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Volume No. 1. Bericht über die allgemeine Verwaltung des Magistrats

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1912 (Public Domain)

14 
Nr. 1. Allgemeine Verivallung des Magistrats. 
5. 
Gymnasien, Realgymnasien, Oberreal-, Real- und höhere Mädchen 
schulen (Lyzeen). 
A. 
Der Stadtverordnete R o s e n o w ist wiederum in die De 
putation für die äußeren Angelegenheiten der städtischen höheren 
Lehranstalten eingetreten. 
Tie Direktoren des Sophien-Gymnasiums, des Dorokheenstädti- 
schen Realgymnasiums und der Körner-Realschule — Nr. 3 —, die 
Geheimen Regierungsräte D. vr. D i e l i tz und Ulbrich und Pro 
fessor vr. Lücking sind am 1. Oktober 1912 in den Ruhestand 
getreten. Ernannt sind im Laufe der Berichtsperiode Professor 
B o e k zum Direktor der 13. Realschule, Professor vr. G o l d - 
b e et zum Direktor des Sophien-Gymnasiums, Professor vr. 
Sch w a r tz zum Direktor der Luisenstädtischen Oberrealschule, Di 
rektor vr. Glatzel zum Direktor des Dorotheenstädtischen Real- 
gymnasiums, Professor vr. Louis zum Direktor der 6. Real 
schule, Professor Vr. Greif zum Direktor der Körner-Realschule 
Nr. 3 Die Kirschner-Oberreälschulc nebst Rejormrealgym- 
imsium nach Frankfurter System ist Oster» 1912 mit den Klassen 
Sexta, Quinta, Quarta und der untersten Vorschulklasse eröffnet 
ivorden. Znm Leiter der Anstalt ist der Professor vr. Tropske 
ernannt worden. 
, . B. 
Im Berichtsjahre betrug Ostern 1912 die Zahl der Klassen 
im den 11 Gymnasien, 7 Realgymnasien, 4 Oberrealschulen und 
der städtischen Studienanstalt für Mädchen 413, ivovon 357 aus 
die Hanptnnstalten und 56 auf die Vorschulen entfielen, 20 Haupt- 
anstalten wiesen die normativmäßige Zahl von Klassen auf - 300. 
In 8 Anstalten ist je 1 Oberklasse, in l Lehranstalt sind 
2 Klassen und in 7 Anstalten sind 3 Klassen geteilt — . . . 31 
das Luisenstädtische Gymnasium hatte 14 
die A irschner-Oberrealschulc 3 
die Studienanstalt für Mädchenklassen ■ 9 
zusammen 357. 
Außerdem sind bei einigen Anstalten noch Klassen in mehr 
oder weniger großem Umfange geteilt. Das Berlinische Gymna- 
sium, die Friedrichs-Werderschc Oberrealschule und die Königstädtische 
Oberrcalschnle haben keine Vorschnlilassen, das Königstädtische Real- 
gymnasium hat 4, die Kirschner-Oberrealschule 1, die übrigen An 
stalten je 3; es bestehen also zusammen 56 Vorschulklassen. Zu 
sammen wie oben 56 Klassen. 
Die Gesamtzahl der Schüler hat sich nach der im Anfange 
beigefügten Frequenzübcrsicht nur unwesentlich vermindert; sie ist 
um 12 Köpfe zurückgegangen, und zwar hat die Schülerzahl bei 
den Gymnasien um 107, bei den Realgymnasien um 103 Schüler, 
bei der städtischen Studienanstalt um 7 Schülerinnen abgenommen, 
dagegen bei den Oberrealschulen um 205 Schüler zugenommen. Bon 
100 Gymnasiasten 
auf daS: 
ausschließlich der Vorschulen 
kommen 
1. Sophien- 
Gymnasium 
8,8 v. 
H, 
2. Askanische 
-- 
11,3 - 
-- 
3. Berlinische 
- 
9,8 - 
- 
4. Lessing- 
- 
10,5 - 
- 
5. Friedrichs- 
-- 
7,4 - 
- 
6. Friedrichs-Werderschc 
- 
11,7 - 
7. Luisenstädtische 
- 
3)8 - 
- 
8. Köllnische 
- 
7.2 - 
- 
9. Königstädtische 
- 
11,8 - 
- 
10. Leibniz- 
- 
9.8 - 
- 
11. Humboldt- 
- 
8,9 - 
- 
100 v. tz. 
Von 100 Realgyntnasiasten — ausschließlich der Vorschulen 
kommen auf das: 
1. Dorotheenstädtische Realgymnasium 16,« v. H., 
2. Falk- - 13,3 - - 
3. Königstädtische - 14,« - - 
4. Andreas- - 14,« - - 
5. Sophien- - ' 14,g ° - 
6. Luisenstädtische - 10,9 - - 
7. Friedrichs- - 15,r - - 
100 v. H. 
Bon den Oberrealschulen — ausschließlich der Vorschulen - 
kommen auf die: 
1. Friedrichs-Werderschc Oberrealschule 28,9 v. H., 
2. Luisenstädtische - 27,s - -- 
3. Königstädtische - 40,t - - 
4. Kirschner- - 3,8 - « 
Von beit Schülern und 
Bekenntnisse nach: 
100 v. H. 
-«Hüterinnen waren dem religiösen 
a) evangelisch . . 
int Jahre 1912/13 
1911/12 
8 927 
8 876 
b) katholisch . . . 
848 
816 
c) jüdisch . . . . 
2 316 
2 415 
d) andersgläubig . 
63 
49 
12144 
12 156. 
Von den 12 144 
Schülern und Schülerinnen kommen 
aus die 
a) evangelische . . 
höhere Lehranstalt selbst 
Vorschule 
6 881 
2 046 
b) katholische . . . 
699 
149 
c) jüdische . . . . 
1 762 
554 
d) andersgläubige . 
31 
22 
9 373 2 771. 
Von den Schülern und Schülerinnen der Hauptanstalt gehören 
an den: 
a) evangelische 
b) katholische . 
c) "" ' 
Real- 
Ober- 
der Studien 
Gymnasien 
gymnasien 
realschulen 
anstatt 
. 3 036 
2 286 
1 478 
81 
437 
149 
105 
8 
961 
590 
164 
47 
e 12 
10 
5 
4 
4 446 
3 035 
1 752 
140 
Von den Schülern der Vorschulen gehören an den: 
Gymnasien 
Real 
gymnasien 
Ober 
realschulen 
a) evangelisch 
1023 
860 
163 
b) katholisch 
81 
58 
10 
o) jüdisch 
344 
196 
14 
d) andersgläubig 
10 
9 
3 
1 458 
1 123 
190 
Was den Wohnsitz der Eltern betrifft, so wohnten diese von 
10 777 Schülern in Berlin, 
1259 - - der Provinz Brandenburg ohne Berlin, 
65 - im Königreich Preußen ohne Brandenburg, 
10 - - Reich ohne Preußen, 
33 - - Auslan.de, 
- auswärts, 
also 1367 
im ganzen 12 144 Schüler und Schülerinnen. 
Eine Nachlveisung über die Frequenz der einzelnen Klassen im 
Vierteljahr Januar,März 1913 folgt unten. 
Was das Lehrpersonal betrifft, so gewährt der Etat als etats- 
müstige Stellen: 
sür Direktoren 23 Stellen, 
- Oberlehrer 459 
- Oberlehrerinnen 2 -- 
- Vorschullehrer 56 
- Zeichenlehrer 22 
- Gesanglehrer 21 
583 Stellen. 
Außerdem sind lute bisher eine größere Anzahl Schulamts 
kandidaten teillveis als Hilfslehrer, teilweis als Probanden sowie 
mehrere Hilfszeichenlehrer und Elcmentarlehrer beschäftigt gewesen. 
Im Personalbestände sind folgende Aenderungen eingetreten: 
gestorben sind: 7 Oberlehrer, 1 Vorschullehrer und 1 Zeichenlehrer; 
in den Ruhestand getreten sind: 10 Oberlehrer und 1 Gesanglehrer; 
ausgeschieden sind: 6 Oberlehrer und 1 Vorschullehrcr, davon sind 
3 Oberlehrer zu Direktoren hiesiger Realschulen befördert worden^ 
neu angestellt sind: 14 Oberlehrer, 2 Zeichenlehrer' und 1 Gesang 
lehrer. Von Realschulen an Vollanstalten versetzt sind: 9 Ober 
lehrer. 
Die Kosten für,die Vertretung kranker Lehrer haben 56 383 . M 
benagen. __ Für die 'persönlichen und sachlichen Ausgaben der An 
stalten besteht ein gemeinschaftlicher Etat. 
Nach dem Hauptabschluß der Stadthauptkasse für Etatsjnhr 1912 
haben die Unterhaltungskosten beim Ordinarium betragen: 
Ausgabe rund 4 441440 M, 
Einnahme - 1 613 750 - 
mithin Zuschuß 2 827 690 Ai, 
ein Betrag, der bei 12144 Schülern und Schülerinnen aus den 
Köpf ein Zuschuß von 232,8 M ergibt gegen 
226,3 M nn Rechnungsjahre 1911, 
221,6 - - - 1910, 
244,s - - - 1909, 
190,i - - - 1908. 
Werden dem ermittelten Betrage von 2 827 690 ,M 
noch die für außerordentliche bauliche Arbeiten und 
sonstige außerordentliche Anschaffungen gezahlten . . 99 325 - 
hinzugerechnet, so ergibt sich ein Gesamtzuschuß von . 2 927 015 M 
gegen 2 968 300 -
	        
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