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Full text : Bericht über die Verwaltung und den Stand der Gemeindeangelegenheiten der Stadt Charlottenburg (Public Domain) Ausgabe 1902 (Public Domain)

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Begebung  der  I.  Abteilung  der  1902er  Anleihe.
Unterm  6./12.  November  1902  beschlossen  die  städtischen  Behörden:
a)  die  I.  Abteilung  der  1902  er  Anleihe  in  Höhe  von  12  000  000  ,^I  in  der  ersten
Hälfte  des  Monats  Januar  1903  zu  begeben,
b)  den  Zinsfuß  dieser  Anleihe-Abteilung  auf  3  ‘/ 2  °/ 0  festzusetzen  und  die  Unkündbarkeit ­
  derselben  auf  10  Jahre  auszusprechen,
c)  die  Ausschreibung  in  beschränkter  Weise  zu  bewirken  und
d)  die  Feststellug  der  Ausschreibungsbedingungen  dem  Magistrat  nach  Anhörung
der  Kassen-  und  Finanz-Deputation  zu  überlassen.
Es  ivurden  folgende  23  Bankinstitute  zur  Abgabe  eines  Gebots  aufgefordert:
1.  Königl.  General-Direktion  der  Seehandlungs-Sozietät  in  Berlin.
2.  Direktion  der  Diskonto-Gesellschaft  in  Berlin.
3.  Nationalbank  für  Deutschland  in  Berlin.
4.  Deutsche  Bank  in  Berlin.
5.  Bank  für  Handel  und  Industrie  in  Berlin.
6  Berliner  Handelsgesellschaft  in  Berlin.
7.  Deutsche  Genossenschaftsbank  von  Soergcl,  Parrisius  &  Eo.,  Kommanditgesellschaft ­
  auf  Aktien,  in  Berlin.
8.  S.  Bleichröder  in  Berlin.
9.  Mendelssohn  &  Co.  in  Berlin.
10.  Robert  Warschauer  &  Co.  in  Berlin.
U.  Delbrück,  Leo  &  Go.  in  Berlin.
12.  Norddeutsche  Bank  in  Hamburg.
13.  M.  M.  Marburg  &  Co.  in  Hamburg.
14.  L.  Behrens  &  Söhne  in  Hamburg.
15.  Ephraim  Meper  &  Sohn  in  Hannover.
16.  Schlesischer  Bankverein  in  Breslau.
17.  Kommerz-  und  Diskonto-Bank  in  Berlin.
18.  A.  Schaafhauscnscher  Bankverein  in  Berlin.
19.  F.  W.  Krause  &  Co.,  Bankgeschäft  in  Berlin  SW.
20.  Berliner  Bank  in  Berlin.
21.  Dresdener  Bank  in  Berlin.
22.  Mitteldeutsche  Kreditbank  in  Berlin.
23.  Kur-  und  Neumärkische  Ritterschaftliche  Darlehnskasse  in  Berlin.
Für  die  beschränkte  Ausschreibung  waren  vom  Magistrat  unterm  27.  November  1902
die  im  Anhang  Nr.  7  abgedruckten  Bedingungen  festgesetzt  worden.
Zu  dem  vom  Magistrat  auf  den  15.  Dezember  1902  festgesetzten  Termin  waren
5  Angebote  von  Konsortien  verschiedener  Banken  eingegangen  und  zwar  von  der  Diskonto-Gesellschaft
  und  Genossen,  der  Deutschen  Bank  und  Genossen,  dem  Schaafhausenschen  Bankverein ­
  und  Genossen,  der  Kommerz-  und  Diskonto-Bank,  und  Genossen  und  der  Dresdener
Bank  und  Genossen.  Das  höchste  Gebot  mit  einem  Ubernahmekurs  von  u>),8  2  Ji  für.
100  cit  nominal  wurde  von  dem  Konsortium  der  Deuischen  Bank  &  Genossen  abgegeben,
und  demselben  durch  Gemeindebeschluß  vom  16./17.  Dezember  1902  der  Zuschlag  erteilt.
Dem  unter  der  Leitung  der  Deutschen  Bank  stehenden  Konsortium  gehören  außer  dieser  noch
an:  die  Bank  für  Handel  und  Industrie  in  Berlin,  das  Bankhaus  Delbrück,  Leo  &  Co.  in
Berlin,  die  Mitteldeutsche  Kreditbank  in  Berlin,  die  Nationalbank  für  Deutschland  in  Berlin,
das  Bankhaus  Robert  Warschauer  &  Co.  in  Berlin,  die  Breslauer  Diskontobank  in  Breslau
und  der  Schlesische  Bankverein  in  Breslau.  Alle  diese  Banken,  mit  Ausnahme  der  nunmehr
neu  hinzugetretenen  Mitteldeutschen  Kreditbank  und  der  Breslauer  Diskontobank,  waren  bereits ­
  als  Zahlstellen  für  den  Einlösungsdienst  tätig.  Von  einer  Sicherheitsleistung  seitens
der  Deutschen  Bank  als  der  Führerin  des  Konsortiums  wurde  auf  Beschluß  des  Magistrats
Abstand  genommen.  Die  Übergabe  der  12000000  JC  Schuldverschreibungen  nebst  den
Zinsscheinbogen  erfolgte  an  die  Deutsche  Bank  am  3.  Januar  1903.  Die  erste  Abhebung
der  Valuta  in  Höhe  von  200  000  JC  erfolgte  am  27.  März  1903.
i)  Vermögens  und  Schuldlagerbuch.
Nach  dem  Abschlüsse  vom  31.  März  1903  stellt  sich  das  Kämmereivermögen  auf

80  288  036,80  JC
das  Stiftungsvermögen  auf  .  1889  520,92  „
zusammen  auf  82  177  557,72
Dem  Kämmereivermögen  stehen  an  Kämmereischulden  gegenüber....  55  633  735,23  „
Der  vorjährige  Abschluß  wies  ein  Kämmereivermögen  von  66  741  489,22  „
ein  Stiftungsvermögen  von  1  857  992,20  „
zusammen  Von  68  599  481,42  JL
auf.  Die  Schulden  stellten  sich  auf  49  497  702,86  „

Über  die  Zusammensetzung  des  Vermögens  und  der  Schulden  nach  dem  Stande
vom  31.  März  1903  enthält  die  folgende  Übersicht  das  Nähere.
            
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