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Volume No. 23. Bericht über die Verwaltung des Arbeitshauses und des Arbeitshaushospitals in Rummelsburg

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1910 (Public Domain)

Nr. 23. Arbeitshausverwaltung. 
3 
1' 
Männer Weiber 
Stabt Berlin. 189 18 
Provinz Pommern 52 12 
- Posen 59 10 
- Schlesien 138 5 
- Sachsen 51 2 
- Schleswig-Holstein 5 1 
- Hannover 14 1 
- Hessen-Nassau 3 — 
- Westfalen 6 — 
- Rheinprovinz 11 — 
- Hohenzollernsche Lande. . . . . 6 — 
a) Königreich Preußen . 807 70 
b) in anderen Staaten des deutschen Reichs 68 3 
c) im Auslande 10 1 
7. Letzter Wohnort, in dem der Verurteilte 
den Mittelpunkt seines bürgerlichen Lebens 
gehabt hat: Männer Weiber 
Großstadt mit mehr als 100 000 Einwohnern 1 — 
Mittelstadt von 20 000—100 000 - — — * 
Kleinstadt von 5 000— 20 000 - — — 
Gemeinde von 2 000— 5 000 - — — 
Gemeinden unter 2 000 Einwohner ... — — 
Berlin 884 74 
8. Alter bei der Einlieferung: 
18 Jahre voll 1 
19 - - 5 — 
20 - - 8 3 
21 - - 2 1 
Vou 18 bis unter 21 Jahre 16 4 
- 21 - - 25 - 30 25 
- 25 - - 30 - 70 13 
- 30 - - 40 - 226 9 
- 40 - - 50 - 263 13 
- 50 - - 60 - 226 6 
- 60 - - 70 - 51 3 
- 70 Jahre und darüber 3 1 
9. Geburt: 
ehelich 828 67 
unehelich 57 7 
10. 
11. 
12. 
13. 
14. 
15. 
16. 
Glaubensbekenntnis und Religion: 
evangelisch 735 
katholisch 146 
jüdisch 1 
Andersgläubige 3 
Erziehung bis zum 14. Lebensjahre: 
im Elternhause 832 
bei Fremden 46 
in öffentlichen Anstalten 7 
Eltern: 
verstorben vor dem 14. Lebens 
jahre des Korrigenden 
Stiefvater 
Stiefmutter 
Schulbildung: 
ohne 
mangelhaft 
Volksschule 
höhere Schule 
Sprache: 
deutsch 
polnisch und deutsch .... 
Im Militär gedient . 
Familienstand: 
ledig 
verheiratet 
verwitwet 
geschieden 
der Vater 
die Mutter 
beide Eltern 
115 
65 
65 
3 
1 
883 
872 
13 
157 
637 
158 
40 
50 
60 
18 
1 
61 
5 
8 
2 
6 
4 
1 
1 
74 
71 
3 
53 
13 
7 
1 
17. Vermögen: 
ohne Einkommeu 885 74 
18. Gesundheit: 
arbeitsfähig 831 73 
vermindert arbeitsfähig 37 1 
dauernd arbeitsunfähig 1 — 
vorübergehend arbeitsunfähig 16 — 
Wegen Verletzung der Hausordnung wurden im Berichtsjahre 
295 männliche Häuslinge in 378 Fällen und 7 weibliche in 7 Fällen 
mit Disziplinarstrafen belegt. Das Verhältnis der Bestraften zur Zahl 
der Korrigenden, die sich im Etatsjahre 1910/11 in Haft befunden 
haben, ist bei den Männern 295:2318--13 v. H., bei den Weibern 
7:163—4,s v. H. 
Werden im Hospital zu Rummelsburg von den: Zugänge von 
673 Männern und 216 Weibern diejenigen 347 Männer und 164 
Weiber außer Betracht gelassen, deren Zugang durch Wiederaufnahme 
bezw. Rückkehr vom Urlaub oder durch Zurückverlegung aus dem 
Filialhospital erfolgt ist, so verbleiben 326 Männer und 5,2 Weiber. 
Hinsichtlich der persönlichen Verhältnisse dieser Personen ist fol 
gendes zu bemerken: 
Es waren Männer Weiber 
1. der Religion nach: 
evangelisch 282 40 
katholisch 41 12 
jüdisch 2 — 
mohamedanisch 3 
2. dem Alter nach: 
bis zu 20 Jahren 2 3 
von 20 bis unter 30 Jahre 6 1 
- 30 - - 40 - 19 4 
- 40 - - 50 - 54 13 
- 50 - - 60 - 82 13 
- 60 - - 70 - 119 10 
- 70 - - 80 - 40 6 
über 80 Jahre 4 2 
3. den: Familienstande nach: 
ledig 167 19 
verheiratet 54 6 
verwitwet 67 19 
geschieden 38 5 
ehcverlassen — 3 
4. erwerbsunfähig waren wegen: 
Stumpfsinns 17 4 
Lähmung 54 9 
Augenleidens 6 — 
Blindheit 1 1 
Krebs-, Magen-, Herz-, Rückenmarksleiden . 56 13 
Hals-, Brustleiden, Lungenschwindsucht ... 94 7 
Körper- und Altersschwäche 96 15 
Hierzu zur Fürsorge 2 3 
5. Von den 326 Männern hatten 105 dem Arbeiterstande angehört, 
als Kausleute waren 22, als Beamte 2, als Handwerker 169, als 
Kellner 9, als Diener 1, im Gesindedienste 8, als Landwirte 4, 
als Schiffer 3, als Musiker 2, als Schauspieler 1 tätig gewesen. 
6. Vor der Aufnahme in das Hospital waren gerichtlich 
vorbestraft wegen: 
Widerstands gegen die Staatsgewalt 
18 Köpfe 
in 
27 Fällen, 
Beleidigung 
25 
- 
- 
35 
- 
Körperverletzung 
17 
- 
- 
22 
- 
Hau sfriedensbruchs 
19 
- 
- 
27 
- 
Unzucht und Sittlichkeitsverbr echens 
18 
- 
-- 
23 
- 
Diebstahls und Hehlerei . . - . . 
69 
- 
-- 
219 
-- 
Betrug, Fälschung, Unterschlagung 
31 
-- 
- 
58 
- 
Sachbeschädigung 
8 
-- 
- 
10 
- 
Bettelns 
111 
s- 
-1 608 
- 
Arbeitsscheu 
39 
- 
- 
268 
- 
Nichtbeschaffung eines Unterkommens 
30 
- 
ss 
212 
s 
Meineid 
1 
- 
1 
- 
Landfriedensbruch 
2 
- 
- 
4 
- 
Kuppelei 
7 
- 
- 
24 
-- 
Unfug 
9 
-- 
- 
22 
-- 
Raub 
1 
- 
1 
- 
Sittenpolizeikontravention 
20 
. 
- 
269 
- 
Korrektion 
& 
s- 
307 
- 
Insubordination beim Militär . . . 
1 
- 
- 
1 
- 
Brandstiftung 
2 
- ■ 
- 
3 
- 
Um die Hausordnung ausrecht zu erhalten 
wurde 
in 
328 
Fällen 
und zwar in 284 bei den Männern und in 44 bei den Weibern wegen 
Zänkerei, Umhertreibens, Branntweinschmuggels, Unreinlichkeit usw. 
die Erlaubnis zum Ausgang entzogen. 
Außer den allgemeinen häuslichen Dienstleistungen und Auf 
räumungsarbeiten sind als Schneider mft Flicken und Wäscheausbessern 
und Stopfen als Saalwärter sowie mit Reinigungsarbeiten in den 
Hospitalrevieren durchschnittlich 15 männliche und 40 weibliche 
Hospitaliten beschäftigt gewesen. Im Filialhospital waren 17 Männer 
mit Hausarbeit beschäftigt. 
3. Beschäftigung der Korrigenden — Arbeitsverdienst — Arbeits 
prämie sUrberverdienst — Unterstützung bei Entlastung). 
Die Arbeitskräfte der Korrigenden sollen nur für die städtischen 
Verwaltungen verwendet werden. Eine Ausnahme wird nur insofern 
gemacht, als die alten und gebrechlichen Leute für Fremde Federn 
reißen, weil sonst keine Beschäftigung für sie vorhanden isk.H
	        
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