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Volume No. 23. Bericht über die Verwaltung des Arbeitshauses und des Arbeitshaushospitals in Rummelsburg

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1910 (Public Domain)

4 
Nr. 23. Arbeitshausverwaltung. 
Laufende 
Nummer 
Bezeichnung der Arbeitszweige 
Arbeitstage 
Arbeitsverdien st 
vereinnahmt 
sind 
M 
durchschnittlich 
für den Kopf 
u. Arbeitstag 
4 
Männer 
Weiber 
I. Beschäftigung mit Lohnarbeiten. 
A. Arbeiten außerhalb der Anstalt. 
1 
Auf den städtischen Rieselfeldern: Landwirtschaftliche Arbeiten in den 
7 Sommermonaten April bis Ende Oktober 
125 669 
75 401,40 
60 
2 
Für andere städtische Verwaltungen 
1581 
1 264,55 
80 
3 
Für Anstaltsbeamtc . 1 
2 
1,80 
90 
B. Arbeiten innerhalb der Anstalt. 
1. Für städtische Verwaltungen. 
4 
Reinigen von Wäsche 
7 650 
6 760,84 
88 
5 
Kleinern von Holz 
20 648 
5 896,93 
28 
6 
Sonstige Jnnenarbeiten 
4 383 
3 530,64 
80 
7 
Landwirtschaftliche Arbeiten auf eigenem Anstaltsfelde 
1435 
1 004,50 
70 
8 
Für Anstaltsbeamte in den Werkstätten .... 
2 967 
2 077,51 
77 
2. Für Fremde. 
9 
Bettfedernreißen . . 
8421 
645,50 
7 
Summe I 
172 756 
96 583,67 
78 
II. Beschäftigung ohne Lohngewährung. 
10 
Auf den städtischen Rieselfeldern: Landwirtschaftliche Arbeiten in den 
5 Wintermonaten November bis Ende März 
87 924 
11 
Jin städtischen Obdach 
1146 
Summe II 
89170 
III. Beschäftigung für die eigene häusliche Verwaltung. 
12 
In der Hauptwirtschaft der Hauptanstalt, Handwerker 
32 557 
13 
Gärtner für die Anlagen der Anstalt 
1 394 
14 
Arbeiter in der Koch-, Gemüse- und Kartofielküche der Hauptanstalt . 
12 442 
15 
Näherinnen und Flickerinnen 
17 633 
16 
Wäschereibetrieb 
7 651 
Für verschiedene häusliche Zwecke, als: 
78 
17 
Aktenhefter, Buchbinder, Schreiber, Wärter, Wärterinnen, Heizer, Heize- 
rinnen usw 
38 321 
4 084 
18 
Köche und Arbeiter für häusliche Zwecke in den Häuslingsküchen zu 
Heinersdorf, Malchow, Neubeeren, Schenkendorf, Marggraffshof, 
Falkenberg, Möllersfelde, Buch und im Filialhospital .... 
22 580 
Summe III 
114 945 
21 717 
106 596,36 
78 
136 662 
Erläuterung zu vor st ehender Uebersicht. 
Zu 1 und 10. Die Deputation für die Rieselfelder zahlt nach 
einer Vereinbarung an Arbeitslöhnen und Nebenkosten für die mit 
landwirtschaftlichen Arbeiten auf den Rieselgütern Heinersdorf. Blan 
kenburg. Neubeeren. Schenkendorf. Sputendorf, Marggraffshof. Mal 
chow, Wartenberg, Falkenberg, Hellersdorf, Möllersfelde, Rosenthal 
und Buch beschäftigten Häuslinge in den 7 Sommermonaten April 
bis Ende Oktober 60 H Arbeitslohn und 10 3, den Häuslingen 
gutzuschreibenden Ueberverdienft, in den 5 Monaten November bis 
Ende März, jedoch keinen Arbeitslohn, sondern nur den Ueberverdienft 
von 10 für die in den Barackenküchen beschäftigten Köche und 
Arbeiter für häusliche Zwecke ebenfalls nu> 10 3, eberverdienst 
während des ganzen Jahres. 
Zu 2. U'mzugsarbeiten in städtischen Diensträumen und Arbeiten 
für das Waisenhaus Rummelsburg der Stadt Berlin. Der festgesetzte 
Arbeitslohn betrug bis 1. Oktober 1910 70 seitdem 90 j/. 
Zu 3. Umzugshilfe für 1 Aufseher. 
Zu 4. Für das Waisenhaus, die Rathaus- und Kanalisations 
bureaus. Das Waschen, Pressen, Spülen, Rollen und Trocknen 
geschieht mittels elektrisch betriebener Maschinen. Für 1 kg Wäsche 
werden 13 3) erhoben. Bei dieser Einnahme sind ungefähr 85, v. H. 
aus Bedienung, Unterhaltung und Heizung der Maschinen, Elektrizi 
tätsverbrauch,' Seife, Soda und Licht zu rechnen. Der Rest von 
15 v. H. ist Arbeitsnettooerdienst, im Berichtsjahre also für den 
Kops täglich 88 4, gegen 76 im Vorjahre. 
Diese Arbeiten werden jetzt wegen der sehr niedrigen Kopfstärke 
der Weiber von Männern ausgeführt. 
Zu 5. Für die Brennmaterialiendeputation nach dem für 
1 edm vereinbarten Lohnsätze. 
Zu 6. Für die Brennmaterialienverwaltung, Ausladen von 
Holz- und Kohlenkähnen, und für verschiedene städtische Verwaltungen 
sonstige Jnnenarbeiten wie Schuhmacher-, Schneider-, Tischler-, 
Schlosser- und Klempnerarbeiten. Arbeitslohn 70 4 bis 1. Ok 
tober 1910, seitdem 90 4- 
Zu 7. Für die landwirtschaftlichen Arbeiten auf dem eigenen 
Rieselfelde ist derselbe Lohnsatz berechnet worden wie anderen städtischen 
Verwaltungen gegenüber, nämlich 70 4 pro Tag. 
Zu 8. Schneider-, Schuhmacher-, Tischler-, Schlosser- und Klemp 
nerarbeiten, Arbeitslohn täglich 50 4 bis 1. Oktober 1910, seitdem 
90 4- Seit dem 1. Oktober 1910 sind nur noch Ausbesserungen, 
aber nicht mehr Neuanfertigungen wie bisher gestattet. 
Zu 9. Arbeitslohn für das grobe Reißen von 1 KZ Bett 
federn 2 M. 
Zu 11. Zur Aushilfe sind täglich 3—4 Mann im städtischen 
Obdach beschäftigt. Arbeitslohn wurde für sie nicht berechnet, 
da sie vom Obdach verpflegt wurden. Hingegen wurden an 
Ueberverdienft täglich 10 4 pro Kopf gezahlt. 
Zu Summe I. In den letzten 10 Jahren betrug der erzielte 
Durchschnittssatz aus dem bei der Beschäftigung mit Lohnarbeiten ver 
einnahmten Arbeitsverdienste für den Kopf und Arbeitstag: 
1901 . 
. . . . 56 4, 
1906 . . . . 
. 62 4, 
1902 . 
. . . . 47 - 
1907 . . . . 
. 56 - 
1903 . 
. . . .40- 
1908 . . . . 
. 58 - 
1904 . 
.... 39 - 
1909 . . . . 
. 54 - 
1905 . 
.... 40 - 
1910 . . . . 
. 78 - 
Der erhebliche Unterschied zwischen 1910 und den Vorjahren ist 
hauptsächlich dadurch entstanden, daß die Lohnsätze für die Arbeiten 
zu 1, 2, 3, 6, 8 erhöht worden sind. 
Die für den Arbeitsbetrieb getroffenen Verfügungen und Verein 
barungen sind im großen und ganzen beständig. Für die unter 2bis 7 undA 
angeführten an Verdienste höheren Arbeiten muß im allgemeinen alle
	        
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