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Periodical volume No. 50 Arbeitsnachweis der Stadt Berlin

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin Issue 1918/1920

Truck von 4L. L 2. 
rloeiveiithal, Berlin <2.19. 
Verwaltungsberickt 
des 
Magistrats zu Berlin 
für 
die Rechnungsjahre 1918/20. 
M 50. 
Arbeitsnachweis der Stadt WerLin 
für die Zeit vom 1. April' 1918 bis 30. September 1920. 
Während der ganzen Tauer der Berichtszett führte den Barsch 
in der Deputation für Arbeitsnachweis Stadirar Maas. 
Durch Angliedernug neuer Fachabteilungen sowie durch den Aus 
bau bereits bestehender Bermitllungscinrichtuugcn wurde der Arbeils 
Nachweis in den 2/4 Fahren außerordemlich erweitert. 
Denl Arbeitsnachweis schlossen sich an: Ani l. April 1918 der 
bisher in dem Gebäude Gormamntr. 13 mietweise untergebrachte selb 
ständige Facharbeils nach weis der Berti n e r H o l z i n d n- 
st rie; am 2. April wurde eine Fachabteitung für das S r e in 
setz gewerbe eröffnet; am l. Dezember 1918 nahm eine neu hinzu- 
gclretenc F a ch a b l e i l u n g für Gärtner ihren Betrieb aus, am 
16. Dezember folgte eine nreiterc Abteilung, und zivar für das 
Töpfer- und Dfensetzgewerbe. 
Zu Beginn des Jahres 1919 schloß sich die Textilindustrie 
in einer besonderen Fachabteitung mit paritätisch zniammeiigejetzlem 
Äumtorinni dem Arbeitsnachweis an. Der Februar brachte den Beitritt 
des Sattler- und P o r t e f c u i l l e r g c Werkes und am 1. März 
ging die bisher vom 'Verband Märkischer Arbeitsnachiveise in der Gor- 
mannstraße geführte landwirtschaftliche Arbeit s v e rm 11 l°- 
1 it ii q als Fachableilung in die städtische Benvaltnug über. 
Im Verivaltungsjahre 1919 gliederte sich mit dem 1. April die 
öffentliche Stellenvermittlung für Kaufleute au, die bisher beim 
'Verband Mürrischer Arbeitsnachweise bestaudxu hatte. Fm Mai trai 
eine neue Fachabteitung für Steinmetzen bei. 
Am l. September eröffnete die Fachabteilung für F > e i s ch e r aus 
dem Viehlzos ihren Betrieb und im Dezember schloß sich eine Fach- 
abteilung für das Konditvrengewerbe air. 
Der Jahresbeginn 1920 führte dem Städtischen Arbeitsnachweis drei 
neue Abteilungen zu, icnd zwar die Abteilung für Werkmeister, für 
Kra n ke n pf 1 e ge p e r so n a l und für Hauspersonal in: 
Passagekaufhaus. Alle drei Abteilungen lvurüen am 2. Januar 1920 
in Betrieb genommen. Wenige Monate später erfolgte die Anglicdernng 
einer Fachableilung für Fleischer (Stadtgeschäfte) und einer solchen sii> 
das Putzgewerbe. 
Die Abteilungen für ungelernte männliche und iveibliche Arbeiter 
erhielten einen besonderen Beirat. Für die beiden landwirtschaftlichen 
Abteilungen einschließlich der Abteilung für städtische Güter wurde ein 
gemeinsamer Fachausschuß errichtet. 
Einzelne Facharbeiisuachweise, wie insbesondere die Abteilung für 
die Holzindustrie, erfuhren durch Anschlüsse neuer Untergruppen für 
Korbmacher, Musikinstrumentenmacher usw. eine beträchtliche Erweiterung. 
Bon außerordentlich weittragender Eimvirkung auf den Städtischen 
Arbeitsnachweis waren die aus der Demobilmachung sich ergebenden 
Maßnahmen in räumlicher, personeller und technischer Beziehung. 
. • 
Am 1. A'ovembcr 1919 wurden die ün Passagekaushnus gelegenen 
etwa 8000 qm umfassenden und für die Vermittlung von Facharbeiterir 
bestimmten Mieträume bezogen. Dort befinden sich die Geschäfts 
räume für folgende Arbeitsnaclpveisabteilungeu: 
Zwischen stock: Weibliches Gastivirrspersonal, Bäcker und Kon 
ditoren. Maler, Krankenpflegepersoual, Puygewerbe, Schuhmacher, Werk 
meister und Techniker. 
Erstes Stockwerk: Männliche Gastwirtsabteilung, männliche 
und iveibliche kaufmännische Abteilung und Fachableilung für Fleischer. 
Infolge der Uebernahme tun' mit der ErwerbSloscnfürjorge ver- 
buudeneu Kontrolltätigkeit erweiterte sich der Kreis der Angestellten: 
erheblich Gegenwärtig beschäftigt der Arbeitsnachweis ein technisches 
Gesanitpcrsonal von 374 Personen, darunter 240 männlichen und 134 
weiblichen Geschlechts. 
Tie Gesamteinnahmen der Arbeitsimchiveisverwaltung beliefen sich 
für das Geschäftsjahr 1919 20 aus rund 1 115 000 die Ausgaben auf 
rund 0 460 000 .«. Der Bedarf des Arbeitsnachiveises stellte sich 
mithin im letzten Geschäftsjahr der Berichts-Periode auf etwa 5',4 
Millionen Mark. 
Ter Verkehr des städtischen Arbeitsnachweises während der ganzen 
Tauer der Br'richtszeit setzte sich zusammen aus den 
Ergebnissen der 
vollen Jahre 1 
91S 19, 1919 20 und des 
- Halbjahres 
vom 1. April 
bis 30. Septeniber 1920. Es 
betrugen 
die Zahlen 
der 
Arbeitsuchenden 
männlich 
iveiblich 
zusammen 
1918 
bis 1919 
253691 
229138 
482829 
1919 
- 1920 
319049 
188 786 
507 835 
1. 4. bis 
30. 9. 1920 
169269 
96960 
266229 
£ 
I Nene Stellen 
männlich 
weiblich 
zusammen 
1918 
bis 1919 
164804 
162761 
327565 
1919 
- 1920 
261754 
202485 
464 239 
1. 4. bis 
30. 9, 1920 
104717 
79292 
184009 
Vermittlung 
männlich 
weiblich 
znsaiilinen 
1918 
bis 1919 
122981 
141054 
264035 
1919 
- 1920 
232906 
151213 
384119 
1. 4. bis 
30. 9. 1920 
99741 
63803 
163544 
Berlin, den 
15. April 19 
121. 
Der Direktor 
des Arbeit- 
machweises. 
'V 
vr. 
G r a a ck.
        
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