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Volume No. 3. Bericht der Steuerdeputation

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1910 (Public Domain)

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Nr. 3. Steuerverwaltung. 
b) Ergänzungssteuer. 
Die nachstehende Zusamnicnstellung veranschaulicht die Schwankungen der Ergänzungssteuer in den letzten 5 Jahren. 
Steuerpflichtige 
Ab- und Zunahme 
Steuersoll der Steuerpflichtigen 
Ab- und Zunahme 
Steuer- 
mit Einkommen 
gegen 
mit Einkommen 
gegen 
Summe 
Summe 
jähr 
bis 
über 
das 
das 
bis 3 OM M 
über 3000 J6 
das Vorjahr 
das Jahr 1895 
3 OM M 
3 (XX) M 
Vorjahr 
Jahr 1895 
Jt 
M 
M 
Ji 
M 
1895 *) 
19 549 
33 229 
52 778 
_ 
235 045,80 
3 842 893,40 
4 077 939,20 
_ . 
weniger 
mehr 
weniger 
weniger 
1906 
17 504 
39 080 
56 584 
2 840 
3 806 
195 648,oo 
3 867 840,20 
4 063 488,20 
199 553,eo 
14 451,oo 
weniger 
mehr 
iveniger 
weniger 
1907 
16 979 
37 458 
54 437 
2 147 
1 659 
187 223,40 
3 714 Ol3,oo 
3 901 236,40 
162 251,80 
176 702,80 
mehr 
mehr 
inehr 
mehr 
1908 
18 489 
40 235 
58 724 
4 287 
5 946 
199 586,60 
4 014 195,40 
4 213 782,oo 
312 545,60 
135 842,80 
weniger 
mehr 
3 810 375,60 
weniger 
weniger 
1909 
16 853 
37 851 
54 704 
4 020 
1 926 
188 719,oo 
3 999 094,60 
214 687,40 
78 844,60 
weniger 
weniger 
weniger 
weniger 
1910 
16 569 
36 043 
52 612 
2 092 
166 
190 242,60 
3 593 403,oo 
3 783 645,60 
215 449,oo 
294 293,80 
*) Das Ergänzungssteuergesetz vom 14. Juli 1893 trat am 1. April 1895 in Kraft. 
Der Rückgang der steuerpflichtigen Personen und des Steuersolls 
in den Jahren 1906, 1907, 1909 und 1910 ist daraus zurückzuführen, 
daß ilt diesen Jahren keine besonderen Veranlagungen stattfanden. 
Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Bestimmungen wurden von 
der Ergänzungssteuer freigestellt alle diejenigen, deren steuerbares 
Vermögen 6 000 M nicht übersteigt, oder deren Vermögen den Betrag 
von 20 000 M und deren Einkommen den Betrag von 900 M nicht 
übersteigen, und ferner weibliche Personen, die minderjährige Familien 
angehörige zu unterhalten haben, vaterlose minderjährige Waisen und 
Erwerbsunfähige, insofern das steuerbare Vermögen der bezeichneten 
Personen den Betrag von 20 000 M und das Einkommen den Betrag 
von 1 200 ,M nicht übersteigen. Die Zahlen dieser Personen sind in 
den Abschlüssen der Staatssteuerlisten von der Veranlagungskommission 
nicht festgestellt. 
Von den 561526 einkommcnsteuerfreien Personen bezw. den 
498186 einkommensteuerfreien Haushaltungsvorständen und Einzeln 
steuernden wurden 2 378 Haushaltungsvorstände und Einzelnsteuernde 
mit 2 691 Köpfen zur Ergänzungssteuer veranlagt, weil ihnen ein 
steuerbares Vermögen von mehr als 20 000 M beizumessen war. 
Zur Ergänzungssteuer wurden für 1910 veranlagt: 
a) Zensitcn, die zur Einkommensteuer mit Einkomme» 
bis 3 000 M veranlagt sind 16 569 
b) Zensiten, die zur Einkommensteuer mit Einkommen 
von mehr als 3 000 M veranlagt sind . . . , 36 043 
Summe der ergänzungssteuerpflichtigen Zensiten 52 612 
Von den vorher nachgewiesenen 664 709 
Haushaltungsvorständen bezw. Einzelsteuernden, die zur 
Staatseinkommensteuer nach den Staatssteucrlisten ver 
anlagt sind, und ferner von denjenigen vorher ebenfalls 
angegebenen 2 378 
Zensiten, die nicht der Einkommensteuer unterliegen, aber 
zur Ergänzungssteuer herangezogen wurden, 
zusammen 667 087 
sind 614 475 
von der Ergänzungssteuer freigelassen, während .... 52 612 
oder 7,89 v. H. gegen 8,26 v. H. int Vorjahre, dieser Steuer 
unterliegen , 
Sind wie oben 667 087 
Steuersoll der Staatseinkommcnsteuer und Ergänzungs 
steuer. 
Einkommensteuer. 
Von den oben nachgewiesenen 656 500 zur Staatseinkommen- 
stener veranlagten Zensiten war, wie weiterhin nachgewiesen wird, in 
4 Vierteljahrsbeträgen das staatlicherseits festgestellte Soll einzufordern. 
Von den zur Staatseinkonimensteuer mit Einkommen von mehr 
als 900 M bis einschließlich 3 000 M veranlagten Steuerpflichtigen 
waren auf Grund des § 19 des Einkommensteuergesetzes — Er 
mäßigung des vorgeschriebenen Steuersatzes 
um eine Stufe bei dem Vorhandensein von 2, 
- zwei Stufen - - - - 3 oder 4, 
- drei - - - - -5-6 
und um je eine weitere Stufe für je 2 weitere Familienangehörige« 
denen sie auf Grund gesetzlicher Verpflichtung (§§ 1601 bis 1615 B 
G. B.) Unterhalt gewähren; — 7 832 Zensiten, und auf Grund des 
§ 20 l. c. — besondere, die Leistungsfähigkeit beeinträchtigende wirt 
schaftliche Verhältnisse — 485 Zensiten von der Staatseinkommensteuer 
freigestellt. 
Für 
a) 590 892 Zensiten mit Einkommen bis 3000.47, 
mit einem Normalsteuersoll von .... 10106 419,v» M, 
— durchschnittlich 17,io M gegen 16,98 M für 
1909 — und den gemäß § 8 des Gesetzes vom 
26. Mai 1909 festgesetzten Zuschlägen in Höhe 
von 409 240,80 - 
b) 64 122 Zensiten mit mehr als 3000 ,M Ein 
kommen, mit einem Normalsteuersoll von 22 341 849,»o - 
— durchschnittlich 348,« M gegen 361,75 M für 
1909 — und den Zuschlägen in Höhe von . 4 306 314,oa - 
c) 225 nicht physische Personen mit Einkommen 
bis 3 MO M, mit einem Normalsteuersoll von 7 338,oo - 
— durchschnittlich 32,si M gegen 30,is M für 
1909 — und den Zuschlägen in Höhe von . 520,so - 
ck) 1 261 nicht physische Personen mit mehr als 
3 000 M Einkommen, mit einem Normal 
steuersoll von . 9 349 073,oo - 
— durchschnittlich 7 414 M gegen 7 457 M für 
1909 — und den Zuschlägen in Höhe voit . 4 387 356,«o - 
waren insgesamt 50 908 111,oo M 
Staatseinkommensteuer durch Hebelisten auszu 
schreiben bezw. durch die Abgangslisten nachzuweisen. 
Hierzu traten durch die im Laufe des Jahres 
bewirkten Zugangsbesteuerungen: 
a) bei den Zensiten mit Einkommen bis 
3 MO M: 
1. für das I. Halbjahr . 841059,io M r 
2. - - 11. - 426 011,6° - 1267 070,« - 
b) bei den Zensiten mit Einkommen von 
mehr als 3 000 M: 
1. für das I. Halbjahr . 933 551,i9J6, 
2. - - II. - . 996 362,95 - 1929 914,u - 
Dos Gesamtsoll beträgt daher 
54 105 095,90 M r 
Hiervon gehen indes wieder ab: 
a) bei den Zensiten mit Einkommen bis 
3MO M\ 
1. Abgänge für das 1. Halb 
jahr 
2. Abgängefürdasll.Halb 
jahr .' 
3 Ermäßigungen für das 
I. Halbjahr . . . . 
4. Ermäßigungen für das 
II. Halbjahr .... 
5. Ausfälle für das 1. Halb 
jahr 
6. Ausfällefürdasll.Halb 
jahr ...... 
1 700 744,40 M, 
484 745,95 - 
6 949,48 - 
91 809,32 - 
310 968,75 - 
610 431,35 - 
Summe 3 205 649,25 .M, 
Uebertrag 54 105 095,oo M.
	        
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