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Volume No. 41. Bericht über den städtischen Vieh-und Schlachthof, über die städtische Fleischbeschau sowie die Fleischvernichtungs-und Verwertungsanstalt bei Rüdnitz

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1909 (Public Domain)

Nr. 41. Vieh- und Schlachthof. 
o 
Wägungen. 
Nach dem Markenverkauf wurden auf den Viehwagen der Anstalt 
gewogen: 
66 960 ( 64 955 im Vorjahre) Rinder, 
1816 416 (1325 850 - - ) Schweine, 
90 073 ( 71016 > . ) Kälber, 
561 243 ( 500 739 - . ) Schafe, 
im Verhältnis zum Auftrieb: Rinder 26 v. H. wie im Vorjahre, 
Schweine über 100 v. H. Doppelwägungen, Kälber 42 v. H. gegen 
36 v. H. im Vorjahre, Schafe 89 v. H- gegen 86 v. H. im Vorjahre. 
Es wird bemerkt, daß für die auf Anordnung der Notierungs 
kommission in Gemäßheit des Gesetzes, betreffend die Preisfeststellung 
beim Markthandel mit Schlachtvieh vom 8. Februar 1909 erfolgenden 
Wägungen Gebühren nicht erhoben werden. 
Das Durchschnittsgewicht der lebenden Tiere stellte sich 
nach den Wägungen wie folgt: 
für ein Rind auf 582,» kg (im Vorjahre 604,6) 
- - Schwein - 106,3 - (- - 105,«) 
- . Kalb - 108,» . (- - 114,6) 
- - Schaf - 44,6 - (- - 45,2) 
Von den Rindern und Kälbern wurde hauptsächlich die bessere Qualität 
für den Export gewogen. 
Wasser- und Gasverbrauch. 
A. Wasser. 
Es sind verbraucht 
an 
Leitungswasser 
am 
Vieh 
markte 
am 
Schlacht- 
Hofe 
Bei der Fleisch 
beschau 
am i auf den 
Schlacht- Sta- 
hof tionen 
im ganzen 
Im Etatsjahr 
1909 in Kubikmeter 
276 303 
736 962 
1 013 265 
1908 - 
288 073 
967 100 
— 
1 255 173 
mithin im ( mehr 
— 
_ 
— 
Jahre 1909 (weniger 
11 770 
230 138 
— 
— 
241 908 
Die Fleischbeschau erhält das von ihr verbrauchte Wasser nicht 
aus eigenen Leitungen: sie zahlt die üblichen 4 v. H der Miete als 
Nebenabgaben für Wasser. 
Die aus eigenen Brunnenanlagen geförderte Wassermenge auf 
dem Schlachthofe wird, wie im allgemeinen Teil angegeben, auf 
574 300 cbm geschätzt. 
B. Gas. 
a) zu Beleuchtungszwecken.*) 
Es sind verbraucht 
an 
Leitungswasser 
am 
Vieh- 
markte 
am 
Schlacht- 
Hofe 
Bei der 
des 
am 
Schlacht- 
hof 
Fleisch- 
hau 
auf den 
Sta 
tionen 
im ganzen 
Im Etatsjahr 
1909 in Kubikmeter 
1908 - 
333 96 t 
305 886 
l 125 123 
1 119016 
26 325 
25 501 
12 136 
12 608 
1 497 545 
1 463 011 
mithin im / mehr 
Jahre 1909 (weniger 
28 075 
6 107 
824 
472 
34 634 
*) Einschließlich für Beleuchtung des Bahnhofes. 
d) zu Betriebszwecken. 
für die 
zur 
Es sind verbraucht 
Schrot» 
Ven- 
im ganzen 
wühlen 
tilation 
Im Etatsjahre 1909 in Kubikmeter 
35 768 
1 027 
36 795 
- * 1908 - * 
37 907 
1 157 
39 064 
mithin im Jahre 1909 { jjjj^ ; 
2 139 
130 
2 269 
Brennmaterial 
einschließlich Gas zu Heizzwecken. 
Es sind verbraucht 
Stein 
kohle 
Ztr. 
Preß- 
kohle 
Ztr. 
Koks 
dl 
Gas 
cbm 
Holz 
cbm 
Am Viehmarkt 
10 430 
1075 
2 882 
_ 
Am Schlachthof 
138 504 
550 
1 120 
— 
15 
Bei der Fleischbeschau am 
Schlachthof 
— 
40 
2 250 
7 895 
10 
Bei der Fleischbeschau in 
Stationen 
— 
— 
— 
') 
Im ganzen im Jahre 1909 
148 934 
1 665 
6 252 
7 895 
25 
* * * s 1908 
159 645 
1747 
5 540 
8 075 
27 
mithin im ( mehr . . . 
712? — 
_ 
Jahre 1909 | weniger . . 
10711 
82 
- 
180 
2 
*) Das Gas zu Heizzwecken ist in der unter d zu Betriebszwecken (Ven 
tilation) aufgeführten Menge mit enthalten. 
Feuerversicherung. 
Die Gebäude des Vieh- und Schlachthofes sind mit 15 021 000 JC. 
die Futiervorräle mit 180 000^:, das Inventar und Mobiliar ein 
schließlich das der Fleischbeschau mit 790 600 JC, die Vieh- und Fleisch- 
bestände mit 3 500 000 JC versichert. Die Versicherung der Immobilien 
ist bei der städtischen Feuersozietät, die der Mobilien bei Privatgesell 
schaften erfolgt. 
Dünger. 
Der gesamte, auf dem Viehmarkt und Schlachthof aufkommende 
Dünger ist auch im Berichtsjahre, um die Verbreitung übler Gerüche 
zu verhindern, der Verwaltung der Rieselgüter unentgeltlich überlassen 
worden. Es sind nur noch kleinere Mengen Streu an Fuhrwerks-, 
Molkereibesitzer und Gärtner abgelaffen. 
Die abgegebene Menge an Streu belief sich auf 316 080 kg und 
brachte einen Erlös von 3160,«o JC. 
Rettungswache (Berbandsstellen). 
Außer in der wiedereröffneten Rettungswache am Eingänge des 
Rinderschlachthofes an derEldenaerstraße befinden sich Verbandskästen im 
Meisterzimmer des Schweineschlachlhauses B, im Maschinenhaufe des 
Schweineschlachthofes, im Aufseherzimmer des Rinderreviers und im 
Rinderstalle <1 des Viehhofes. Die betreffenden Stellen sind durch die 
Aufschrift „Verbandsstelle" kenntlich gemacht. 
Im Berichtsjahre sind während der Arbeitszeit 599 Fälle gegen 
516 im Vorjahre von schweren 170, von mittleren und lerchten Ver 
letzungen vorgekommen und zum Verband gelangt: davon während der 
Nachtzeit 7 Fälle. Von den Verletzten wurden nach ihrer Wohnung 
oder dem Krankenhause befördert mittels Droschke 6 und mittels Kran- 
kenwagen 6. 
Arbeiter und Arbeiterversicherung. 
Im ganzen waren durch die Verwaltung 1123 Personen zur 
Betriebskrankenkaffe der Stadtgemeinde gemeldet. Die Jahresbeiträge 
stellten sich auf 60 614,37 JC (im Vorjahre 60 981,io JC). Davon 
zahlten die Verwaltung ein Drittel, die Arbeiter zwei Drittel. Ver 
sichert waren: 
am Vichmarkt 231 Männer und 43 Frauen. 
. Schlachthof 241 - -5 
bei der Fleischbeschau am Schlachthof 409 - - 191 
in den Fleischuntersuchung-stationen .2 - . 1 
Die Invalidenversicherung umfaßte 1074 Personen und zwar 
am Viehmarkt 223 Männer und 43 Frauen. 
- Schlachlhof 238 . . 6 
bei der Fleischbeschau am Schlachthof 383 - . 183 
einschl. des Trichinenschaupersouals 
in den Fleischuntersuchungsstalionen.3 . . 1 
Die Beiträge der Verwaltung für die Jnvalidenverstchcrung be 
trugen 9 834,81 JC, für die Unfallversicherung 12 911,32 ^. 
Durch Gemeindebeschluß vom 9. Mai 1901 wird den Arbeitern 
- und allen ohne Pensionsberechtigung im Dienste der Stadt dauernd 
beschäftigten Personen im Falle ihrer eintretenden Dienstunfähigkeit 
ein Ruhegeld und etwaigen Hinterbliebenen ein Witwen- und Waisen- 
geld gewährt, das nach ähnlichen Grundsätzen zur Berechnung gelangt, 
wie die Pension der Beamten. Der auf Grund dieses Beschlusses beim 
Viehmarkt, Schlachthof und der Fleischbeschau gezahlte Betrag belauft 
sich auf 13 294.76^6 (für das gesamte Personal auf zusammen 54 1S3JC). 
An laufenden Unterstützungen an ohne Ruhegeld usw. aus- 
geschiedene Arbeiter und deren Hinterbliebene sind 5 689,07 JC (für 
das gesamte Personal 14 820 JC) gezahlt worden. 
Ferner wird in Krankheitsfällen für die Dauer von vier Wochen. 
I bei einer Dienstzeit von mehr als einem Jahre, aber mindestens auf
	        
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