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Periodical volume

Full text: Bundesländerindex Mobilität & Umwelt ... Issue 2018/19

1

Photocase/nicolasberlin

2018 / 19

Inhalt
Untersuchungsdesign
Seite 2 – 3

Ergebnisse

Der Bundesländerindex ist ein gemeinsames Projekt von:

Seite 4 – 19

Länderportraits

1

istock.com/ Chalabala

Seite 20 – 36

Untersuchungsdesign

Untersuchungsdesign

Themenbereiche

Methodik

Verkehrssicherheit

20 %

So wird in den Themenbereichen gewertet:

>> Getötete im Straßenverkehr pro 1 Mio. Einwohner
>> Schwerverletzte im Straßenverkehr pro 1 Mio. Einwohner

Statistik

Politik

>> Politische Weichenstellungen zur Verkehrssicherheit

1. Aktueller Stand

1. Ziele

2. Durchschnittliche
Entwicklung der
vergangenen Jahre

2. Zielhorizont

Lärmminderung

20 %

>> Anteil Betroffener von Verkehrslärm (24h)
>> Politische Weichenstellungen zur Lärmvermeidung

Flächenverbrauch

20 %

>> Qualität und Verkehrsbezug des Ziels

100 %

>> Zeitpunkt der Zielerreichung

3. Zielambition

>> Anspruch im Vergleich zum Bundesziel

4. Zielerreichung

>> Lage im Zielkorridor des Bundesziels

>> Verkehrsfläche pro Einwohner
>> Anteil Verkehrsfläche an Gebietsfläche
>> Politische Weichenstellungen zur Flächenschonung

Klimaschutz

20 %

>> CO2-Emissionen des Verkehrs pro Einwohner
>> Politische Weichenstellungen zum Klimaschutz

Luftqualität
>> PM10-Immissionskonzentration in Städten
>> NO2-Immissionskonzentration in Städten
>> Politische Weichenstellungen zur Luftqualität

2

20 %

60%

40%

Untersuchungsdesign

Untersuchungsdesign

Studienablauf

Datenquellen

März 2018

Versand der Fragebögen zu den politischen
Weichenstellungen an alle Bundesländer

Statistik
Anerkannte wissenschaftliche Daten
>> Statistisches Bundesamt
>> Umweltbundesamt
>> Länderarbeitskreis Energiebilanzen

Mai – Juni 2018

Antwort von 14 Bundesländern

>> Länderinitiative Kernindikatoren

Keine Beteiligung: Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen

Empirie
Befragung der Verkehrsministerien aller Bundesländer

Juli – August 2018

>> Detaillierter Fragebogen

Validierung der Angaben der zurückgesandten
Fragebögen und Recherche der politischen
Weichenstellungen der Bundesländer ohne Beteiligung.
Recherche der aktuellen statistischen Daten.
Auswertung der statistischen Daten und politischen
Weichenstellungen.

Recherche
Kontrolle, Ergänzung und Einordnung der Daten

September – November 2018

3

Unsplash/Geoffrey Arduini

Analyse und Bewertung der Ergebnisse

Ergebnisse

Gesamtergebnis

4

Verkehrssicherheit   Lärmminderung   Flächenverbrauch   Klimaschutz   Luftqualität

1

Baden-Württemberg

↑+3*

13,4

2

Thüringen 

↓-1

10,8

3

Rheinland-Pfalz 

↓-1

12,3

13,1

4

Berlin

↓-2

13,2

8,0

5

Sachsen 

↑+4

6,6

6

Bremen 

±0

12,8

7

Mecklenburg-Vorpommern  ±0

11,7

12,0

8

Nordrhein-Westfalen 

↓-3

12,1

3,7

9

Sachsen-Anhalt 

↑+1

7,1

8,4		11,3

10

Brandenburg 

↑+4

7,4

10,6

11

Hessen 

↓-3

13,8

12

Schleswig-Holstein 

↑+1

5,7

10,0

13

Saarland 

↓-1

5,8

6,0

14

Hamburg 

↑+2

9,6

15

Niedersachsen 

↓-4

10,1

8,4

16

Bayern 

↓-1

10,2

9,2

16,6

14,0

8,4		10,8
15,6

14,6

13,0

17,0

7,0

10,4

		

12,9

4,0

14,0

10,6

45

5,0

45
44

8,6
13,8

6,3

48

7,7

14,2

12,0

49

10,1

12,7

9,5

50

8,0

12,7

7,9

52

7,2

14,0

9,7

5,0

7,6

5,8
4,0

55

9,5

14,1

6,8

57

9,6

12,0

3,8

Maximal 20 Punkte pro Themenbereich erreichbar
*Veränderung der Platzierung im Vergleich zum Bundesländerindex 2016/17

38
38

61
60

8,3

12,2

14,7
6,4

62
5,4

16,9

43

64

6,4

17,5
		

14,2

11,6		
10,1

2,6

14,1

Ergebnisse

Platzierungen in den Themenbereichen
Verkehrssicherheit

5

Lärmminderung

Flächenverbrauch

Klimaschutz

Luftqualität

1

Hessen

1

Baden-Württemberg

1

Rheinland-Pfalz

1

Berlin

1

Thüringen

2

Baden-Württemberg

2

Rheinland-Pfalz

2

Baden-Württemberg

2

Sachsen

2

Sachsen

3

Berlin

3

Mecklenburg-Vorp.

3

Berlin

3

Bremen

3

Brandenburg

4

Bremen

4

Sachsen

4

Nordrhein-Westfalen

4

Rheinland-Pfalz

4

Bremen

5

Rheinland-Pfalz

5

Brandenburg

5

Hessen

5

Saarland

5

Mecklenburg-Vorp.

6

Nordrhein-Westfalen

6

Schleswig-Holstein

6

Hamburg

5

Thüringen

6

Saarland

7

Mecklenburg-Vorp.

7

Hessen

7

Sachsen-Anhalt

7

Baden-Württemberg

7

Berlin

8

Thüringen

8

Bayern

8

Thüringen

7

Nordrhein-Westfalen

8

Sachsen-Anhalt

9

Bayern

9

Niedersachsen

9

Bayern

9

Schleswig-Holstein

9

Schleswig-Holstein

10

Niedersachsen

9

Sachsen-Anhalt

10

Bremen

10

Sachsen-Anhalt

10

Nordrhein-Westfalen

11

Hamburg

9

Thüringen

11

Sachsen

11

Hamburg

11

Baden-Württemb.

12

Brandenburg

12

Berlin

12

Saarland

12

Brandenburg

12

Niedersachsen

13

Sachsen-Anhalt

13

Bremen

13

Schleswig-Holstein

13

Mecklenburg-Vorp.

13

Rheinland-Pfalz

14

Sachsen

14

Saarland

14

Brandenburg

14

Niedersachsen

14

Hessen

15

Saarland

15

Nordrhein-Westfalen

15

Mecklenburg-Vorp.

15

Bayern

15

Hamburg

16

Schleswig-Holstein

16

Hamburg

16

Niedersachsen

15

Hessen

16

Bayern

Ergebnisse

Verkehrssicherheit
Platz 1 und Platz 16
Hessen
>
Zahl der Schwerverletzten
im Straßenverkehr von 838
pro Million Einwohner im
Jahr 2012 auf 744 im Jahr
2017 deutlich reduziert

Schleswig-Holstein
>
Zahl der Schwerverletzten
im Straßenverkehr liegt mit
747 pro Million Einwohner
im Jahr 2017 deutlich über
2012 (702)

> Insgesamt 213 Getötete im
Straßenverkehr (34 pro Millionen Einwohner) sind ein
neuer Tiefststand

>
Mit insgesamt 100 Getöteten im Straßenverkehr
(2017) außerhalb des Korridors zum Erreichen des
Bundesziels – bis 2020
muss die Zahl auf 65 reduziert werden

> Ambitioniertes politisches
Ziel: Zahl der Getöteten um
25% bis 2020 ausgehend
von 2015 reduzieren (gut
4% pro Jahr)

6

16
7

11
4

3
10
13
6
14
1

8

5
15

2
9

> Keine konkrete Zielsetzung
(„Verkehrssicherheit
verbessern“)

12

Ergebnisse

Verkehrssicherheit
Deutschland-Trend
>

Nach steigenden Getötetenzahlen im Straßenverkehr in
den Jahren 2014 und 2015 konnte 2017 ein neuer Tiefststand erreicht werden. Insgesamt ist die Entwicklung in den
letzten sechs Jahren zwar positiv, das Niveau ist mit 3.180
Getöteten aber weiterhin hoch.

> Seit 2014 sinkt die Zahl der Schwerverletzten im Straßenverkehr, doch insgesamt verunglücken heute mehr Menschen
als noch im Jahr 2012.

Getötete im Straßenverkehr

Schwerverletzte im Straßenverkehr

4.000

70.000

3.600
3.339

3.500

3.377

66.279

3.459
3.206

3.180

60.000

2.500

55.000

2.000

2012

2013

2014

2015

2016

2017

50.000

67.706

67.426

2014

2015

2016

2012

2013

Quelle: Statistisches Bundesamt, 2018
7

66.513

64.057

65.000

3.000

67.732

2017

Ergebnisse

Verkehrssicherheit
Faktencheck
Deutschland

Entwicklung der Zahl der Getöteten im Straßenverkehr
Saarland   Mecklenburg-Vorpommern   Deutschland

> Die Bundesregierung will die Verkehrssicherheit verbessern
und hat sich dazu ein konkretes Ziel gesetzt: Die Zahl der Verkehrstoten soll im Zeitraum von 2010 bis 2020 um 40 Prozent
sinken. Gleichzeitig soll die Zahl der Schwerverletzten
kontinuierlich abnehmen. Auch im Jahr 2017 lag Deutschland allerdings außerhalb des Zielkorridors für das Jahr
2020.
Bundesländer
> Bis auf Hamburg, das Saarland, Sachsen und SchleswigHolstein setzen sich inzwischen auch die Bundesländer
quantitative Verkehrssicherheitsziele mit einem konkreten
Zielhorizont. Einige Länder streben darüber hinaus die
Vision Zero an. Mit Mecklenburg-Vorpommern liegt derzeit
aber nur ein Bundesland im Korridor zum Erreichen des
Minus-40%-Ziels 2020.

8

120%
100%
80%
60%
Ziel der Bundesregierung:
40% weniger Verkehrstote
ausgehend von 2010

40%
20%
0

2010

2012

2014

Quelle: Statistisches Bundesamt, 2018

2016

2018

2020

Ergebnisse

Lärmminderung
Platz 1 und Platz 16
Baden-Württemberg
> Einziges Bundesland neben
Berlin mit einem quantitativen Minderungsziel für
die Belastung durch Verkehrslärm (20% weniger
Betroffene bis 2020, 50%
bis 2030)
>
Anteil von Verkehrslärm
Betroffener liegt mit 3,4%
im Mittelfeld der Länder

6

13

Hamburg
> Bundesweit mit 7,7% zweithöchster Anteil von Verkehrslärm Betroffenen an
der Bevölkerung
>
Anzahl der von übermäßigem
Verkehrslärm
betroffenen Einwohner soll
sinken – um wie viele und
bis wann bleibt offen

3

16

12
9
9
15
4
7

9

2
14

1
8

9

5

Ergebnisse

Lärmminderung
Deutschland-Trend

Belästigung durch einzelne Lärmquellen
äußerst  stark  mittelmäßig  etwas  überhaupt nicht  weiß nicht

Straßenverkehr
8

> Lärm ist lästig und macht krank: Studien belegen eine erhöhte
Schlaganfall-Gefahr bei Personen, die ständigem Verkehrslärm ausgesetzt sind. In Deutschland sind derzeit etwa 3,4
Millionen Menschen in gesundheitsgefährdendem Ausmaß
von Verkehrslärm betroffen.
> Bis 2020 will die Bundesregierung die Belästigung durch Fluglärm um 20%, durch Straßen- und Binnenschiffslärm um 30%
und durch Schienenlärm um 50% reduzieren.
>
Unter den Bundesländern hat sich neben Berlin auch
Baden-Württemberg ein quantitatives Lärmschutzziel gesetzt:
Die Zahl der Menschen, die einer gesundheitsschädlichen
Verkehrslärmbelastung ausgesetzt sind, soll gegenüber
2012 um 20% bis 2020 und 50% bis 2030 sinken.
>
Die derzeit aktuellsten Daten über die Verkehrslärmbetroffenen in allen Bundesländern liegen für das Jahr 2014
vor. Die Ergebnisse der Lärmkartierung 2017 liegen derzeit
nicht für alle Bundesländer vor, sollen aber demnächst veröffentlicht werden.

15

25

24

Nachbarn
5

9

17

28

40

Industrie- und Gewerbe
2 6

16

22

53

1

Flugverkehr
4 5

13

22

56

1

Schienenverkehr
24

0

13

19

20

61

40

60

Angaben in Prozent, Abweichungen von 100% rundungsbedingt
Quelle: Umweltbundesamt, 2016

10

28

80

100

Ergebnisse

Flächenverbrauch
Platz 1 und Platz 16
Rheinland-Pfalz
> Unterschreitet schon heute
die Zielvorgabe des Umweltbundesamtes für den
täglichen Flächenverbrauch
im Jahr 2020 (1,5 Hektar).
> Eines der Bundesländer, in
dem der Verkehrsflächenbestand pro Einwohner
sinkt (2010: 309 m²,
2015: 301 m²).
>
Will die tägliche Flächeninanspruchnahme bei unter
einem Hektar stabilisieren.

11

Niedersachsen
> 2015 kamen auf jeden Niedersachsen 314 m² Verkehrsfläche – nur wenige Länder
liegen darüber. Mehr Einwohner und wachsender
Flächenverbrauch sorgten für
Stagnation auf hohem Niveau
(2010: 313 m² pro Kopf).
>
Das bisherige ambitionierte
Flächensparziel (3 Hektar
pro Tag bis 2020) hat die
neue Landesregierung nicht
übernommen.
>
Mit 9 Hektar täglichem
Flächenverbrauch (2015) ist
das Land noch weit entfernt
von der Empfehlung des Umweltbundesamtes für 2020
(3 Hektar).

13
15

6
10

3
16
7

14

4
11
5

8

1
12

2
9

Ergebnisse

Flächenverbrauch
Deutschland-Trend

Siedlungs- und Verkehrsfläche in Deutschland
Gebäude- und Freiflächen   Betriebsflächen   Erholungsfläche  

> Fast 40 Prozent der gesamten Siedlungs- und Verkehrsfläche
in Deutschland braucht allein der Verkehr. Dabei wächst die
Verkehrsfläche immer weiter.

Friedhöfe   Verkehr

4 Mio.

> Die zunehmende Flächeninanspruchnahme hat auch unerwünschte Folgen: Natürliche Lebensräume gehen verloren,
die Siedlungsdichte nimmt ab, das Verkehrsaufkommen
wächst, der Energieverbrauch steigt und ein teurer Infrastrukturausbau wird nötig.

1,75

1,79

1,81

2005

2010

2015

2 Mio.

Angaben in Hektar
Quelle: Umweltbundesamt, 2018
12

Ergebnisse

Flächenverbrauch
Faktencheck

Anstieg der Siedlungs- und Verkehrsfläche
77

74

Ziel der Bundesregierung:
Flächenverbrauch bis 2020
auf 30 Hektar pro Tag
begrenzen

71

69

63

61

Deutschland
>
Die Bundesregierung will den Anstieg des Flächenverbrauchs bremsen. Für das Jahr 2020 strebt sie 30 Hektar
pro Tag an, bis 2030 soll der Flächenverbrauch darunter
liegen (vgl. Klimaschutzplan). Im Jahr 2050 will der Bund
das Netto-Null-Ziel erreichen – eine Flächenkreislaufwirtschaft ohne zusätzliche Flächeninanspruchnahme.
> Derzeit werden jedoch täglich noch rund 60 Hektar Siedlungs- und Verkehrsfläche in Deutschland verbraucht.
Bundesländer
> Acht Bundesländer setzen sich ebenfalls konkrete quantitative
Ziele für den Flächenverbrauch.
>
Das Umweltbundesamt empfiehlt für jedes Bundesland
einen eigenen Anteil, damit das 30-Hektar-Ziel im Jahr 2020
erreicht werden kann. Im Jahr 2015 waren immerhin neun
Bundesländer auf Zielkurs.

30

2010 11

12

13

14

Hessen
derzeit im Zielkorridor
(2020: 1,8)

2020
Schleswig-Holstein
derzeit nicht im Zielkorridor
(2020: 1,4)
4,8

3,7

3,6

3,6
2,5

3,0

2,3

2,7

2,9

2012

2013

2014

2,5

1,4
2,2
2010

2011

2012

2013

2014

Angaben in Hektar pro Tag
Quelle: Umweltundesamt, 2018

13

15

2015

2010

2011

2015

Ergebnisse

Klimaschutz
Platz 1 und Platz 15
Berlin
>
Bundesspitze mit nur 1,6
Tonnen CO2-Emissionen pro
Einwohner im Verkehrssektor (2014).
>
Das Ziel, die verkehrsbedingten TreibhausgasEmissionen bis 2050 um
77% gegenüber 1990 zu
senken, ist ambitionierter
als das Ziel des Bundes.

14

Bayern & Hessen
>B
 ayern: einziges Bundesland, das keine CO2-Daten
nach der Verursacherbilanz
für den Verkehrssektor
veröffentlicht. Wenig anspruchsvolle Zielsetzung
– derzeit 6 Tonnen CO2 pro
Einwohner für alle Sektoren.
Ziel: Bis 2020 weniger als 6
Tonnen CO2 pro Einwohner.
> Hessen: Bundesweit meiste
CO2-Emissionen pro Einwohner im Verkehr (2014:
4,5 Tonnen) und schlechteste
Entwicklung – 2009 waren es
4,1 Tonnen. Bis 2020 sollen
die CO2-Emissionen aller
Sektoren in Hessen um 30%
sinken.

9
13

11
3

1
14
10

12

7
2
15

5

4
5

7
15

Ergebnisse

Klimaschutz
Deutschland-Trend
> Der Klimawandel ist eine der größten Bedrohungen für die
Menschheit. Ein zentraler Verursacher des klimaschädlichen
CO2 ist der Verkehr. In Deutschland ist der Verkehr für
rund ein Fünftel der gesamten Treibhausgas-Emissionen
verantwortlich.
> Während Energiewirtschaft, Gewerbe und Industrie deutliche Rückgänge der Treibhausgas-Emissionen verbuchen
konnten, emittiert der Verkehr in Deutschland heute mehr
CO2 als 1990.

Entwicklung der Treibhausgasemissionen in Deutschland
Verkehr   Landwirtschaft   Energiewirtschaft  Haushalte
Industrieprozesse     
   

Ziel der Bundesregierung:
bis 2020 -40% gegenüber 1990

120%

+4%
100%

-18%

80%

-25%
-31%
-35%

60%

1990 1995 2000 2005 2010 2015 2016 2017
Quelle: Umweltbundesamt, 2018

15

2020

Ergebnisse

Klimaschutz
Faktencheck

Entwicklung der CO2-Emissionen im Verkehr

164

178

Ziel der Bundesregierung:
40% weniger CO2 im Verkehr
2030 gegenüber 1990

183
161

154

163

167

171

Deutschland
> Mit dem Klimaschutzplan 2050 hat sich die Bundesregierung
ein neues Ziel gesetzt: Gegenüber 1990 sollen die CO2Emissionen des Verkehrs bis 2030 um 40 Prozent sinken.

99

Bundesländer
> Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Sachsen-Anhalt haben ebenfalls konkrete
Ziele für den Problembereich Verkehr formuliert.
> Derzeit liegt lediglich noch Hamburg im Zielkorridor 19902030. Gegenüber 2009 konnten nur Bremen, Rheinland-Pfalz
und Thüringen die absoluten CO2-Emissionen des Verkehrs
leicht reduzieren.

1990 1995 2000 2005 2010 2015 2016 2017

Hamburg
derzeit im Zielkorridor
(2020: 4,10)

Hessen
derzeit nicht im Zielkorridor
(2020: 16,48)
26,33
27,27

25,33
25,68

4,25

4,29

4,26

4,34

4,42

2010

2011

2012

2013

2014

Angaben in 1000 Tonnen
16

2030

Quelle: Umweltbundesamt, 2018

2010

25,80

2011

2012

2013

2014

Ergebnisse

Luftqualität
Platz 1 und Platz 16
Thüringen
> 2017: Geringste FeinstaubKonzentration (PM10) im
Ländervergleich und beste
Entwicklung aller Länder
seit 2012

Bayern
>
2017: Höchste städtische
Stickstoffdioxid-Konzentration im Ländervergleich
und keine Verbesserung
gegenüber 2014

> Kontinuierliche Verbesserung beim Luftschadstoff
Stickstoffdioxid
(NO 2)
zwischen 2012 und 2017,
keine Überschreitung des
Grenzwerts im Jahresmittel
2017

>
Überschreitung des NO2Grenzwertes im Jahresmittel 2017 in Augsburg,
München, Nürnberg und
Regensburg

>
Eines von sechs Ländern,
das die Luftreinhaltepläne
der Kommunen mit einem
eigenen Luftqualitätsziel
flankiert

17

>
Kein konkretes politisches
Ziel, das die Luftreinhaltepläne der Kommunen
flankiert

9
5

15
4

7
12
8

3

10
2
14

1

13
6

11
16

Ergebnisse

Luftqualität
Deutschland-Trend
> Schadstoffe wie Stickoxide (NOX) oder Staub- und Rußpartikel erhöhen das Risiko für Atemwegserkrankungen und
verstärken Allergien. Rußpartikel wirken krebserregend.
>

Luftschadstoffe entstehen bei der Verbrennung fossiler
Energieträger: Der Verkehrssektor spielt also auch bei der
Schadstoff-Emission eine entscheidende Rolle.
Entwicklung der Feinstaub-Konzentration (PM10)

Entwicklung der Stickstoffdioxid-Konzentration (NO2)

in Mikrogramm pro Kubikmeter, in Städten

in Mikrogramm pro Kubikmeter, in Städten

20

22

23

19

19

20

23

20

19

22

21

21

21

2014

2015

2016

17

10

0

10

2011

2012

2013

2014

2015

2016

0

2011

2012

2013

Quelle: Länderinitiative Kernindikatoren, 2018
18

Ergebnisse

Luftqualität
Faktencheck
Deutschland
> Mit ihrem „Sofortprogramm Saubere Luft“ aus dem Jahr 2017
will die Bundesregierung die Luftqualität in Ballungsräumen verbessern und den Stickoxidausstoß reduzieren.
> Die EU ist ambitionierter: Ausgehend vom Jahr 2000 sollen die
NOX-Emissionen um 60 Prozent und die Feinstaub-Emissionen
um 59 Prozent sinken – beides bis zum Jahr 2020.
> Das Bundes-Immissionsschutzgesetz setzt in Deutschland Luftqualitätsstandards zum Schutz der menschlichen Gesundheit.
Demnach darf der Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft für Stickstoffdioxid (NO2) und Feinstaub (PM10) im
Jahresmittel nicht überschritten werden.
Bundesländer
> In zehn Bundesländern wurde 2017 der Grenzwert beim
Stickstoffdioxid übertroffen. Lediglich in Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, dem Saarland, Sachsen
und Thüringen gab es keine Überschreitungen. Insgesamt
liegen 65 Städte in Deutschland über dem Grenzwert.
19

15 Städte mit den höchsten
NO2-Grenzwertüberschreitungen 2017
Grenzwert: 40 Mikrogramm/m³

München (BY)

78

Stuttgart (BW)

73

Darmstadt (HE)

72

Köln (NW)

62

Reutlingen (BW)

60

Düren (NW)

58

Hamburg (HH)

58

Limburg (HE)

58

Düsseldorf (NW)

56

Kiel (SH)

56

Heilbronn (BW)

55

Frankfurt a.M. (HE)

54

Backnang (BW)

53

Bochum (NW)

51

Ludwigsburg (BW)

51

0

10

20

30

40

50

NO2-Jahresmittelwerte 2017 in Mikrogramm pro Kubikmeter Luft
Quelle: Umweltbundesamt, 2018

60

70

80

Länderportraits

Platz 1 ↑+3
Baden-Württemberg
Baden-Württemberg ist
> das Land mit der besten Entwicklung bei den Schwerverletzten im Straßenverkehr (2012: 865 pro 1 Mio. Einwohner,
2017: 762) und einem ambitionierten Verkehrssicherheitsziel: 40% weniger Getötete bis 2020 ausgehend von 2010.

Lärmminderung

Platz 1

Verkehrssicherheit

Platz 2

Flächenverbrauch

Platz 2

Klimaschutz		

Platz 7

Luftqualität 		

Platz 11

> das einzige Bundesland neben Berlin mit einem quantitativen
Minderungsziel für die Belastung durch Verkehrslärm (20%
weniger Betroffene bis 2020, 50% bis 2030). Aktuell sind
lediglich 3,4% der Bevölkerung betroffen.
> eines von vier Ländern, die beim Flächensparziel mindestens
so anspruchsvoll sind, wie das Umweltbundesamt.
>

unter den Ländern mit der höchsten StickstoffdioxidKonzentration in Städten und einer Vielzahl von Grenzwertüberschreitungen.

istock.com/struvictory
20

Länderportraits

Platz 2 ↓-1
Thüringen
Thüringen ist
>
Spitzenreiter bei der Luftqualität mit der geringsten
Feinstaub-Konzentration aller Länder und der besten
Entwicklungstendenz. Außerdem: keine Grenzwertüberschreitungen beim Stickstoffdioxid im Jahresmittel.

Luftqualität 		

Platz 1

Klimaschutz		

Platz 5

Verkehrssicherheit

Platz 8

Flächenverbrauch

Platz 8

Lärmminderung

Platz 9

> nach Berlin das Land mit den geringsten CO2-Emissionen pro
Einwohner im Verkehr. Neben Thüringen konnten nur Rheinland-Pfalz und Bremen ihre Emissionen seit 2009 ebenfalls
reduzieren.
>
im Mittelfeld bei der Verkehrssicherheit: Die Zahl der
Getöteten im Straßenverkehr pro Million Einwohner sinkt
(2017: 51, 2012: 58). 906 Schwerverletzte pro Million Einwohner 2017 sind dagegen fast so viele wie 2012 (918).

istock.com/hsvrs
21

Länderportraits

Platz 3 ↓-1
Rheinland-Pfalz
Rheinland Pfalz ist
>
bestes Bundesland beim Flächenverbrauch, mit einem
ambitionierten Ziel, das tatsächlich erreicht wurde: Im Schnitt
etwa 1 Hektar pro Tag.

Flächenverbrauch

Platz 1

Lärmminderung

Platz 2

Klimaschutz		

Platz 4

Verkehrssicherheit

Platz 5

Luftqualität 		

Platz 13

> eines von fünf Bundesländern, die ihr Ziel zur Verkehrslärmminderung mit einen Zeithorizont versehen (2020). 4% der
Einwohner sind aktuell von Verkehrslärm betroffen.
>
gut unterwegs bei der Verkehrssicherheit: Die Zahl der
Getöteten und Schwerverletzten im Straßenverkehr sinkt. Das
Ziel 2020 ist so ambitioniert wie das der Bundesregierung.
>
bei der Feinstaubbilanz zurückgefallen. Andere Länder
konnten die Belastung in ihren Städten gegenüber 2012
verringern.

istock.com/ah_fotobox
22

Länderportraits

Platz 4 ↓-2
Berlin
Berlin ist
> am sparsamsten beim Treibhausgasausstoß im Verkehr: 1,6
Tonnen CO2 pro Einwohner. Mit einem Reduktionsziel, das
ambitionierter ist als das der Bundesregierung.

Klimaschutz		

Platz 1

Verkehrssicherheit

Platz 3

Flächenverbrauch

Platz 3

Luftqualität 		

Platz 7

Lärmminderung

Platz 12

> anspruchsvoller beim Verkehrssicherheitsziel als der Bund
und hat die wenigsten Getöteten im Straßenverkehr 2017
(10 pro Million Einwohner).
>

konkret beim Luftreinhalteziel: Die EU-Grenzwerte sollen
bis 2025 um 25% unterschritten werden. Das wird kein
Selbstläufer – derzeit eine der höchsten Stickstoffdioxidkonzentrationen und die höchste Feinstaubbelastung.
> am lautesten: 8% der Einwohner sind von Verkehrslärm
betroffen.

istock.com/hanohiki
23

Länderportraits

Platz 5 ↑+4
Sachsen
Sachsen hat
>
die geringste Feinstaubkonzentration in den Städten mit
der zweitbesten Entwicklung im Ländervergleich. Gleichzeitig gab es 2017 keine Grenzwertüberschreitungen
beim Stickstoffdioxid-Jahresmittel.

Luftqualität 		

Platz 2

Klimaschutz		

Platz 2

Lärmminderung

Platz 4

Flächenverbrauch

Platz 11

Verkehrssicherheit

Platz 14

>
als eines von sechs Ländern ein ambitioniertes
Klimaschutzziel speziell für den Verkehrsbereich.
Der Status quo von zwei Tonnen CO2 pro Einwohner im
Verkehr sind im Ländervergleich ein guter Wert.
>
mit 3% der Bevölkerung nach Schleswig-Holstein
und Mecklenburg-Vorpommern den geringsten Anteil
Verkehrslärmbetroffener.
> kein konkretes Verkehrssicherheitsziel und gleichzeitig 977
Schwerverletzte pro Millionen Einwohner im Straßenverkehr
– der dritthöchste Wert im Ländervergleich.

istock.com/manfredxy
24

Länderportraits

Platz 6 ±0
Bremen
Bremen ist
>

neben Rheinland-Pfalz und Thüringen das einzige Land,
das 2014 geringere CO2-Emissionen im Verkehr verzeichnen
kann als noch 2009.

Klimaschutz		

Platz 3

Luftqualität 		

Platz 4

Verkehrssicherheit

Platz 4

Flächenverbrauch

Platz 10

Lärmminderung

Platz 13

> eines der sechs Länder, in denen der Stickstofdioxid-Grenzwert 2017 nicht überschritten wurde.
> mit klarem Kurs bei der Verkehrssicherheit unterwegs –
eine Halbierung der Opferzahlen von 2015 bis 2020 peilt das
Land an. Die Entwicklung ist positiv, zur Zielerreichung sind
aber größere Anstrengungen notwendig.
> als Stadtstaat stark von Verkehrslärm betroffen: 7,5% der
Bevölkerung leiden darunter.

istock.com/Harald Schmidt
25

Länderportraits

Platz 7 ±0
Mecklenburg-Vorpommern
Mecklenburg-Vorpommern hat
> bundesweit mit 1,6% den geringsten Anteil Verkehrslärmbetroffener an der Bevölkerung.

Lärmminderung

Platz 3

Luftqualität 		

Platz 5

Verkehrssicherheit

Platz 7

Klimaschutz		

Platz 13

Flächenverbrauch

Platz 15

> die niedrigste Stickstoffdioxid-Konzentration in Städten und
keine Grenzwertüberschreitungen im Jahresmittel 2017.
Keine Fortschritte bei der Feinstaubbelastung seit 2012.
> mit 79 Getöteten im Straßenverkehr 2017 deutliche Fortschritte erzielt (2010: 108). Damit liegt das Land im Zielkorridor für 2020 (-40% ausgehend von 2010). Aber: 805
Schwerverletzte pro Million Einwohner sind viele im Ländervergleich – Tendenz steigend.
> ein stetiges Wachstum der Verkehrsfläche auf inzwischen
430 m² pro Einwohner, obwohl die Bevölkerung stagniert.
>
kein konkretes Ziel zur Begrenzung des Verkehrsflächenverbrauchs.
istock.com/Daniel Rudolf
26

Länderportraits

Platz 8 ↓-3
Nordrhein-Westfalen
Nordrhein-Westfalen ist
> effizient bei der Verkehrsfläche: 2017 kommen 137 m² auf
jeden Einwohner, 2010 war es ebenso viel. Bis 2020 soll der
Verbrauch auf unter 5 Hektar pro Tag sinken – entspricht der
Empfehlung des Umweltbundesamtes.

Flächenverbrauch

Platz 4

Verkehrssicherheit

Platz 6

Klimaschutz		

Platz 7

Luftqualität 		

Platz 10

Lärmminderung

Platz 15

>
mit 27 Getöteten und 745 Schwerverletzen pro Million
Einwohner 2017 im vorderen Mittelfeld platziert. Eines
der wenigen Länder mit einem konkreten Ziel für weniger
Schwerverletzte (-20% ausgehend von 2010 bis 2020).
> besser bei der Feinstaubkonzentration in Städten: der Jahresmittelwert sank von 21 Mikrogramm pro Kubikmeter (2012)
auf 17 (2017). Gleichzeitig ist jedoch die Stickstoffdioxidkonzentration hoch und der Grenzwert wird so häufig überschritten wie in keinem anderen Bundesland.
> lärmgeplagt, 6% der Einwohner sind von Verkehrslärm betroffen und ein konkretes Ziel zur Verkehrslärmminderung
hat die Landesregierung nicht.
istock.com/acilo
27

Länderportraits

Platz 9 ↑+1
Sachsen-Anhalt
Sachsen-Anhalt ist
> eines von vier Ländern, die sich ehrgeizigere Ziele beim
Flächenverbrauch gesetzt haben, als das Umweltbundesamt
vorrechnet. Mit dem aktuellen Flächenverbrauch würde es
2020 erreicht. Der Verkehrsflächenbestand ist mit 353 m²
pro Einwohner im Ländervergleich allerdings hoch.

Flächenverbrauch

Platz 7

Luftqualität 		

Platz 8

Lärmminderung

Platz 9

Klimaschutz		

Platz 10

Verkehrssicherheit

Platz 13

> bei der Luftqualität ohne Verbesserungsziel, aber mit guten
Werten: Die Feinstaubkonzentration ist mit 16 Mikrogramm
pro Kubikmeter eine der niedrigsten im Ländervergleich.
Der Stickstoffdioxid-Grenzwert wird im Jahresmittel aber an
einer Messstation überschritten.
>

das Land mit den meisten Straßenverkehrsopfern pro
Million Einwohner: 59 Getötete (Tendenz: fallend) und 1.092
Schwerverletzte (Tendenz: steigend). Immerhin gibt es nun
ein Verkehrssicherheitsprogramm mit konkreten Zielen für
2020.

istock.com/hanker81
28

Länderportraits

Platz 10 ↑+4
Brandenburg
Brandenburg hat
> eine gute Luftqualität. Die Stickstoffdioxid-Konzentration ist
mit 14 Mikrogramm pro Kubikmeter in Städten niedrig im
Ländervergleich. Es gibt keine Grenzwertüberschreitungen.

Luftqualität 		

Platz 3

Lärmminderung

Platz 5

Klimaschutz		

Platz 12

Verkehrssicherheit

Platz 12

Flächenverbrauch

Platz 14

>

wenig Verkehrslärm: 3,4 Prozent der Bevölkerung sind
betroffen.
>

gemeinsam mit Sachsen-Anhalt einwohnerbezogen die
meisten Opfer im Straßenverkehr: 59 Getötete und 1.091
Schwerverletzte pro Million Einwohner. Auf Basis von 2012
soll es 40% weniger Getötete 2024 und halb so viele Schwerverletzte geben.
> den größten Verkehrsflächenbestand mit 444 m² pro Einwohner im Ländervergleich und weiterhin kein konkretes
politisches Ziel zur Begrenzung des Flächenverbrauchs.

istock.com/Heiko Küverling
29

Länderportraits

Platz 11 ↓-3
Hessen
Hessen ist
>

bestes Bundesland bei der Verkehrssicherheit. Schwerverletzte pro Million Einwohner 2012: 838, 2017: 744. Getötete pro Million Einwohner: 2012: 46, 2017: 34. Ein
ambitioniertes Etappenziel 2020 und die Vision Zero werden
angestrebt.

Verkehrssicherheit

Platz 1

Flächenverbrauch

Platz 5

Lärmminderung

Platz 7

Luftqualität 		

Platz 14

Klimaschutz		

Platz 15

>

eines der wenigen Bundesländer mit einem terminierten
Lärmminderungsziel. 6% der Hessen sind von Verkehrslärm
betroffen.
>

in den Städten mit einer hohen Stickstofdioxid-Konzentration belastet. Auch der Grenzwert wird im Jahresmittel
überschritten.
> das Land mit den höchsten und am stärksten steigenden
CO2-Emissionen im Verkehr. 2009: 4,1 Tonnen pro Einwohner, 2014: 4,5.

istock.com/querbeet
30

Länderportraits

Platz 12 ↑+1
Schleswig-Holstein
Schleswig-Holstein ist
> nach Mecklenburg-Vorpommern das Land mit dem geringsten
Anteil Verkehrslärmbetroffener an der Bevölkerung (2,7%).
Das bisherige Ziel, den Schutz vor Verkehrslärm zu verbessern,
wurde aber nicht in den aktuellen Koalitionsvertrag übernommen.

Lärmminderung

Platz 6

Klimaschutz		

Platz 9

Luftqualität 		

Platz 9

Flächenverbrauch

Platz 13

Verkehrssicherheit

Platz 16

> mit CO2-Emissionen von 1,9 Tonnen pro Einwohner im Verkehr
eines der fünf besten Länder – leider steigt der Ausstoß. Bis
2020 will die Landesregierung insgesamt 40% CO2 gegenüber
1990 einsparen.
> mit dem Ziel „Flächenverbrauch reduzieren“ wenig ambitioniert
– bis wann und um wie viel bleibt offen, die meisten Länder sind
konkreter. 245 m² Verkehrsfläche pro Kopf sind Mittelmaß im
Ländervergleich.
>
auch bei der Verkehrssicherheit unkonkret („Verkehrssicherheit verbessern“) – die Zahl der Schwerverletzten im Straßenverkehr liegt 2017 mit 747 pro Million Einwohner deutlich über
2012 (702).
istock.com/Leonid Andronov
31

Länderportraits

Klimaschutz		

Platz 5

Platz 13 ↓-1
Saarland

Luftqualität 		

Platz 6

Flächenverbrauch

Platz 12

Das Saarland hat

Lärmminderung

Platz 14

> gemeinsam mit Thüringen den zweitniedrigsten verkehrsbedingten CO2-Ausstoß im Ländervergleich (1,8 Tonnen pro
Einwohner), aber kein Reduktionsziel für den Verkehr.

Verkehrssicherheit

Platz 15

> eine geringe Feinstaubbelastung und keine Überschreitungen
beim Stickstoffdioxid-Grenzwert im Jahresmittel 2017. Bei
der Verbesserung der Stickstoffdioxid-Konzentration geht
es langsam voran – 2012: 22 Mikrogramm pro Kubikmeter,
2017: 21.
> mit 4,8% einen hohen Anteil von Einwohnern, die von Verkehrslärm betroffen sind. Ein konkretes Ziel zur Minderung
der Verkehrslärmbelastung fehlt.
> die rote Laterne bei der Verkehrssicherheit. Im Jahr 2012
waren pro Million Einwohner 37 Getötete zu beklagen, 2017
sogar 43. Auch bei den Schwerverletzten keine Verbesserung
– 2012: 695 pro Million Einwohner, 2017: 700. Das Ziel der
Landesregierung „die Zahl der Toten und Verletzten zu reduzieren“ ist nicht quantifiziert und datiert.
Adobe Stock/Petair
32

Länderportraits

Platz 14 ↑+2
Hamburg
Hamburg hat
> einen Verkehrsflächenbestand von 50 m² pro Einwohner
– nur Berlin ist effizienter. Neu ist das Flächensparziel des
Senats: Die zusätzliche Flächeninanspruchnahme für
Verkehr soll begrenzt werden.

Flächenverbrauch

Platz 6

Klimaschutz		

Platz 11

Verkehrssicherheit

Platz 11

Luftqualität 		

Platz 15

Lärmminderung

Platz 16

> pro Million Einwohner die zweitniedrigste Verkehrstotenzahl
(15) und die wenigsten Schwerverletzten (464) im Straßenverkehr. Dennoch gibt es 2017 mehr Schwerverletzte als
noch 2012 (450 pro Million Einwohner). Ein Verkehrssicherheitsprogramm mit ambitionierten Zielen fehlt – die meisten
Länder haben eins.
>

gemeinsam mit Bayern die größte StickstoffdioxidKonzentration (2017: 27 Mikrogramm pro Kubikmeter) und
weiterhin Grenzwertüberschreitungen. Auch die Feinstaubbelastung ist hoch (18 Mikrogramm pro Kubikmeter) und
nur wenig besser als 2012 (19).
> nach Berlin mit 7,7% den zweitgrößten Anteil Verkehrslärmbetroffener an der Bevölkerung.
Adobe Stock/querbeet
33

Lärmminderung

Platz 9

Verkehrssicherheit

Platz 10

Luftqualität 		

Platz 12

Niedersachsen ist

Klimaschutz		

Platz 14

> beim Verkehrslärm im Mittelfeld der Bundesländer – 3,5%
der Bevölkerung sind betroffen.

Flächenverbrauch

Platz 16

Länderportraits

Platz 15 ↓-4
Niedersachsen

> nach Sachsen-Anhalt und Brandenburg das Land mit den
meisten Getöteten im Straßenverkehr (51 pro Million Einwohner). Bis 2020 will die Landesregierung, ausgehend
von 2011, ein Drittel weniger Verkehrstote erreichen. Leicht
positive Entwicklung bei den Schwerverletzten – 2012: 799
pro Million Einwohner, 2017: 779.
> das einzige Bundesland ohne Klimaschutzziel. Ein Klimaschutzgesetz ist angekündigt. Die verkehrsbedingten
CO2-Emissionen sind von 2,1 Tonnen pro Einwohner (2009)
auf 2,3 Tonnen (2014) gestiegen.
> beim Flächenverbrauch zurückgefallen: Die neue Landesregierung hat das bisherige Flächensparziel nicht übernommen. Damit Deutschland im Jahr 2020 höchstens 30
Hektar pro Tag verbraucht, empfiehlt das Umweltbundesamt
für Niedersachsen 3,2 Hektar – aktuell sind es mehr als 9.
Gerd Kittel
34

Lärmminderung

Platz 8

Verkehrssicherheit

Platz 9

Flächenverbrauch

Platz 9

Bayern hat

Klimaschutz		

Platz 15

> mit 3,1% der Bevölkerung weniger Verkehrslärmbetroffene
als viele andere Länder.

Luftqualität 		

Platz 16

Länderportraits

Platz 16 ↓-1
Bayern

> 2017 pro Million Einwohner 47 Getötete und 887 Schwerverletzte im Straßenverkehr – hohe Zahlen im Ländervergleich, aber eine Verbesserung gegenüber 2012. Das Ziel,
30% weniger Getötete bis 2020, ist weniger ambitioniert, als
das der Bundesregierung und anderer Länder.
> erneut als einziges Land keine CO2-Zahlen nach der Verursacherbilanz für den Verkehr veröffentlicht. Auch das
generelle Klimaschutzziel ist wenig anspruchsvoll: Bis 2020
weniger als 6 Tonnen CO2 pro Einwohner. Dieser Stand war
schon 2007 erreicht.
>
die größte Stickstoffdioxid-Konzentration in Städten:
Nur Hamburg kommt 2017 auch auf 27 Mikrogramm pro
Kubikmeter. Der Grenzwert wird im Jahresmittel ebenfalls
überschritten.
istock.com/Grafissimo
35

Kontakt

Impressum
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Abteilungsleiter Verkehr und Umwelt

Herausgeber:

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t.krautscheid@quotas.de
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V.i.S.d.P.:

+49 228 400 015 – 5
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Veröffentlicht im November 2018

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+49 30 246 25 99–0

Dirk Flege, Geschäftsführer

www.allianz-pro-schiene.de
www.bundeslaenderindex-mobilitaet.de

Martin Roggermann
Referent für Verkehrspolitik
+49 30 246 2599 – 31
martin.roggermann@allianz-pro-schiene.de
www.allianz-pro-schiene.de.de

Jens Hilgenberg
Leitung Verkehrspolitik
+49 30 275 86 – 467
jens.hilgenberg@bund.net

+49 30 275 86 – 484
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www.bund.net
36

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Givens

Arne Fellermann
Leitung Verkehrspolitik
        
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