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7. Kapitel

Volltext: Die alte Firma / Edel, Edmund (Public Domain)

nicht viel. Sie empfand nur das Sensationelle seiner 
Persönlichkeit, das Geheimnisvolle seiner Augen, das 
UÜberragende seines Auftretens. 
Als er sich nach diesem Tanz vor ihr verneigte, tat 
es ihr leid, daß die Pflichten der Gastgeberin sie 
zwangen, seine Gesellschaft aufzugeben. Sie hatte ihn 
jedenfalls gebeten, am nächsten Mittwoch zum Tee zu 
kommen und sie hoffte, es einrichten zu können, ihn 
allein empfangen zu können. 
8. Kapitel. 
In fieberhaftem Pulsschlag ächzte das Leben. 
Immer tiefer sank der Wert aller seit undenklichen 
Zeiten festgefügten Begriffe: Arbeit, Handel, Geld. 
Treu und Glapben wankten. Die fremden Valuten 
sprangen auf nie geahnte Höhen, wie das Quecksilber 
im Thermometer, das man einem Codkranken in die 
Achselhöhle gesteckt: 420.0 — — 
Die Menschen taumelten im Giftrausch. Durch 
Nebelwolken drehte sich spukhaft die grinsende Gestalt 
der Inflation, tolle Kapriolen im Totentanz schlagend. 
Vom Irrlicht geblendet, sahen die Menschen nicht das 
elende Knochenskelett und hörten nicht sein warnendes 
Klappern. Heißes Glück schien über das Leben ge— 
kommen zu sein. Eitle Freude, Gier und Lust, 
Verschwendung und Völlerei wurden zu Idolen, denen 
man in goldenen Tempeln opferte. 
Mitten in diesem zügellosen Wirbel stand Sebastian 
ODworak und schöpfte. 
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