Path:
Volume No. 48. Bericht über das Berliner Rettungswesen

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1911 (Public Domain)

Nr. 49. Berliner Rettungswesen. 
7 
b r 
tax 
M ä i 
ä 
§ 
*ss 
ss 
-- 
D a 
bei 
o 11 
in- i au- 
ner- ßer- 
halb 
c 
CS 
SS 
js_ 
I 
Aeußere Fälle 
Innere 
Fälle 
Selbstmorde 
und 
Selbstmordversuche 
«a 
SS 
vO 
‘E 
T o 
bei 
0 n 
in- au- 
ner- ßer- 
halb 
fi 
e 
er? 
Tag 
Nacht 
der Wachen 
5i 
M 
F 
Sa 
M 
F 
ä 
Sa 
M 
F 
K 
Sa 
§ 
1 
er? 
Tag 
Nacht 
der Wachen 
70 
47 
23 
70 
55 
6 
n 
72 
— 
— 
_ 
72 
43 
29 
72 
— 
192 
149 
43 
190 
2 
— 
139 
29 
26 
194 
8 
4 
3 
15 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
209 
157 
52 
206 3 
— 
59 
50 
9 
59 
— 
60 
12 
4 76 
1 
1 
— 
2 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
78 
63 
15 
77 
1 
— 
.— 
49 
31 
18 
47 
2 
— 
27 
2 
8 
37 
— 
1 
— 
1 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
38 
30 
8 
38 
— 
—. 
83 
69 
14 
79 
4 
— 
67 
8 
10 
75 
16 
5 
1 
21 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
96 
83 
13 
92' 4 
— 
180 
— 
— 
9 
111 
30 
5 
146 
14 
11 
— 
25 
1 
— 
— 
1 
— 
172 
— 
— 
— 
7 
—. 
— 
118 
100 
18 
— 
— 
— 
97 
13 
15 
125 
3 
1 
5 
9 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
134 
107 
27 
— 
- 
— 
— 
17 
16 
1 
17 
— 
— 
10 
3 
2 
15 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
15 
13 
2 
15 
— 
— 
17 
11 
6 
17 — 
— 
15 
— 
3 
18 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
18 
11 
7 
18 
— 
— 
— 
53 
41 
12 
53 — 
— 
43 
10 
17 
70 
2 
— 
2 
4 
— 
— 
— 
— 
— 
74 
66 
8 
74 
— 
— 
— 
25 
20 
6 
— 
— 
— 
36 
— 
1 
37 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
37 
29 
8 
— 
— 
— 
— 
51 
39 
12 
48 
3 
— 
26 
20 
3 
49 
8 
1 
— 
9 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
58 
50 
8 
58 
— 
914 
— 
_ 
— 
9 
676 
133 
105 
914 
51 
24 
11 
86 
1 
1 
— 
— 
1001 
7 
1009 
9 
1107 
7 
in finanzieller Hinsicht für die Stadt nach sich ziehen ivürde, so war 
man der Ueberzeugung, daß der bisher für das städtische Rettungs- 
wcsen von den Gemeindebehörden zur Verfügung gestellte Betrag von 
220 000 M bis aus weiteres auch für die Zukunft ausreichen würde. 
Die größte Zahl der laufenden Ausgabeposten (es seien nur genannt: 
Miete, Reinigung, Heizung, Beleuchtung, Verbandmaterial, Instru 
mentarium, Inventar und Wäsche, Fernsprecher, Heilgehilfen sowie die 
Generalkosten der Zentralmeldestelle, der Transparentlaternen, der 
Rettungsstationen an den Flußläusen und der Sanitätsstuben, der 
Verwaltung, des Bureaus, der Revision und Kanzlei) — alle diese 
Ausgaben sind durch die mehrjährigen Beobachtungen und Ersah 
rungen so genau festgelegt worden, daß sie sich fast auf Heller und 
Pfennig bemessen lassen. Annähernd das Gleiche gilt von bcn_ Ein 
nahmen der Wachen, die künftig natürlich gleich allen übrigen städti 
schen Gefällen aus Krankenhäusern und dergleichen durch die dazu 
berufenen städtischen -Organe eingezogen werden würden, und bei 
der aktcnmäßigen Verfolgung des einzelnen Falles wohl eher ein 
Mehr gegenüber den jetzigen Eingängen, als ein Weniger versprechen 
würden. Eine Ersparnis an Kosten etwa in Höhe von 10—15000 M 
wird auch aus der Vereinheitlichung der Verwaltung zu er 
warten sein, die gegenwärtig, da sie ja an allen drei Stellen der 
städtischen Gegcnköntrahenten selbständig geführt wird, nicht weniger 
als 35 000 M in Anspruch nimmt. Daß die Zusammenlegung 
hier verbilligend wirken muß, liegt auf der Hand. 
Genau zu berechnen sein wird auch der für den ärztlichen 
Dienst erforderliche Gesamtbetrag. In Wegfall werden allerdings 
kommen die bisher zugunsten einer oder der anderen der drei Insti 
tutionen aus der Bürgerschaft gewährten Spenden, die indes ohne 
hin schon stark zurückgegangen sind, und nur noch bei einigen Sani- 
lätswachcn größere Zahlen' aufwiesen. Auch hier aber weisen einige 
Wachen, während früher damit gerechnet wurde, daß sie etwa die 
Hälfte der gesamten Kosten selber aufbrachten, nur noch Beträge von 
116 M, 281 M, 560 M, also Beträge aus, die gegenüber den 
städtischen Beihilfen kaum noch in Betracht kommen. 
Die Gemeindebehörden haben daher, indem sie den Vorschlägen 
.der Magistratskommission im wesentlichen beitraten, beschlossen, die 
mit dem Aerztcverein und dem Kuratorium der Unfallstationen ge 
schlossenen Verträge alsbald zu kündigen und nach ihrem Ablauf, 
am 1. April 1913, das gesamte Rettungswesen, die Sanitätswachen 
aber bereits am 1. April 1912, in städtische Verwaltung zu über 
nehmen. 
Wie im einzelnen dieser Dienst künftig zu gestalten uird 
wie seine Durchführung zu überwachen sein wird, bedarf noch näherer 
Verhandlungen, insbesondere auch mit dem Aerztcverein, dessen Be 
reitwilligkeit, der Stadt weiter seine guten Dienste hinsichtlich der 
Nachweisung geeigneter Aerzte zu bieten, dankbar anzuerkennen ist. 
Als die geeignete Stelle für diese Verhandlungen und für Beratung 
der künftigen Neugestaltung erschien ein „Kuratorium für das städti 
sche Rettüngswesen", das aus 4 Magistratsmitgliedern, 8 Stadt 
verordneten und 4 Bürgerdepnticrten besteht. Die Zuziehung von 
4 Bürgerdeputicrtcn soll es ermöglichen, daß entsprechend dem weit 
gehenden Interesse der Bürgerschaft an dem Rettüngswesen auch 
außerhalb der städtischen Verwaltung stehende sachkundige Männer, 
insbesondere zunächst am besten wohl Mitglieder der drei bisher 
mit der Stadtgemeinde im Vertragsverhältnis stehenden Bereini 
gungen, an der Verwaltung beteiligt werden, während der vierte 
Bürgerdeputierte ein von der Zemralkommission der Krankenkassen 
Berlins vorgeschlagener Krankenkasscnvertreter sein soll. 
Diesem Kuratorium soll es auch überlassen bleiben, diejenigen 
Ilebergangsbestimmungen zu treffen, die zum 1. April 1913 behufs 
Uebcrleitung der gegenwärtigen Verhältnisse in die neue Gestaltung 
erforderlich sein werden. Denn es liegt auf der Hand, daß die 
Stadt bestrebt sein wird, die derzeitigen Verhältnisse nach Möglich 
keit zu schonen und insbesondere denjenigen Aerzten, welche zur 
Zeit dem Rettungsivesen ihre Dienste geleistet haben, den Uebertrüt 
in die städtische Beschäftigung, soweit irgend angängig, zu erleichtern. 
In das Kuratorium sind seitens des Magistrats der unterzeich 
nete Bürgermeister als Vorsitzender und die Stadlräte Geheimer 
Sanitätsral vr. «t r a ß m a n n , V e n z k y und Runge entsandt 
worden. Die Stadtverordnetenversammlung hat in das Kuratorium 
aus ihrer Mitte die Stadtverordneten vr. G e l p ck e, vr. I s a a c, 
Koblenzer, Landsbcrg, vr. Ritter, Sachs, Spendig 
und vr. W e y l, als Bürgerdcputierte den Geheimen Sanitätsrat 
vr. Alexander, Vorsitzenden des Aerztevereins, den Kommerzien 
rat Knoblauch, Vorsitzenden des Kuratoriums der Unfallstationen, 
den Bezirksvorsteher Brandes, stellvertretenden Vorsitzenden der 
bisherigen Sanitätswache Grüner Weg, und den Vorsitzenden der 
Zentralkommission der Krankenkassen Berlins und der Vororte, S i - 
ni a n o w s kl, gewählt. 
II. Laufende Verwaltung. 
Auch im Berichtsjahre ist, wie aus der beigefügten Uebersicht 
über die Inanspruchnahme der einzelnen Hilsswachen in den ver 
schiedenen Monaten ersichtlich ist, die Bürgerschaft in ausgedehntem 
Maße genötigt gewesen, die Einrichtungen des Berliner Rettungs- 
Wesens in Anspruch zu nehmen. Aus der Uebersicht erhellt, daß 
durchschnittlich in jedem Monat die Hilsswachen in 5628 Fällen, 
mithin also täglich etwa 186 mal, in Anspruch genommen worden 
sind. Zu der Tätigkeit der Hilfswackien kommt noch die erste Hilfe 
leistung durch die 13 in den Krankenhäusern befindlichen Haupt 
wachen hinzu, über deren Inanspruchnahme die Tabelle 2 Auskunft 
gibt. Hiernach sind die Hauptwachcn in jedem Monat etwa in 
1090 Fällen, mithin also täglich ctiva 36 mal, in Anspruch ge 
nommen worden. Die gesamten Stationen für erste Hilfe sind somit 
im ganzen in 80 623 Fällen, d. h. monatlich im Durchschnitt 6718 mal, 
täglich 220 mal, in Anspruch genommen worden. 
Die im Bericht des Vorjahres erwähnten einheitlichen Rettungs 
koffer sind im Berichtsjahre in Auftrag gegeben, aber noch nicht 
geliefert worden. 
III. Wichtige Ereignisse. 
Anläßlich der Turnerfestlichkeiten im Juni 1911 war ein be 
sonderer Rettungsdienst eingerichtet, indem in der Bockbrauerei an 
zwei Tagen eine fliegende Wack)e errichtet uitü während des Fest 
zuges besondere Vorkehrungen getroffen waren. 
8. Besonderer Teil. 
I. Stationen für erste Hilfe. 
Beim Aerztcverein des Berliner Rettungswesens haben, soweit 
sie das Berliner Rettungsivesen betreffen, die Gesamteinnahmen 
einschließlich des am Ende des Vorjahres verbliebenen Bestandes 
von 1223,98 .# = 38 077,61 M, die laufenden Ausgaben 83182,rr 
die Differenz also 45105,m M betragen. Da nach den Bestim 
mungen des Vertrages die Beihilfe derart zu gewähren ist, daß 
für jedes Vierteljahr als Beihilfe die Differenz gezahlt tvird, welckx 
sich für das abgelaufene Vierteljahr zwischen Einnahmen und Aus 
gaben ergeben bat, sind tatsächlich 47107,sz M Beihilfe gezahlt 
worden. Der somit verbliebene Beistand von 2002,i? M wird aus 
die Beihilfe für das Etatsjahr 1912 angerechnet. 
Bei den Unfallstationen haben, soweit sie das Berliner Rettungs 
ivesen betreffen, die Einnahmen 102 272,18 M, die Ausgaben 
181 168,39 M, die Differenz also 78 896,21 M betragen. Da nach
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.