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Volume No. 30. Bericht der Gewerbedeputation des Magistrats und des Magistratskommissars für die Orts- und Betriebskrankenkassen

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1911 (Public Domain)

Nr. 30. Gewerbedepulation. 
i) 
beitrag von 20 3, pro Kasscnmitglied erhoben. Bon dem allgemeinen 
Kosteubeitraa entfielen 
auf Arzthonorar 3,55 M, 
-- Berbandmaterial, Berwaltnngskosten und Nachkuren in 
Genesungsheimen und Heilbädern . 0,so - 
find obige 4,45 M. 
Als Rekonvaleszenten wurden in den städtischen Heimstätten ver 
pfleg! auf die Dauer von 3—4 Wochen 
in Gütergotz 281 männliche Personen für . . . 15 832,so M, 
- Heinersdorf 1 - Person - ... 70,oo - 
- llpstall 226 weibliche Personen - ... 13167,sv - 
zum Gebrauch von Heilbädern erhielten 67 Personen 
Beihilfen im Gesamtbeträge von 10 465,oo - 
Für Genesungszwecke wurden somit im ganzen 
verausgabt 30 535,oo M. 
Eine weitere Uebersicht über Die Bereinsverwaltung gewährt die 
nachstehende Tabelle: 
Ende 
Ende 
Mithin 1911 
1911 
1910 
weniger 
mehr 
Zahl der Kassen .... 
Gesamtzahl der Mit- 
48 
46 
— 
2 
glieder 
191124 
187 247 
— 
3 877 
Verausgabt wurden: 
M 
M 
M 
M 
a) für Arzneien . . . 
352 948,13 
332 725,17 
— 
20 222,% 
b) - Arzthonorar . . 
c) - Verbandstoffe und 
649 111,37 
631 500,52 
— 
17 610,8» 
pro stationo verord 
nete Arzneien . . . 
106 822,50 
92 088,72 
14 733,78 
F. Stiftungen. 
Lfde. 
Nr. 
Name der Stiftung 
Anzahl der 
ein- berück 
gegangenen I sichtigten 
Gesuche 
An Stipendien oder Unter 
stützungen sind gezahlt 
im einzelnen im ganzen 
M M 
Rest. der auf 
das nächste Jahr 
übertragen ist 
Bemerkungen 
1 
Stiftung der Berliner Gewerbeaus- 
Für Ausstellung-zwecke 
stellunq im Jabre 1879: 
sind 300 M’ gezahlt, 
a) Ausstellungsfonds .... 
147 
96 
— 
3 350,oo 
— 
der Rest für Sti 
pendien. 
b) Stipendienfonds 
— 
— 
— 
18 000,oo 
— 
c) Dispositionsfonds .... 
— 
— 
— 
2 000,oo 
— 
Für öffentliche Vorträge 
über technifcheWifien- 
schäften im Betriebe 
2 
Friedrichsgewerbestipendium .... 
42 
15 
150 
2 250,oo 
60,25 
der Gewerbe. 
3 
Gewerksausstellungsfonds; 
» 
a) Stipendienfonds 
0 
8 
100 
800,oo 
420,41 
b) Färberfouds 
3 
3 
35 u. 36 
106,oo 
— 
4 
Zimmermeister Eggerts Unter- 
ftützungsgeld für rechtschaffene 
fremde Zimmergesellen 
— , 
— 
— 
122,20 
— 
5 
Berthold Schäfferstiftung: 
a) Gürtlermeisterwitwen . . . 
5 
4 
200—250 
874,oo 
— 
b) Gürtlergesellenwitwen . . . 
5 
5 
120—200 
874,oo 
c) Gürtlerlehrlinge 
10 
10 
74,30—90 
874,50 
— 
ti. Sonstige Gcschäftssachen. 
Eingeschriebene Hilfskassen. Entwürfe von Staturen 
und Statutenänderungen sind 17 eingereicht worden, während An- 
meldungen von Vorstandsmitgliedern in 26 Fällen erfolgt find. 
Naturalisationen. Es lagen 112 Naturalisationsgesuche 
zur Aeußerung vor. Von diesen wurden im Einverständnis mit der 
Stadtverordnetenversammlung 100 befürwortet und 1 nickt befür 
wortet. 2 Gesuche wurden zurückgezogen. 
Ergänzung der Zustimmung des gesetzlichen Ver 
treters zur Ausstellung von 
a) Arbeitsbüchern. Auf 51 Anträge wurde in 45 Fällen 
— darunter in 19 Fällen durch besonderen Beschluß — die Zu 
stimmung zur Ausstellung ergänzt. 1 Antrag wurde abgewiesen, 
4 wurden zurückgezogen, während 1 Antrag durch nachträgliche Er 
teilung der Zustimmung des gesetzlichen Vertreters sich erledigte. 
b) Arbeitskarten. Die Zustimmung wurde in den beiden 
anhängigen Fällen ergänzt. 
Gesellenjubiläums so nds. Auf Grund des Gemeinde 
beschlusses von: 15./27. August 1840 wurde 16 Gesellen, die über 
50 Jahre dem Gesellenstaiide angehörten, ein Geschenk von je 15 M 
Bewährt. 
Schanksachen. Es lagen 7119 Gesuche — gegen 7292 im 
Vorjahre — zur Aeußerung vor. Von diesen wurden 6879 befür 
wortet; bei 22 wurde Widerspruch erhoben, während 218 zurück 
gezogen oder gegenstandslos wurden. 
Sonntagsruhe im Handelsgewerbe. Die Verhand 
lungen über den Erlaß eines Ortsstatuts zur Einschränkung der 
Sonntagsarbeit in offenen Verkaufsstellen sind in diesem Jahre zu 
Ende geführt ivorden, nachdem die an Berlin angrenzenden Vororte 
— außer Pankow — sich zum Erlaß eines dem Berliner gleichen 
Ortsstatuts entschlossen hatten. Das Berliner Ortsstatut ist mit dem 
1. Januar 1912 in Kraft getreten. Es hat folgenden Wortlaut: 
Orts ft «tut 
über Einschränkung der Sonntagsarbeit in offenen Verkaufsstellen. 
Auf Grund der §§ 105 b Abs. 2, 142, 146 a der Gewerbe 
ordnung wird nach Anhörung beteiligter Arbeitgeber und Arbeit 
nehmer für den Gemeindebezirk Berlin folgendes bestimmt: 
In offenen Verkaufsstellen des Handelsgewerbes dürfen Gehilfen, 
Lehrlinge und Arbeiter — abgesehen vom ersten Weihnachts-, Oster 
und Pfingsltage, au ivetchen ihre Beschäftigung überhauvt unter 
sagt ist — an Sonn- und Festtagen in der Zeit vom 1. Mai bis 
einschließlich 30. September nur von 8—10 Uhr vormittags und 
in der Zen von 1. Oktober bis einschließlich 30. April nur von 
12—2 Uhr mittags beschäftigt werden, soweit nicht Ausnahmen 
durch die hierfür zuständigen Behörden festgesetzt werden. 
8 2. 
Die im 8 1 verordnete Einschränkung findet auf den Handel 
nnt Nahrungs- und Genußmittcln, sowie auf den Handel mit Blumen 
keine Anwendung. 
8 3. 
Zuwiderhandlungen gegen dieses Ortsstatut werden mit Geld 
strafen bis 600 M, im Unvermögensjallc mir Haft bestraft. 
8 4. 
Dieses Ortsstatut tritt mit dem 1. Novcinber 1911 in Kraft. 
Berlin, den 14. Oktober 1911. 
Magistrat hiesiger König!. Haupt und Residenzstadt. 
K i r s ch n e r. 
Das vorstehende Ortsstatut wird hierdurch mit der Maßgabe 
bestätigt, daß es am 1. Januar 1912 in Kraft tritt. 
Potsdam, den 3. November 1911. 
(L. S.) 
Der Oberpräsident, 
v. Conrad. 
Berlin, den 9. Oktober 1912. 
Gewerbedepulation des Magistrats. 
Maas.
	        
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