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Volume No. 14. Bericht über die städtische Armenpflege

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1911 (Public Domain)

Nr. 14. Armenpflege. 
9 
XIV. F amilienst and der Mütter der Pflegekinder. 
Zahl am 31. März 
1912 
in Prozenten 
der Gesamtzahl 
ledig 
1472 
19.16 
verehelicht 
605 
7,88 
eheverlassen 
1064 
13,85 
geschieden 
428 
5,57 
verwitwet 
4118 
53,54 
zusammen 
7 682 
Im Anschluß hieran wird erwähnt, daß im Monat März 
1912 iiberhaupt 2978 eheverlassene Frauen haben unterstützt werden 
müssen. Der Gesamtaufwand (Almosen, Pflegegeld und Extra- 
unterstützungen) betrug 48 575 M, d. h. rund 16 M pro Kopf. 
Eine Zusammenstellung aller laufend unterstützten, weiblichen 
Personen nach dem Familienstande — siehe die Tabellen X und 
XIV — ergibt folgendes Bild. 
XV. 
Zahl 
am 31. März 1912 
Almosen 
empfängerinnen 
Pflegegeld 
empfängerinnen 
(leibl. Mütter) 
Zusammen 
ledig 
4 606 
1472 
6078 
verehelicht 
223 
605 
828 
eheverlassen 
1 172 
1064 
2 236 
geschieden 
752 
428 
1180 
verwitwet 
19 699 
4113 
23 812 
zusammen 
26 452 
7 682 
34 134 
XVI. Unterstützungen (und Erstattungen) unmittelbar durch die Armendirektion. 
Gezahlt im Berwaltungsjahr 
1911 
1910 
1909 
1908 
1907 
M 
M 
M, 
M 
M 
63 382 
65 293 
59 437 
55 476 
47 4’lü 
19 092 
19 925 
21 428 
21 960 
19 208 
44 118 
48 898 
34 123 
15 102 
11 385 
969 
969 
874 
1 044 
1 065 
50 000 
50 000 
50 329 
81 400 
64 945 
664 108 
724 227 
606 693 
511 062 
505 918 
8 247 
8 820 
12 923 
16 063 
10 712 
849 916 
918 132 
785 807 
702 107 
660 643 
3. 
4. 
Laufende Unterstützungen (Verpflegungskosten) für die hier oder außerhalb 
untergebrachten Pfleglinge und sonstige ausnahmsweise von der Armen 
direktion selbst an Arme bewilligte laufende Unterstützungen 
Außerordentliche Unterstützungen: 
a) Bekleidung für arme Konfirmanden 
im Jahre 1911: 943 Knaben, 415 Mädchen — 1 358 Personen 
- 
- 1910: 968 
455 
= 1 423 
- 
- 1909: 974 
500 
-- 
= 1 474 
-- 
- 1908: 965 
530 
- 
== 1 495 
- 
- 1907: 840 - 
470 
- 
= 1 310 
b) Mietbeträge, Transportkosten 
c) Unterstützungen zu Badekuren 
Besondere Arten von Unterstützungen: 
Beiträge an die Armenspeisungsanstalt*) 
Zahl der bestellten Portionen im Jahre 1911: 470 450 
in den Vorfahren 1910/07 bezw. 421 160, 446 630, 749 250, 581 100 
Erstattungen: 
a) an auswärtige Armenverbände (Unterstützungen hier ortsangehöriger 
Personen) 
b) an das städtische Obdach (Unterstützungen zur Aushilfe der aus dem 
Obdach entlassenen Familien) ■ ■ • ■_ 
*) Die Suppen werden in Portionen von l,i I mittags von 12—1 Uhr verabfolgt. Die Zubereitung kostet rund 82 000 M (gegen 69 660 M' 
71 955 M, 98010 M in den Vorjahren). Zur Deckung der Kosten trug außer oben verzeichnetem Zuschuß der Ertrag der Hauskollekte mit 17 434 M (in den 
Vorjahren 21 453 M, 19 179 M, 20 000 M) vornehmlich bei. 
Als eine besondere Art Naturalunterstützung ist auch die Ver 
abfolgung von Kleidungsstücken und die leihweise Ueberlassung von 
Betten und Wirtschaftsstücken — aus Nachlässen — zu erwähnen, 
die beim Tode laufend unterstützter Personen der Armendirektton 
zugefallen sind. 
Im Berichtsjahre 1911 sind verausgabt: 
1. Männerkleidung: 13 Röcke, 10 Hosen, 9 Westen, 7 Uebcr- 
zieher, 4 Paar Stiefel, 12 Hemden, 7 Unterhosen, 3 Paar 
Strünrpfe, 1 Hut. 
2. Frauenkleidung: 5 Mäntel, 5 Umhänge, 21 Klerder, 20 
Unterröckc, 52 Hemden, 10 Paar Stiefel und Schuhe, 21 
Schürzen, 9 Tücher, 30 Unterhosen. 22 Nachtjacken. 11 Taschen 
tücher, 6 Paar Strümpfe. 
3. Bett- und Lagerzeug, Möbel usw.: 339 große Bettstucke, 
323 kleine Bettstücke, 84 große Bettbezüge, 146 kleine Bett 
bezüge, 70 Laken, 127 Matratzen, 20 Spiegel, 0 Wasche 
spinden, 22 Handtücher, 1 Sofa, 101 Kleidersprnden, 31 
Küchenspinden, 48 Kommoden, 93 Tische, 219 Stühle, 134 
Bettstellen, 8 Nähmaschinen, 0 Bänke, 1 Uhr, 24 Serien 
Haus- und Küchengerät, 11 Wannen, 14 Krankenwagen. 
An Stelle der in den früheren Verwaltungsberichten gebrachten 
nur einige Jahre umfassenden Uebersicht über das Verhältnis der 
mittleren Zahl der laufend unterstützten Personen zu der mittleren 
Zahl der Zivileinwohner lassen wir auch in dem vorliegenden Bericht 
eine Zusammenstellung folgen, die dieses Verhältnis hinsichtlich aller 
unterstützten Personen, also einschließlich der mit Extraunterstüyungen 
bedachten, auf viele Jahre zurück veranschaulicht. 
Hierbei ist zu bemerken, daß die mittleren Zahlen der unter 
stützten Personen durch Zwölfteilung aller einzelnen Zuwendungen 
im Laufe des Jahres gewonnen find, also gegen die mittlere Zahl 
der durchschnittlich unterstützten Personen insofern abweichen, als 
vielfach im Jahre denselben Personen wiederholt Zuwendungen 
gemacht werden. Bei dem Mangel einer genaueren Stattstik hierüber 
sind mit dieser Einschränkung die nachfolgenden Zahlen unter sich 
Wohl vergleichbar.
	        
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