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Periodical volume No. 21 Bericht über die städtischen Badeanstalten

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin Issue 1918/1920

Verwaltungsbericht 
des 
Magistrats zu Berlin 
für 
die Rechnungsjahre 1918/20. 
je 21. 
Wericht über bxe städtischen Wndennstcrtten 
für öie Zeit vom 1. Jlprts 1918 bis BO. September 1920. 
I. Die städtischen Flutzbadeanstaltc«. 
Die Bäderpreise — auch in den Bolksbadeanstalten — sind um etwa 100 v. H. durch Beschluß der Gemeindebehörden im Dezember 1919 
erhöht worden. Bei dieser Gelegenheit wurde die Gewährung von Freibädern aufgehoben. 
Personen 
Einnahmen 
Es haben gebadet 
' ' 
frei 
gegen 
Zahlung 
zusammen 
Eintrittsgeld 
M 
Schwimm 
unterrichtsgeld 
M 
Gesamt 
einnahmen 
Jt 
A. Männliche Personen: 
16. Mai bis 30. September 1918 .... 
16. Mai bis 30. L-eptember 1919 .... 
17. Mai bis 30. September 1920 .... 
110 490 
104 654 
165 072 
246 896 
312 147 
275 562 
351 550 
312 147 
14 774,95 
23 489,io 
71 258,oo 
2 523,oo 
1 488,oo 
7 120,oo 
17 297,95 
24 977,io 
78 378,oo 
Summe A: 
215 144 
724 115 
939 269 
109 522,05 
11 131,00 
120 653,05 
B. Weibliche Personen: 
16. Mai bis 30. September 1918 .... 
16. Mai bis 30. September 1919 .... 
17. Mai bis 30. September 1920 .... 
31 162 
48 417 
89 149 
124 853 
132 446 
120 311 
173 270 
132 446 
8 137,60 
10 760,80 
28 347,9a 
2 367,oo 
1 122,oo 
5 560,oo 
10 504,60 
11 882,80 
33 907,20 
Summe B: 
Hierzu Summe A: 
79 579 
215 144 
346 448 
724 115 
426 027 
939 259 
47 245,60 
109 522,05 
9 049,oo 
11 131,oo 
56 294,60 
120 653,05 
zusammen: 
294 723 
1070 563 
1 365 .86 
156 767,65 
20 180,oo 
176 947,65 
Durchschnitt für 1 Jahr 
Für das Jahr 1917 . . • 
182 300 
356 854 
303 285 
465 095 
485 585 
52 255,88 
28 524,*5 
6 726,67 
3 765,oo 
58 982,55 
32 289,45 
Mithin gegen 1917 mehr 
weniger 
— 
53 569 
30 490 
' 
23 731,43 
2 991,67 
26 693,io 
Die Besuchszifser ist um 6,-8 v. H. gegenüber 1917 zurückgegangen, weil infolge Aushebung der Freibäder die Schulkinder meist nicht 
mehr häufiger als einmal täglich badeten. Dafür nahn, die Zahl der gegen Zahlung verabfolgten Bäder um 17,66 v. H. zu. 
11. Tie städtischen Bolksbadeanstalten. 
Während der Berichtszeit konnten nur einige der städtischen 
Bolksbadeanstalten vorübergehend in Betrieb genommen werden, weil 
die bestehende Kohlennot eine ständige Offenhallung nicht zuließ. 
Die Badeanstalt in der Turmstraße wird auch jetzt noch von 
der Militärverwaltung zu Einquartierungszwccken benutzt. Die An 
stalten in der Dennewitzstraße, Oderberger Straße und Gerichtstraße 
wurden im Dezember 1918 von der Militärverwaltung beschlagnahm! 
und als Entlausungsanstalten eingerichtet. Die Anstalt in der Ge 
richtstraße wurde uns nach etwa einem Monat zurückgegeben, wäh 
rend die beiden anderen Anstalten als Umkleidestellen weiter verwendet 
wurden. Wir erhielten die Anstalt in der Oderberger Straße im 
Oktober 1919 und die in der Dennewitzstraße Ende September 1920 
wieder zurück. Bäder konnten wir aus dem bereits geschilderten 
Grunde hier nicht verabfolgen. Die kleine Bolksbadeanstalt in der 
Gartrnstraßr konnten wir dauernd der Bevölkerung zugängig machen, 
da die Heizanlagen für reine Koksseuernng geeignet sind und Koks 
uns in genügender Menge zur Verfügung stand. 
Nachdem die städtischen Gaswerke sich bereit erklärt hatten, nach 
Möglichkeit kleinere Kohlenmengen für die städtischen Badeanstalten 
abzugeben, setzten wir am 2. August 1920 die Badeanstalt an der 
Schillingbrücke, einschließlich der beiden Schwimmhallen, in Betrieb, 
der auch jetzt noch, trotz aller Schwierigkeiten in der regelmäßigen 
Belieferung mit Kohlen, in vollem Umfange aufrecht erhalten wird. 
Nachstehende Tabelle zeigt, wie unsere Badeanstalten von der 
Bevölkerung in Anspruch genommen wurden.
        
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