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Periodical volume No. 52 Uebersicht über die tätigkeit des Magistratskommissars für Militärangelegenheiten und der Steuerdeputation Abteilung IV (Einquartierungsabteilung]

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin Issue 1918/1920

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Nr. 52. Militärangelegenheiten. 
teile de» Lazaretten zugeführt, teils auch als Weihnachtsgeschenke für 
die in den Schulen untergebrachten Heeresentlassenen verwendet. 
Die für Beamte, Lehrer und Angestellte der Stadt Berlin be 
stimmten Pakete wurden ihnen bei ihrer Rückkehr aus dem Felde aus 
gehändigt. 
Eine besondere Spende der Firma Knoop Söhne von 1000 Flaschen 
Rotwein an die Lazarette verteilt. 
Der durch die Gemeindebehörden sür Lazarette bewilligte besondere 
Betrag von 100 000 je kam nicht zur Verteilung. 
Der aus srühere» Jahren verbliebene Restbestand an Waren wurde 
jm März 1920 dem Hilfsausschuß für wirtschaftliche Beihilfe für ehe 
malige Kriegsgefangene und der nicht verbrauchte Barbestand von 
122 288,a M dein Magistrat zur anderweitigen Verwendung zur Ver 
fügung gestellt. 
Maßnahme» betrenenv Hriegsuntcrftütznng. 
Die bisher an die Angehörigen von Kriegsteilnehmern gezahlten 
monatlichen Unterstützungen wurden nach einer am 28. September 1918 
ergangenen Bundesratsverordnung vom 1. November 1918 erhöht, so 
daß nunmehr an Reichsnnterstützung und Gemeindezuschlag monatlich 
erhielten Ehefrauen 60 M, Kinder und andere Berechtigte 40 M. 
Bo» den Unterstützungsabteilungen der Steuerkassen und der Kasse 
des Militärbureaus wurden an Reichsunterstützungen, städtischen Unter 
stützungen, Zuschußunterstützungen, Mietbeihilsen, Zuschüsse sür städtische 
Arbeiter und Sonderunterstützungen 
vom 1. April 1918 bis 31. März 1919 — 183 827 171 M, seit Kriegs 
beginn bis 31. März 1919 — 611 697 183 M, 
vom 1. April 1919 bis 31. März 1920 — 23 387 651 M, feit Kriegs 
beginn bis 31. März 1920 — 636 084 834 .11, 
vom 1 April 1920 bis 30. September 1920 — 2 194 989 M, seit 
Kriegsbeginn bis 30. Septeniber 1920 = 637 279 823 M. 
Der Betrag der an die nach auswärts verzogenen Berliner Kriegs- 
unterstützten durch die Kasse des Militärbureans zu zahlenden Kriegs- 
nnterstützungen belief sich 
vom 1. April 1918 bis 31. März 1919 ans 8061218,r- .M, 
- 1. 1919 - 31. - 1920 - 1 204 443,,» - 
- 1. - 1920 - 30. Sept. 1920 - 227 061,z« -' 
An Anträgen ans Bewilligung von Kriegsunterstützungen waren 
gestellt 
bis zum 31. März 1919 — 360 470, davon bewilligt 320 866, 
- - 31. 1920 = 362 938, - ' 330 953, 
- - 30. Sept. 1920 = 362 986, - - 331 140. 
Aus 84 Anträge von Flüchtlingen aus den besetzten Gebieten wurden 
23 417,r» M Kriegsunterstützung gezahlt und vom Reiche erstattet. 
In Unterstützungsangelegenheiten sind bearbeitet worden Anträge 
und Anfragen allgemeiner Art 
vom 1. April 1918 bis 31. März 1919 = 649, 
1. - 1919 - 31. - 1920 = 314 
1. - 1920 -- 30. Septeniber 1920 = 737, 
Spezialsache» einschließlich Beschwerden 
vom 1. April 1918 bis 31. März 1919 = 21 731, 
- 1. 1919 - 31. - 1920 = 8 038, 
- I. - 1920 30. September 1920 = 1 735, 
Mielbeihilfesachen einschließlich Beschwerden 
vom 1. April 1918 bis 31. März 1919 = 2166, 
1. - 1919 - 31. - 1920 = 720, 
- 1. - 1920 - 30. September 1920 = 128, 
die Zahl der erhobene» Beschwerden betrug 
vom 1. April 1918 bis 31. März 1919 = 1597, 
- 1. - 1919 31. - 1920 = 480, 
- 1. - 1920 - 30. Septeniber 1920 = 44; 
es wurde der Beschwerde dnrcki Bewilligung der Kriegsunterstützung ab 
geholfen 
vom 1. April 1918 bis 31. März 1919 in 709 Fällen, 
1. - 1919 - 31. - 1920 - 210 - , 
- 1. - 1920 - 80. September 1920 in 26 Fällen; 
es wurden die Beschwerden abgewiesen 
voni I April 1918 bis 31. März 1919 in 888 Fällen, 
1 - 1919 - 31. - 1920 . 270 
1. - 1920 - 30. September 1920 in 18 Fällen. 
An überhobener Familienunterstützung wurden durch Anrechnung 
von gezahlter Kriegsunterstützung bei Festsetzung der Hinterbliebenenrente 
zurückerstattet 
vom 1.April 1918 bis 31.März >919 in 3924 Fällen 1031784,z? M, 
1. - 1919 - 31. 1920 4906 - 1616656,*i - 
. I. >920 - 30. Sept. 1920 - 2145 - 974114,n -' 
Mil Rente wurden entlassen 
voin 1. April 1918 bis 31. März 1919 = 5020 Mannschaften, 
. 1. - 1919 - 31. - 1920 = 2671 
- 1. - 1920 - 30. Sept. 1920 — 950 
AuÄgletchsnnterstnyung 
Tie Zahlung der Ausgleichsunterstützung wurde mit dein 31. De- 
zember 1918 eingestellt. Von 361 vom 1. April 1918 bis 31. Dezember 1918 
gestellten Anträgen wurden 83 genehmigt und insgesamt 44 453,z» M 
gezahlt. 
KriegÄwochen Hilfe. 
Es gelangten zur Bearbeitung 
a) Spezialsachen 
vom 1. April 1918 bis 31. März 1919 = 2488, 
- 1. - 1919 - 31. - 1920 = 665. 
- 1. - 1920 - 30. September 1920 = 35' 
bi Erstattungsanträge der Krankenkassen 
vom 1. April 1918 bis 31. März 1919 = 96, 
. 1. - 1919 - 31. . 1920 = 68. 
- 1. - 1920 - 30. September 1920 = 53, 
c) anderweitige generelle Sachen 
vom 1.'April 1918 bis 31. März 1919 = 98, 
- 1. - 1919 - 31. - 1920 = 43, 
« 1. » 1920 - 30. September 1920 = 19. 
Die Ärztliche Kiirforg« für die Krieaersamilien. 
v. 1. 4. 1918 v. 1. 4.1919 v. 1. 4.1920 
b. 31.3.1919 b. 31.3.1920 b. 30 9.1920 
ui Anzahl der Kriegerfamilien, 
die ärztliche Hilfe in Anspruch 
nahmen 202 634 
b) Zahl der ausgestellten Arzt 
überweisungsscheine . . . 240 483 
v) Zahl der ärztlichen Konsul 
tationen 364 885 
d) Zahl der ärztlichen Tages 
besuche 41473 
e) Zahl der ärztlichen Nachtbe 
suche 1 161 
f) Zahl der gebnrishilslichen 
Leistungen 759 
Ledervertcilung. 
Im Lause des Jahres 1918 wurde zu der Verteilung von Sohlen 
leder noch die Ausgabe von Kriegswohlfahrtsstiefeln eingeführt. Die 
Beihilfe des Magistrats zu jedem Paar dieser aus Zeug, Lederrand 
und Holzsohlen bestehenden Stiesel betrug bis zu 10 .«. 
Für Besohlarbeiten mußten gezahlt werden 
1918: Männers. 3,«o M, Frauens. 3 M, Kinders. 2 Jt. 
1919: * 6,oo - , - 5 -, Knabens. 4 -, Kinders. 3 M. 
1920: - 8,oo *, - 7 ., - 6 -, - 4 - . 
Auswanvsentschädignngen. 
Durch Erlasse des Reichskanzlers vom 11. September 1918 und des 
Kriegsministers vom 26. Oktober 1918 wurden die Bestimmungen über 
die Gewährung von Aufwandsentschädigung ergänzt. 
Es gingen vom 1. April 1918 bis 31. März 1919 154 Anträge 
ein, hiervon wurden 72 Anträge abgelehiil und 82 Anträge mit insge 
samt 29 385,67 M bewilligt. Die Frage der Weiterzahlung der Aus- 
wandsentschädigung nach Auslösung der alten Wehrmacht wurde durch 
den Erlaß des Reichsministers des Innern vom 14. April 1919 ge 
regelt. Es wurden vom 1. April 1919 bis 31. März 1920 noch 31 An 
träge gestellt, von denen 17 abgelehnt und 11 mit insgesaint 2849,9» M 
bewilligt wurden. Bis zum 30. September 1920 wurden noch drei aus 
dem Jahre 1919 übernommene Anträge init insgesamt 818 M bewilligt. 
Alle anderen noch eingegangenen Anträge mußten mangels begründeten 
Anspruchs abgelehnt werden. 
Beschlagnahme und Einziehung von Gegenständen aus Grund 
der Bundesratsverordnungen 
Nach dem 1. April 1918 bis zur Temobilmachung ergiiigen noch 
29 Verordnungen, "lach Anordnung der Deinobilmachung hob das 
Reichsministerium für wirtschaftliche Deinobilmachung eine große Zahl 
der erlassenen Verordnungen ans und ersetzte sie teilweise durch neue 
Anordiiiingen. Auch im Jahre 1919 ivurden zahlreiche Verordnungen 
aufgehoben, teilweise auch durch neue ersetzt, die nach kurzer Zeit wieder 
aufgehoben wurden. Am 31. März 1920 waren von den während der 
Kriegszeit über 200 ergangenen Verordnungen noch fünf in Kraft, die 
bis zum 30. September 1920 aufgehoben wurden. 
Die Verordnungen mnrden vom Magistratskomniissar für Militär- 
angelegenheiten durch Veröffentlichung im Gemeindeblatt der Stadt Berlin 
den städtischen Verwaltungsstellen zur Kenntnis gebracht. Die von den 
städtischen Verwaltungsstelle» abzugebenden Bestandserklärungen mußten 
dem Militärbureau eingereicht iverden, wurden von diesem geprüft, zu 
sammengestellt und den zuständigen Reichsbehörden iveitergereicht. 
40 545 
15 304 
48 025 
16 790 
74 715 
26 222 
6 461 
2 210 
188 
18 
144 
22
        
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