführt. Es ergaben sich auf ebener asphaltierter 
Bahn von 1000 m Länge folgende Resultate: 
Fahrzeug 
Gewicht 
kg 
Größte 
Geschwindig 
keit 
lim/Stundc 
Verbrauch 
Wattstunden 
pro tkm 
Gasspritze 
7 070 
27,1 
49,8 
Leiter 
7 470 
27,2 
40,7 
Dampfspritze 
7 200 
27,2 
41,0 
Bei einer Steigung von durchschnittlich 4% und Kopfsteinpflaster wurde eine Ge 
schwindigkeit von 13 üm/Stunde bei 212 Wattstunden pro tüm erzielt. 
Die Lage und die Größenverhältnisse der einzelnen Wach- und Dienst 
räume sind im Sonderbericht nachgewiesen. Im Erdgeschoß des linken Seitengebäudes 
sind Reserveremisen, die Werkstätten, eine Schlosserei mit Schmiede und eine Tischlerei, 
beide mit elektrischem Betrieb eingerichtet, untergebracht. In den oberen Stockwerken 
befinden sich der Turnsaal (mit 3 Rutschstangen) und einige Kammerräume. Das Haupt 
gebäude enthält im I. Stock Bureauräume für den Wachvorsteher und den Bizefeldwebel, 
einen Lehrsaal und die Dienstwohnung des Wachvorstehers, im II. und III. Stock Dienst 
wohnungen für den Bizefeldwebel und 7 Chargierte. Im I. Stock des mit dem Haupt 
gebäude verbundenen Seitenflügels sind die Badeeinrichtungen, ein Schrankzimmer, 
ein Handwerkerraum und ein Volontärzimmer vorgesehen. Das Grundstück, welches 
übrigens nur durch eine stets verschlossen gehaltene und vom Telegraphenzimmer elektrisch 
zu öffnende Eingangspforte betreten werden kann, ist mit Zentralheizung und elektrischer 
Beleuchtung versehen; Gas wird nur teilweise in der Schlosserei, sonst nur als Notbeleuchtung 
und zur Borwärmung des Kesselwassers der Dampfspritze gebrannt. Die Baukosten 
einschließlich der Bauzinsen und der Kosten für Grunderwerb wurden mit 448 615,25 M, 
die Kosten für Fahrzeuge, Ausrüstung und die gesamte innere Einrichtung auf 138 384,75 M 
veranschlagt, so daß sich die gesamten veranschlagten Kosten auf 587 000 M beliefen. 
Auf der Hauptwache ist vor Fertigstellung der Südwache eine Reserveladestation 
und Autoreparaturwerkstatt eingerichtet worden. 
Die Sollstärke der Feuerwehr betrug am 31. März der letzten 10 Jahre: 
Dienststellung 
1899 1900 
1901 
1902 
1903 
1904 
1905 
1906 
1907 
1908 
Branddirektor 
1 1 
1 
1 
1 
1 
1 
1 
1 
1 
Brandinspektvr 
— 
— 
— 
— 
— 
1 
1 
1 
Brandmeister 
2 2 
2 
2 
2 
2 
2 
1 
1 
2 
Feldwebel 
1 2 
2 
2 
2 
2 
2 
2 
2 
1 
Bizefeldwebel 
— 
— 
2 
2 
2 
2 
2 
3 
Obermaschinisten 
— 
— 
2 
2 
2 
2 
2 
5 
Oberseuerwehrmänner 
11 12 
12 
16 
12 
12 
12 
12 
12 
15 
Feuerwehrmänner 
71 71 
78 
73 
79 
79 
79 
78 
78 
105 
Teleqraphenmechaniker 
— 1 ~~ 
1 
1 
1 
1 
1 
1 
1 
1 
zusammen 
00 
05 
QO 
00 
96 
95 
101 
101 
101 
100 
100 
134 
Die Besetzung der einzelnen Wachen ist aus dem Sonderbericht zu entnehmen. 
Tätigkeit der Feuerwehr bei Bränden. Es fanden im ganzen 402 Alarme 
zu Bränden statt; davon entfielen 390 auf Brände innerhalb und 12 auf solche 
außerhalb der Stadt. 
Außerdem wurde die Hilfe der Feuerwehr in 170 besonderen Fällen, meist durch 
telephonischen Anruf, in Anspruch genommen. 
Die 390 Alarme in der Stadt betrafen: 
14 Großfeuer 
36 Mittelfeuer 
231 Kleinfeuer 
11 Schornsteinbrände 
60 blinde Lärme 
38 böswillige Alarme 
zus. 390 Alarme 
Die Bezeichnungen Groß-, Mittel-, Kleinfeuer sind nach der Zahl der zum Löschen 
angewandten Schlauchleitungen gewählt worden ohne Rücksicht auf das Kaliber der Schläuche 
und Mundstücke, und zwar bedeuten: 
Großfeuer-Brände, die mit 2 und mehr Schlauchleitungen, Mittelfeuer-Brände, 
die mit 1 Schlauchleitung, Kleinfeuer-Brände, die mit dem kleinen Löschgerät — ohne 
Vornahme einer Schlauchleitung — gelöscht werden konnten.
	        
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